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17.10.2019

7 nützliche Tipps zum Ankurbeln der DJ-Karriere

Empfehlungen, um als DJ erfolgreich zu werden

Nie war es so leicht und gleichzeitig so schwer, ein erfolgreicher DJ zu sein. Vor zwanzig Jahren sprossen die Clubs nur so aus dem Boden, die dazu mindestens dreimal wöchentlich öffneten. Dies konnte die damals vergleichsweise geringe Anzahl an DJs kaum deckeln. Die Auslese erfolgte ganz natürlich. Denn als DJ brauchte man jede Menge Kohle für die Vinyl-Platten, dazu Ausdauer und Talent zum autodidaktischen Lernen der Skills.

Es gab weder Bücher, Videos, Tutorials, noch Sync und weitere Helferlein, mit denen das Auflegen fast im Blindflug und ohne große Erfahrungen von der Hand ging. 

Angekommen in der Gegenwart

Heutzutage ist es dagegen dank DJ-Controller und Software sowie den runtergeladenen Tracks aus dem Online-Store vergleichsweise billig und fast schon ein Kinderspiel, Musik zu mixen. Ein Spiel, das man jedoch auch schnell verlieren kann. Denn der stetig abnehmenden Anzahl an Locations steht eine ungebremst wachsende Meute an auflege-hungrigen DJs gegenüber. Damit ihr nicht auf der Strecke bleibt, anbei ein paar Tipps, wie ihr euch ins Gespräch bringt:

Erstellt einen Masterplan

Wer und was wollt ihr als DJ sein, angefangen vom Künstlernamen über den aufgelegten Musikstil bis hin zum Auftreten, sei es im Netz oder auf der Bühne?

Vor allem mit dem Namen sollte man sich auch in den nächsten Jahren identifizieren können, zudem sind Verwechslungen oder Namensdopplungen auszuschließen. Schaut euch in eurem Umkreis die DJ-Szene an und arbeitet eure Stärken als Selling-Point heraus. Schließlich sind nicht nur die Veranstalter, sondern auch die Gäste der Events zu überzeugen, eure aufgelegte Musik zu feiern, dazu euch als Fan virtuell und real zu folgen.

Stellt in einem gewissen Zeitfenster erreichbare Ziele auf. Zum Beispiel: Wie viele Kontakte möchtet ihr knüpfen? Wann seid ihr technisch und auch musikalisch fit für den ersten Gig? Wann teilt ihr online mit, ich bin der DJ, auf den deine Party nur gewartet hat?

Produziert Remixes und eigene Tracks

Ja, dieser Tipp ist schon so abgedroschen, wie die Rille meiner Faithless „Insomnia“-Platte. ABER: Dennoch begehen die meisten heutzutage den gleichen Fehler wie vor zehn Jahren und wundern sich, warum der Durchbruch nicht kommt. Kopiert einfach keine anderen Künstler und deren Stil. Nehmt nicht den tausendsten Deep-House-Track auf, der wie Schulz, Jaehn und Gestört aber Geil klingt, sondern schwimmt komplett gegen die Strömung.

Fallt auf und seid mutig, um zu polarisieren. Knöpft euch Sounds oder gar Musikstile vor, von denen andere momentan die Hände lassen, dann klappt es auch vielleicht mit dem einen Club Hit, mit dem ihr auffallt und der euch in den Olymp der Super-DJs hebt.

(Ver)teilt Mixtapes

Auch wenn Mixes nicht mehr als Prädikat für die Qualität eines DJs zählen, sorgen sie für Aufmerksamkeit und repräsentieren euren aufgelegten Stil. Startet eine Serie, für die ihr regelmäßig Mixes veröffentlicht. Das diszipliniert, denn ihr steht damit unter Druck, regelmäßig abzuliefern, damit eure wachsende Anhängerschaft euch treu bleibt und sogar wächst. 

Baut euch ein Netzwerk auf

Besucht Workshops und Diskussionspanels, knüpft Kontakte und tauscht euch mit Gleichgesinnten über ihre Erfahrungen aus. Entsteht daraus eine engere Kooperation, gar Freundschaft, könnt ihr euch gegenseitig unterstützen und sogar bei Gig-Anfragen empfehlen.

Kreiert eigene Veranstaltungskonzepte

Veranstalter, Clubbetreiber, selbst Gastronomen sind immer auf der Suche nach neuen Ideen. Macht euch einen Kopf, welche Events momentan in eurer Stadt fehlen und Potential hätten, eine Location zu füllen. Wenn ihr die Veranstaltungsmacher eurer Stadt recht gut kennt, verabredet euch mit ihnen und verkauft eure Idee. 

Als Deal legt ihr bei dieser neuen Veranstaltungsreihe auf. Seid ihr von eurer Idee überzeugt, habt ein wenig Startkapital, traut aber den Veranstaltern nicht, dann mietet euch in einer Location ein und zieht euer Ding allein durch. Ich kenne etliche DJs, die mit dieser Strategie erfolgreich wurden und sich einen Namen erspielten. Denn wenn eure eigene Veranstaltung durchstartet, Leute zieht und ihr damit bekannter werdet, möchten auch die anderen Veranstalter von eurer Popularität profitieren und buchen euch. 

Posten, posten und nochmals posten 

Ob auf Instagram, Facebook oder selbst Twitter, teilt euch ständig und regelmäßig der Menschheit mit, um Aufmerksamkeit zu erlangen und die Fanbase aufzubauen. Aber nicht um jeden Preis. Denn Traffic-Quote und Likes sind kein Barometer für die Beliebtheit eines DJs. Bedenkt, das Netz vergisst nie und postet nur Inhalte, die auch eurer Karriere förderlich sind.

Lasst euch die Abonnenten beim Mixen, Scratchen etc. über eure Schulter schauen. Erstellt Umfragen zu eurer Person und zeigt auch eure persönliche Seite. Postet interessanten und aussagekräftigen Text-, Video- und Bild-Content im Wechsel, dies regelmäßig und täglich. Nutzt dazu die zunehmend beliebtere Story-Funktion. 

Pflegt eure Fanbase 

Kommt der erste Erfolg, folgen auch oft die Allüren. Aber „man trifft sich im Leben zweimal ­– auf dem Weg nach oben und nach unten“.

Aber für Popularität und Beliebtheit spricht nicht nur die Qualität eines DJ, sondern auch die Sympathie. Fans lieben keine arroganten Möchtegern-Stars. Aber viele Aufleger vergessen, dass die Fans ihre Karriere unterstützen, vorantreiben und beispielsweise bei Instagram folgen, Inhalte kommentieren und teilen. Letztlich füllen sie auch die Events, zu denen ihr auflegt.

Deswegen vergesst nie, wem ihr euren Erfolg verdankt. Deswegen seid stets nett, sympathisch, freundlich und pflegt den Kontakt zu euren Fans in den sozialen Netzwerken.

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