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22.12.2016

5 Künstler, die ihre Karriere als Radio-DJ starteten

Sich beruflich intensiv mit der Musik seiner zukünftigen Kollegen und Konkurrenten auseinander zu setzten und zu studieren, was beim Publikum ankommt und was nicht, kann ein sehr guter Einstieg in die Musikindustrie sein. Wir stellen euch 5 erfolgreiche Künstler vor, die vor ihrer Producer- und Musikerlaufbahn als DJs aktiv waren.

Sly Stone

Sylvester Stewart, genannt „Sly Stone“, stammt aus der US-Stadt Denton (Texas) und begann seine Karriere in den frühen 60er Jahren als Radio-DJ bei KSOL, einem Soul-Sender in San Francisco. Im Jahr 1967 gründete er die Band „Sly & the Family Stone" und bereits im Folgejahr gelang der Formation mit ihrem zweiten Album „Dance to the Music“ der internationale Durchbruch. Zahlreiche weitere Hits, sowie ein Auftritt beim legendären Woodstock-Festival folgten. Sly Stone gilt heute als lebende Musiklegende und großer Pionier des Soul, Funk und RnB.

Rufus Thomas

Der Blues- und Soulsänger und Entertainer aus dem US-Bundesstaat Mississippi arbeitete in den 1940er Jahren zunächst als Discjockey beim Sender WDIA in der Stadt Memphis. Bereits im Jahr 1953 landete er mit der Rhythm & Blues Single „Bear Cat“ seinen ersten nationalen Hit. In der Folgezeit wechselte er zu dem heute legendären Soul-Label Stax und veröffentlichte dort zahlreiche RnB/Soul-Hits wie „Do the funky chicken“, „(Do the) push and pull“ und „The Breakdown“. Seine Markenzeichen waren unter anderem seine Comedy-artigen Entertainer-Qualitäten sowie seine ausgefallenen Bühnenkostüme.

Dr. Dre

Andre Romelle Young alias „Dr. Dre“ aus der US-Stadt Los Angeles (Kalifornien) begann seine Musikkarriere als Mixer bei der ersten reinen Hip-Hop-Station KDAY in Los Angeles sowie als DJ in Comptons Clubs wie „Eve After Dark“ und „Dooto's“. Aus seiner DJ-Crew namens „Wreckin Cru“ wurde die Rap-Gruppe „World Class Wreckin Cru“, mit denen er als Rapper und DJ ab 1984 zahlreiche erfolgreiche Singles und Alben veröffentlichte.

Dre formierte 1987 aus Teilen der Wreckin Cru die Gruppe „N.W.A.“ und war fortan hauptsächlich als Musikproduzent tätig. Ihr 1988er Album „Straight outta Compton“ war der internationale Durchbruch für Andre Young und die Grundlage für seinen heutigen Superstar-Status sowie sein Kopfhörer-Imperium. Nachstehend Dr. Dre bei einem TV-Auftritt mit seiner damaligen Band World Class Wreckin Cru im Jahre 1984.

Ludacris

Christopher Brian „Chris" Bridges alias „Ludacris“ stammt aus der Stadt Champaign im US-Bundesstaat Illinois und begann seine professionelle Rapper-Laufbahn Mitte der 90er als Radio-DJ beim Sender Hot 97.5 in Atlanta. Außerdem war er als DJ des damals populären Freaknik-Festivals aktiv. Sein Durchbruch gelang ihm mit seinem Major Debüt-Album „Back for the First Time” im Jahr 2000. Es folgten Hits wie “One Minute Man”, Move Bitch” und “Stand up”.

Wolfman Jack

Robert Weston alias „Wolfman Jack“ war ein Musiker, Entertainer, Schauspieler und Discjockey aus dem New Yorker Stadtteil Brooklyn. Er begann seine Laufbahn als Radio-DJ beim Sender WYOU in Newport News (US-Bundesstaat Virginia). Inspiriert vom Blues-Musiker „Howlin Wolf“ entwickelte er seine Entertainer-Kunstfigur Wolfman Jack und arbeitete dabei u.a. häufig mit entsprechenden Soundeffekten. Das kam bei den Zuhörern gut an und Robert Weston wurde schnell zu einer festen Größe in der US-Radiolandschaft.

Seine Popularität führte auch dazu, dass er in den siebziger Jahren ins Musikerfach wechselte und mehrere erfolgreiche Rock- und Blues-Alben veröffentlichte. Auch die filmschaffende Zunft wurde auf Wolfman Jack aufmerksam. Und so heuerte Regisseur George Lukas ihn 1973 für seinen Kultfilm „American Graffiti“ an. Bis zu seinem Tod im Jahre 1995 war Wolfman Jack in den USA ein gefragter Entertainer.

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