Doppeltest: Warwick Teambuilt Fortress 4 Limited Edition 2026 / Warwick Masterbuilt Fortress 5 Limited Edition 2026

Jedes Jahr, wenn Warwick aus dem sächsischen Vogtland seine Limited Edition ankündigt, hält die Bassszene gespannt den Atem an. Die jährlichen Sondermodelle dienen dem deutschen Familienunternehmen nämlich regelmäßig als Spielwiese für außergewöhnliche Konfigurationen und besonders hochwertige Ausstattungsdetails – entsprechend schnell sind die streng limitierten Instrumente denn auch vergriffen! Für 2026 hat sich Warwick sein legendäres Fortress-Modell vorgeknöpft, und natürlich gibt es die Limited-Bässe sowohl in der Teambuilt- als auch in der Masterbuilt-Version. Beide Instrumente teilen das grundsätzliche Konzept mit gekammertem Swamp-Ash-Korpus, Decke und Griffbrett aus Amara Ebony, 24 Messingbünden mit Invisible Fretwork Technology (IFT) und aktiven MEC-Soapbar-Pickups. Unterschiede gibt es jedoch hinsichtlich der Konstruktion sowie der Ausstattung, und auch die Stückzahlen fallen exklusiv aus: Vom Masterbuilt gibt es weltweit lediglich 30 Exemplare (Vier- und Fünfsaiter zusammen), vom Teambuilt sind es 120 Instrumente. Wie sich die beiden exklusiven Sondermodelle in der Praxis schlagen, klären wir im Test.

Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Jedes Jahr aufs Neue wartet die Bassszene auf die Warwick Teambuilt und Masterbuilt Limited Editions. Wir haben beide Versionen getestet.

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Unser Fazit:
5 / 5
Pro
  • elegante, zeitlose Optik
  • hervorragender Spielkomfort und durchdachte Ergonomie
  • ausgewogene, detailreiche Sounds mit hoher Praxistauglichkeit
  • exzellente Verarbeitungsqualität
  • erstklassige Hardware und durchdachte Detaillösungen
  • hochwertiges und umfangreiches Zubehör
Contra
  • -/-

Warwick Fortress Ltd 2026 – das Wichtigste in Kürze

  • Warwick Fortress Masterbuilt 5 LTD 2026:
  • Fünfsaitiger Fortress Masterbuilt aus der Limited 2026 Edition
  • Decke aus Master Reserve Amara-Ebenholz
  • gekammerter Korpus aus amerikanischer Sumpfesche
  • durchgehender vierteiliger Hals aus Riegelahorn und Ekanga
  • Griffbrett aus Amara-Ebenholz mit 24 Jumbo-Messingbünden (IFT))
  • Aktive MEC Soapbar-Humbucker mit schwarz verchromter Metallabdeckung
  • Aktive MEC 3-Band-Elektronik mit wiederaufladbarem Lithium-Akku
  • Zweiteiliger Warwick 3D-Steg aus Messing und GraphTech Ratio Stimmechaniken mit Ebenholzflügeln
  • inklusive handgefertigter Gigbag aus Echtleder von RockBag, Warwick Masterbuilt Leder User Kit und Warwick Masterbuilt-Ledergurt
  • Warwick Fortress Teambuilt 4 LTD 2026:
  • Viersaitiger Fortress Masterbuilt aus der Limited 2026 Edition
  • Decke aus Amara-Ebenholz
  • gekammerter Korpus aus amerikanischer Sumpfesche
  • Dreiteiliger geschraubter Hals aus Ahorn mit Ekanga-Furnierstreifen
  • Griffbrett aus Amara-Ebenholz mit 24 Jumbo-Messingbünden (IFT)
  • Aktive MEC Soapbar-Humbucker mit schwarz verchromter Metallabdeckung
  • Aktive MEC 2-Band-Elektronik
  • Zweiteiliger Warwick 3D-Steg aus Messing und Warwick-Stimmmechaniken
  • Inklusive RockBag Starline Gigbag, Warwick TeamBuilt User Kit und Warwick TeamBuilt Ledergurt

Welchen ersten Eindruck hinterlassen die Warwick LTD-Modelle 2026?

