Blog_Folge Schrottpresse
Feature
9
29.07.2015

7 Gründe, warum für Musik bezahlt werden sollte

Gute Argumente für ein leidiges Thema

Illegale Musikdownloads sind so normal geworden, dass die Mehrheit das Thema höchstens als Kavaliersdelikt wahrnimmt. „Machen doch alle. Man hätte sich den Track sonst eh nicht gekauft. Ich kann mir das Album nicht leisten, also lade ich es mir herunter...“.  Die Liste kann man beliebig fortsetzen.  

Ihr kennt diese unsäglichen Diskussionen? Wir liefern euch sieben Argumente, warum es doch nicht so blöd ist, Geld für eine der schönsten Sachen der Welt auszugeben.

 

7 Gründe, warum für Musik bezahlt werden sollte

1. Musik ist nicht teuer

2 € für eine be...e Handy-Froschanimation, aber keine 99 Cent für einen Track übrig? Der Trend ist zum Glück wieder rückläufig, aber wer erinnert sich nicht noch mit Grauen an fiese Werbungen mit singendem Frosch, Bär, Nilpferd usw.? Dafür war offensichtlich so viel Geld da, dass der Schrott zur Primetime beworben wurde. Die Musikverkäufe brachen gleichzeitig ein. Und nein – Um Schnappi geht es nicht, wenn wir von Musik sprechen.

2. Musik produzieren ist Arbeit

Man kann es nicht häufig genug betonen: Ein Album zu produzieren ist mit viel Arbeit verbunden. Natürlich macht es auch Spaß, aber seit wann ist das eine Rechtfertigung dafür, Leistung umsonst einzufordern? Bands sollten unterstützt werden, damit sie weiterhin aktiv sind.

3. Musik macht nachhaltig Spaß

An einem Abend 100 € versaufen, aber sich über knapp 10 € für ein Album beschweren? Ein gutes Album wird immer wieder gehört und verursacht in der Regel keine Kopfschmerzen.

4. Ruhm allein macht nicht satt

Muss man das wirklich noch erklären? Ruhm als Entlohnung anzubieten, kann nur ein schlechter Scherz sein.

5. Musik fördert den gesellschaftlichen Zusammenhalt

„Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“ wusste schon Nietzsche. Was wären Lagerfeuer ohne Gitarre, Fußgängerzonen ohne Straßenmusik und Sommer ohne Festivals? Wir sind uns sicher: Die Gesellschaft würde zusammenbrechen! 

6. Ein Internetzugang allein ist noch lange keine Musikflatrate

Sicherlich haben Spotify, Apple Music und co. noch massiven Nachholbedarf, was eine faire Vergütung der Künstler betrifft. Besser als die Tauschbörsen und Torrents sind sie aber immer noch. Und nur weil man sich etwas problemlos beschaffen kann, heißt es noch lange nicht, dass es auch ok ist. 

7. Musiker investieren extrem viel in Ausbildung und Equipment

Um wirklich gut zu werden, stecken Musiker und Produzenten sehr viel Zeit in ihre Ausbildung. Sei es, um ein Instrument zu lernen, oder um sich das nötige Studiowissen anzueignen. Ganz zu schweigen davon, dass die meisten ihre Wochenenden im Studio zuhause oder im Proberaum verbringen. Und das auch, um gelegentlich diejenigen zu bespaßen, die jedes Wochenende um die Häuser ziehen.

 

Noch mehr nervige Diskussionsthemen gibt es hier: Zehn Dinge, die Musiker nicht mehr hören wollen.

Verwandte Artikel

Play that old doghouse, du ... Hund?!?

Umgangssprachlich wird der Kontrabass gerne Doghouse (Hundehütte) genannt. Dass aber tatsächlich auch ein Vierbeiner das Instrument bedient, ist dann doch eher ungewöhnlich!

User Kommentare