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31.03.2017

8 Fehler beim Umgang mit der Gitarre

Fehler mit der Gitarre, die jeder von uns schon einmal erlebt hat

Typische Fehler von Gitarristen, die es zu vermeiden gilt

Es sind die klassischen Gitarristen-Fehler, die fatalerweise auf der Bühne und vor Publikum passieren, und jeder von uns hat sich schon gewünscht, in einem solchen Moment irgendwo ganz anders zu sein. Peinliche Momente, die meist aus Gedankenlosigkeit passieren oder dem Lampenfieber geschuldet sind.

Im folgenden Artikel haben wir für euch acht dieser typischen Fehltritte aufgelistet, die bei der gitarrespielenden Zunft häufig zu beobachten sind und nicht nur bei den Verursachern tiefe Eindrücke hinterlassen. Aber wir haben auch die Tipps, wie ihr sie leicht vermeiden könnt.

1. Die verstimmte Gitarre

Der absolute Klassiker ist ohne Frage die verstimmte Gitarre, und das folgende Szenario haben viele von euch bestimmt schon einmal erlebt:

Nach dem Soundcheck wird die bis dahin gestimmte Gitarre auf den Ständer gestellt, zu Beginn des Konzerts das Tuning dann aber leider nicht noch einmal überprüft. Beim Anschlag des ersten Akkordes macht sich Entsetzen auf den Gesichtern der Bandkollegen breit - die Gitarre ist verstimmt und der Song-Einstieg dahin.

Solche Situationen vermeidet ihr, indem ihr euer Instrument lieber einmal zu viel als zu wenig nachstimmt. Generell ist es ratsam, immer ein kleines Stimmgerät im Gepäck zu haben. Aber auch auf dem Pedalboard ist der Tuner im Bodentreterformat absolut Pflicht. Durch die Stummschaltung des Signals kann die Gitarre so auch zwischendurch und sogar in den Spielpausen eines Songs schnell und bequem nachgestimmt werden.

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2. Das zugedrehte Volume-Poti

Ihr wartet auf euren Einsatz im Song, den ihr immer wieder zu Hause so fleißig geübt habt. Als es dann endlich so weit ist, vernimmt das Publikum leider nur eine unangenehme Stille aus der Gitarrenecke. In diesem Fall habt ihr eventuell vergessen, euer Volume-Poti aufzudrehen.

Auch hier gilt, wie beim Stimmen der Gitarre, den Umgang mit dem Lautstärkeregler zum Bestandteil eures Spiels zu machen und die Stellung des Volume-Potis lieber einmal zu oft zu überprüfen. Davon abgesehen ist Letzteres für die dynamische Steuerung eures Spiels nicht zu unterschätzen, was von vielen Gitarristen ebenfalls häufig außer acht gelassen wird. Bei Gitarren mit einem Volume-Poti für jeden Pickup, wie z.B. bei einer Gibson Les Paul oder einer Gibson ES 335 solltet ihr zudem auch den Pickupwahlschalter im Auge behalten, um nicht den falschen Tonabnehmer zu aktivieren.

3. Das aufgedrehte Volume-Poti

So wie man sich mit dem aufgedrehten Volume-Poti hörbar macht, sollte man in Spielpausen dafür sorgen, dass das eigene Instrument nicht zu hören ist.

Gerade im Zusammenspiel mit einem verzerrten Gitarrensignal kann es sonst zu unangenehmen Nebengeräuschen oder unbeabsichtigten Rückkopplungen kommen. Aber auch beim Abstellen der Gitarre sollte der Lautstärkeregler unbedingt zugedreht werden.

4. Die umgekehrt gewickelten Saiten

Ein typischer Fehler, der häufig bei Anfängern zu beobachten ist: Die Saiten sind in der falschen Richtung auf die Mechanik-Achse gewickelt. Wer jetzt mit schnellem Griff in einer Spielpause die Stimmung feinjustieren möchte, landet ganz schnell im Chaos.

Deshalb solltet ihr beim Aufziehen der Saiten darauf achten, dass für die Änderung der Tonhöhe nach oben der Wirbel der Stimmmechanik gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden muss. Entsprechend umgekehrt gilt das für das Lockern der Saitenspannung, also im Uhrzeigersinn.

5. Das eingeschaltete Effektpedal

Niemand liebt Effektgeräte so sehr wie E-Gitarristen. Doch der Umgang mit dem Bodenpersonal sollte geübt sein.

Modulationseffekte wie Delay oder Chorus können dem Signal beispielsweise sehr schmeicheln. Vergisst man aber, sie für das knackig verzerrte Riff im Refrain auszuschalten, dürfte dieses seine musikalische Wirkung verfehlen.

6. Das vergessene Kabel

Auch im Falle eines nicht angeschlossenen Kabels wird der Zuhörer leider nichts von eurem schönen Gitarrenspiel hören können. Dabei solltet ihr nicht nur die Buchse an der Gitarre, sondern auch die am Amp nicht vergessen. Und auch die Patchkabel auf dem Effektboard sind leider immer wieder Übeltäter, die es regelmäßig zu überprüfen gilt. Zusätzlich solltet ihr auch die Netzteilstecker im Auge behalten, da mancher Bodentreter im Falle eines Stromausfalls die Schranken dicht macht.

7. Der Amp auf Standby

Röhrenamps haben in der Regel neben dem Powerschalter auch eine Standby-Funktion, die beim Aufwärmen der Röhren eine wichtige Rolle spielt und die geliebten Glaskolben auch in Spielpausen schön warm hält. Wenn ihr euch mal wieder wundert, warum kein Signal aus der Gitarre kommt, obwohl euer Volume-Poti geöffnet ist und auch alle Kabel richtig stecken, könnte ein Blick auf den Standby-Schalter am Amp die Lösung eures Problems sein.

8. Die zu laute Gitarre

Ein Klischee, das sich in der Praxis leider immer wieder bestätigt, ist der viel zu laute Gitarrist der Band. Klar sollte jeder im Publikum euer akribisch geübtes Gitarrensolo hören können, aber wenn am Ende die Gitarre alles niedermäht, habt ihr auch nichts gewonnen.

Um einzuschätzen, wie laut der eigene Amp ist, hilft es, sich ein Stück vom Speaker entfernt aufzustellen. Weiterhin tut ihr beim Gig dem Techniker einen Gefallen, indem ihr euch etwas vom eigenen Gitarrensignal auf den Monitor legen lasst, anstatt euren Amp noch lauter zu machen.

Fallen euch noch weitere typische Fehler ein? Zögert nicht, diese unter dem Beitrag zu posten!

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