Ich finde es durchaus bemerkenswert, dass Warwick ausgerechnet das Fortress-Modell für die Limited Edition 2026 ausgewählt hat: Das Modell genießt ohne Frage Kultstatus, war in den vergangenen Jahren aber etwas aus dem Fokus geraten.

Ursprünglich 1993 vorgestellt, verschwand der Fortress Ende der 90er-Jahre wieder aus dem deutschen Programm, blieb wegen seiner gelungenen Ergonomie und des markant-eigenständigen Designs aber vielen Bassistinnen und Bassisten in bester Erinnerung. Umso erfreulicher finde ich es, dass Warwick die markante Form nun wieder in der deutschen Manufaktur aufleben lässt!

Und die kann sich wahrlich sehen lassen: Warwick hat sich diesmal für ein Design entschieden, das man fast schon als „Understatement“ bezeichnen kann, das dabei aber ausgesprochen edel und hochwertig wirkt. Beide Testbässe präsentieren sich mit attraktiv gemaserten Amara Ebony-Decken – beim Masterbuilt sogar in einer besonders exklusiven Master-Reserve-Qualität – einem transparenten Blackburst-Finish und schwarzer Hardware, was ausgesprochen elegant und angenehm zurückhaltend wirkt. Das dunkle Erscheinungsbild bildet einen schönen Gegenpol zum markanten Fortress-Korpus, sodass beide Instrumente insgesamt einen äußerst stimmigen Eindruck hinterlassen.

Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Fotostrecke: 4 Bilder Hier seht ihr das limitierte …

Worin unterscheiden sich die Warwick LTD-Modelle 2026?

Trotz der gemeinsamen Designlinie unterscheiden sich Teambuilt und Masterbuilt natürlich in einigen Details, auf die wir jetzt näher eingehen. Der Body ist bei beiden Modellen zur Gewichtsreduzierung gekammert (gechambered) und besteht aus amerikanischer Sumpfesche. Darauf sitzt eine 3/8 Zoll starke Decke aus Amara-Ebenholz – wie bereits erwähnt beim Masterbuilt-Fünfsaiter in der besonders exklusiven Master Reserve-Qualität. Ehrlich gesagt fällt der Unterschied zur „normalen“ Decke des Teambuilt-Viersaiters optisch gar nicht so groß aus: Beide Tops sehen für meine Augen ausgesprochen edel aus und sind attraktiv gemasert.

Einen deutlich größeren Einfluss auf die Optik – und natürlich auch auf die Haptik – hat die unterschiedliche Lackierung. Während der Masterbuilt-Fortress rundum hochglänzend lackiert ist, kommt beim Teambuilt ein seidenmattes Finish zum Einsatz. Beide Instrumente tragen auf der Decke ein transparentes „Natural Blackburst“, während die Rückseite im „Nirvana Blackburst“ gehalten ist.

Den signifikantesten konstruktiven Unterschied zwischen Masterbuilt und Teambuilt finden wir bei der Halskonstruktion: Während Warwick beim Masterbuilt-Fünfsaiter auf einen durchgehenden Hals setzt, besitzt der Teambuilt-Viersaiter eine klassische Schraubhalskonstruktion.

Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Fotostrecke: 4 Bilder Hier noch einmal der hochglanzlackierte Masterbuilt-Bass und …

Gemeinsam haben beide Modelle, dass die Ahornhälse zur Stabilisierung mit schmalen Ekanga-Streifen laminiert wurden. Für den durchgehenden Hals des Masterbuilt kommen vier Streifen schön geflammten Ahorns zum Einsatz. Das sieht nicht nur extrem schick aus und unterstreicht ohne Frage den edlen Charakter des Luxus-Fünfsaiters. Der Hals des Teambuilt ist etwas schlichter gehalten: Er besteht aus drei Streifen Ahorn, die ebenfalls mit Ekanga laminiert wurden.

Beide Hälse wurden schließlich mit einem Griffbrett aus Amara-Ebenholz versehen, in das 24 golden schimmernde Jumbo-Messingbünde eingesetzt wurden. Natürlich kommt hier auch die sogenannte „Warwick Invisible Fretwork Technology (IFT)“ zum Einsatz, bei der die Bundschlitze bereits rund zwei Millimeter vor der Griffbrettkante enden.

Das bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Der Hals bleibt stabiler, die Schwingungsübertragung soll verbessert werden und der Spielkomfort profitiert ebenfalls, denn selbst wenn das Holz bei Klimaänderungen arbeitet, stehen die Bundenden nicht hervor. Lagenmarkierungen sucht man auf dem Griffbrett vergeblich; sie sitzen ausschließlich an der Griffbrettflanke in Form der typischen kleinen Dots.

Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Fotostrecke: 2 Bilder Beide Instrumente verfügen über …

Beide Bässe sind natürlich mit hauseigenen Warwick-EMP-Saiten bespannt, die beim Masterbuilt-Fünfsaiter über einen höhenverstellbaren Just a Nut III-Sattel aus Messing und beim Teambuilt-Viersaiter über das gleiche Modell aus Tedur zur altbekannten kompakten und leicht nach hinten geneigten Kopfplatte laufen. Wie es sich für exklusive Sondermodelle gehört, prangt auf deren Rückseite das „Limited 2026“-Logo samt Seriennummer und der Signatur von Warwick-Chef Nicolas Wilfer.

Doch auch hier unterscheiden sich Teambuilt und Masterbuilt in einigen Details: Während die Kopfplatte des Teambuilt in schlichtem Mattschwarz lackiert ist, besitzt der kostspieligere Masterbuilt-Fünfsaiter einen Aufleimer aus Amara-Ebenholz im passenden Blackburst-Finish.

Unterschiede gibt es aber auch beim Zugang zum Halsspannstab: Beim Masterbuilt wird dieser von einer schicken Abdeckung aus Amara-Ebenholz verdeckt, während beim Teambuilt die zugegebenermaßen praktischere Kunststoffabdeckung mit schnell zu öffnendem Klappdeckel zum Einsatz kommt.

Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Fotostrecke: 8 Bilder Dies ist der Headstock des …

Welche Hardware kommt bei den Warwick LTD-Modellen 2026 zum Einsatz?

Weiter geht’s mit der Hardwareausstattung der beiden limitierten Fortress-Bässe für 2026. Auch hier gibt es viele Gemeinsamkeiten, aber durchaus einige interessante Unterschiede. Das beginnt bereits bei den Stimmmechaniken: Während der günstigere Teambuilt-Fortress mit den bekannten gekapselten Warwick-Mechaniken ausgestattet ist, kommen beim Masterbuilt-Fünfsaiter die noch hochwertigeren Graph Tech Ratio-Tuner mit Ebenholzflügeln zum Einsatz.

Den Unterschied merkt man beim Stimmen tatsächlich: Die Graph-Tech-Mechaniken laufen noch eine Spur geschmeidiger und die Ebenholzflügel fühlen sich einfach luxuriöser an. Aber klar: Ihren Job erledigen beide Varianten natürlich tadellos, und auch an den Warwick-Mechaniken gibt es rein gar nichts auszusetzen!

Am Korpus werden die Saiten bei beiden Bässen von der legendären zweiteiligen Warwick-Brücke gehalten, die beim Masterbuilt komplett aus Messing gefertigt ist. Die Saiten werden einfach im Tailpiece eingehängt und anschließend über den eigentlichen Steg geführt. Die Saitenreiter lassen sich selbstverständlich sowohl in der Höhe als auch seitlich justieren.

Zusätzlich kann der komplette Stegblock über vier Inbusschrauben verstellt werden. Sitzt dann alles perfekt, werden sämtliche beweglichen Teile fixiert – ohne Frage ein durchdachtes System, das sich komfortabel einstellen lässt und für Stabilität sorgt. Für sicheren Halt am Gurt sorgen schließlich bei beiden Warwick Limited 2026-Modellen die bewährten Warwick Security Locks.

Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Fotostrecke: 4 Bilder Blick auf die verbauten …

Welche Pickups und Elektroniken findet man auf den Warwick Fortress Limited Edition 2026-Bässen?

Auch bei den elektronischen Komponenten gibt es Unterschiede zwischen meinen beiden Testkandidaten. Allerdings nicht bei den Tonabnehmern: Sowohl der Masterbuilt als auch der Teambuilt sind mit MEC-Humbuckern ausgestattet, die in schwarz verchromten Metallgehäusen sitzen. Auf deren Oberseite prangt natürlich das MEC-Logo.

Unterschiede gibt es dagegen bei der Elektronik: Während der Masterbuilt-Fünfsaiter mit einem Dreiband-EQ für Bässe, Mitten und Höhen ausgestattet ist, muss der Teambuilt-Viersaiter mit einer Zweiband-Klangregelung für Bässe und Höhen auskommen.

Beide Bässe verfügen dennoch über vier Regler, da Bässe und Höhen beim Masterbuilt in einem Doppelpoti untergebracht sind. Hinzu kommen jeweils ein Lautstärke- sowie ein Balanceregler. Beide Instrumente lassen sich natürlich auch passiv betreiben – der Lautstärkeregler ist dafür als Push/Pull-Poti ausgelegt.

Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Die Elektronik des Instruments laden via USB? Die Masterbuilt-Variante macht’s möglich!

Und auch beim Thema „Stromversorgung“ geht Warwick unterschiedliche Wege: Beim Teambuilt sitzt die 9V-Batterie im Elektronikfach auf der Rückseite, das mit dem bekannten Warwick-Schnappdeckel verschlossen wird – praktisch und bewährt. Beim Masterbuilt geht es dagegen deutlich moderner zu: Hier arbeitet statt einer Batterie ein per USB-C aufladbarer 9-Volt-Akku. Praktisch: Die USB-C-Buchse samt Lade-LED sitzt außen im Holzdeckel des Elektronikfachs. Zum Aufladen muss der Deckel also gar nicht erst abgeschraubt werden – einfach Kabel einstecken und fertig, was ohne Frage eine sehr coole Lösung ist!

Das Elektronikfach des Masterbuilt-Modells selbst wird standesgemäß von einem schicken Holzdeckel verschlossen, dessen Schrauben in Messinggewinden laufen. Zusätzlich drücken kleine Federstifte den Deckel leicht nach außen, sodass er absolut spielfrei und extrem „satt“ im Korpus sitzt. Ehrlich gesagt habe ich ein derart aufwendig konstruiertes Elektronikfach bislang noch bei keinem Bass gesehen – unabhängig von der Preisklasse. Das ist also in jeder Hinsicht High End, das den Namen verdient!

Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Fotostrecke: 5 Bilder Beide LTD-Bässe wurden mit …

Mit welchem Zubehör kommen die Warwick Limited-Edition-Bässe 2026?

„High End“ ist aber auch das Zubehör, mit welchem Warwick den seinen limitierten Masterbuilt-Fortress ausliefert. Dazu gehört zunächst eine ausgesprochen edle handgefertigte Gigbag aus Echtleder (RockBag RB 20205 B W), die reichlich Stauraum für Zubehör bietet und gleichermaßen hochwertig wie robust wirkt. Sie schützt den Bass hervorragend, bringt aufgrund des Leders aber logischerweise auch etwas mehr Gewicht auf die Waage als ein herkömmliches Nylon-Gigbag.

Zum Lieferumfang gehören außerdem ein hochwertiger Ledergurt sowie das sogenannte Warwick Masterbuilt Leather User Kit, über das ich ehrlich gesagt nicht schlecht gestaunt habe: Es handelt sich um eine dicke Mappe aus Echtleder, in der sich jede Menge Zubehör findet: Strap Locks, ein Poliertuch, die Bedienungsanleitung als Broschüre und zusätzlich auf einem USB-Stick, ein hochwertiges Werkzeug für Brücke und Halsspannstab, ein USB-C-Ladekabel, sowie ein Batterieclip inklusive 9-Volt-Block. Wer aus irgendeinem Grund lieber auf den Akku verzichten möchte, kann den Batterieclip einfach im Elektronikfach montieren – die entsprechende Halterung ist bereits vorhanden.

Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Vollausstattung auch beim Zubehör!

Auch hier muss ich ohne Übertreibung sagen: Ein derart hochwertiges und umfangreiches Zubehörpaket habe ich bislang bei keinem anderen Hersteller gesehen. Selbst bei vielen Boutique-Schmieden beschränkt sich der Lieferumfang meist auf ein Datenblatt und ein Echtheitszertifikat. Daumen hoch für Warwick!

Beim Warwick Teambuilt-Fortress fällt der Lieferumfang ähnlich üppig aus, präsentiert sich allerdings etwas schlichter. Die RockBag Starline Gigbag besteht aus strapazierfähigem Kunststoffgewebe, wirkt aber dennoch stabil und wird den Bass ebenfalls bestens schützen. Das User Kit steckt hier in einer Nylonmappe und enthält – bis auf den Batterieclip und das USB-C-Kabel – praktisch das gleiche Zubehör.

Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Fotostrecke: 4 Bilder Einmal Leder, einmal Kunststoff: Stabile Gigbags …

Wie ist die allgemeine Verarbeitungsqualität der Warwick Fortress LTD-Modelle 2026?

Ebenfalls nur Positives gibt es in puncto Verarbeitungsqualität der beiden Limited-2026-Bässe zu berichten. Sowohl der Teambuilt als auch der Masterbuilt präsentieren sich auf allerhöchstem Niveau. Makellose Holzarbeiten, perfekt ausgeführte Lackierungen und eine erstklassige Bundierung – hier passt einfach alles!

Klar kann man das bei Instrumenten dieser Preisklasse erwarten, in der Praxis findet man aber selbst bei sündhaft teuren Boutique-Bässen immer mal wieder kleinere Schlampereien. Nicht so bei den Warwick Limited 2026 Bässen – hier ist wirklich alles tipptopp!

Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Fotostrecke: 2 Bilder Wer auf sensationelle Holzoptik und umwerfende Verarbeitung steht, für den …

Wie ist das Handling der Instrumente der Warwick Limited Edition 2026?

Meine beiden Testkandidaten der Warwick Limited Edition 2026 tragen zwar beide den Namen „Fortress“, unterscheiden sich konstruktiv aber durchaus deutlich. Der Masterbuilt ist, wie schon beschrieben, ein Fünfsaiter mit durchgehendem Hals, der Teambuilt hingegen ein Viersaiter mit klassischer Schraubhals-Konstruktion. Im Grunde also zwei recht unterschiedliche Bässe, die sich allerdings auch viele Gemeinsamkeiten teilen, wie wir im Detailkapitel bereits gesehen haben.

Dazu gehört beispielsweise der durchaus eigenwillig geformte Fortress-Korpus mit seinem ausladenden oberen und dem sehr kleinen unteren Korpushorn. Aus ergonomischer Sicht ergibt dieses Design ohne Frage Sinn. Das lange obere Horn sorgt dafür, dass beide kompakten Bässe perfekt ausbalanciert am Gurt hängen, während das kurze, nach außen geneigte untere Horn den Weg bis zum 24. Bund komplett freigibt.

Auch der Hals-Korpus-Übergang ist bei beiden Modellen hervorragend gelungen. Beim Masterbuilt mit seinem durchgehenden Hals überrascht das weniger, aber auch der Schraubhals des Teambuilt bietet dank seines kurzen und flach ausgeführten Halsfußes praktisch keinerlei Hindernisse. Selbst die höchsten Lagen lassen sich völlig entspannt spielen. Hinzu kommen die typischen Shapings auf Vorder- und Rückseite der Bodies, sodass weder am Unterarm noch am Oberkörper unangenehme Druckstellen entstehen.

Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Fotostrecke: 2 Bilder Der Neck Dive ist garantiert nur fürs Foto: Beide limitierten Warwick-Bässe …

Die Hälse fühlen sich aufgrund der unterschiedlichen Saitenzahl logischerweise verschieden an, beides sind aber ausgesprochen „schnelle“ Hälse, die sich extrem komfortabel spielen lassen. Der Viersaiter kommt auf eine Sattelbreite von 38 mm bei Saitenabständen an der Brücke von üblichen 19 mm, der Fünfsaiter auf 45 mm mit etwas engeren 17 mm, was meinem persönlichen Geschmack sehr entgegenkommt. Beide besitzen ein relativ flaches Halsprofil, das hervorragend in der Hand liegt, sowie einen modernen, eher großen Griffbrettradius, der sich vor allem in den hohen Lagen positiv bemerkbar macht.

Die Bundenden sind bei beiden Bässen praktisch nicht zu spüren, was der „Invisible Fretwork Technology“ zu verdanken ist. Aufgrund der unterschiedlichen Lackierungen fällt die Haptik aber logischerweise verschieden aus: Der seidenmatt lackierte Hals des Teambuilt fühlt sich etwas natürlicher an als der hochglänzende Hals des Masterbuilt – man hat einfach mehr das Gefühl, direkt mit dem Holz in Kontakt zu sein. Das gilt übrigens für den gesamten Bass.

Aber wie auch immer: Beide Fortress-Bässe sind dank ihrer kompakten Bauweise ausgesprochen wendig, lassen sich angenehm leicht spielen – und sind zudem ergonomisch absolut gelungen. In Sachen Spielkomfort legen die beiden Limited-2026-Modelle damit schon einmal einen starken Auftritt hin. Doch das ist bekanntlich nur die halbe Miete, denn spannend wird jetzt vor allem, wie groß die klanglichen Unterschiede zwischen Teambuilt und Masterbuilt tatsächlich ausfallen – hören wir rein!

Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Fotostrecke: 2 Bilder Echtheitszertifikate, Werkzeug etc gehören selbstverständlich …

Sound: Wie klingen die Instrumente der Warwick Limited Edition 2026?

Wir starten mit beiden Bässen im passiven Modus und hören uns zunächst den Sound mit dem Balanceregler in Mittelstellung an – es sind also beide Tonabnehmer aktiv. Erwartungsgemäß klingen die beiden Fortress-Bässe einander recht ähnlich und liefern einen ausgesprochen klaren, ausgewogenen und durchsetzungsfähigen Sound mit moderner Note. Da fehlt wirklich gar nichts!

Der Ton des Warwick Masterbuilt besitzt allerdings eine Spur mehr Autorität und Ruhe, wie ich finde. Beide Bässe klingen über den gesamten Tonumfang ausgewogen und sind mit reichlich Sustain gesegnet. Schneller abklingende Töne oder Deadspots sucht man selbst beim Schraubhals-Viersaiter vergebens.

Einen Unterschied, den man fast mehr fühlt als hört, gibt es allerdings schon: Der Teambuilt-Viersaiter wirkt auf mich spritziger und direkter. Er spricht etwas knackiger an und die Töne springen einen förmlich an. Das liegt zum einen an der Schraubhals-Konstruktion, und zum anderen schlicht daran, dass hier vier statt fünf Saiten in Schwingung versetzt werden – weniger Masse reagiert eben direkter auf die Spieldynamik!

Der Masterbuilt-Fünfsaiter wirkt dagegen leicht komprimierter und dadurch eine Spur gelassener – typische Eigenschaften eines durchgehenden Halses. Die H-Saite des edlen Fünfsaiters ist übrigens über jeden Zweifel erhaben und liefert bis in die hohen Lagen glasklar definierte Töne, die sich hervorragend ins Gesamtklangbild einfügen.

Audio Samples
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Viersaiter, passiv, beide PU Fünfsaiter, passiv, beide PU
Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Fotostrecke: 2 Bilder Die Aktiv-Passiv-Umschaltung …

Wir bleiben noch für einen Moment im passiven Betrieb und blenden komplett auf den Halstonabnehmer. Beide Bässe liefern hier einen extrem praxistauglichen Sound mit wunderbar knurrigen Mitten und dezenten Preci-Vibes, wobei der Viersaiter erwartungsgemäß abermals etwas spritziger und lebendiger zur Sache geht als der Fünfsaiter.

Audio Samples
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Viersaiter, passiv, Neck-PU Fünfsaiter, passiv, Neck-PU
Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Wirklich eine unglaubliche schicke Holzauswahl: Warwick LTD Edition 2026

Nun bringen wir den Balanceregler wieder in Mittelstellung und schalten die Bässe in den aktiven Betrieb, um uns die beiden Equalizer genauer anzuhören. Keine Frage: Die MEC-Elektronik erweitert das Klangspektrum beider Bässe ganz erheblich und klingt wirklich hervorragend.

Genaue Spezifikationen konnte ich leider nicht finden, in meinen Ohren greift der Bassregler bei beiden Elektroniken aber relativ hoch ins Klanggeschehen ein. Schon kleine Anhebungen sorgen für einen runderen, volleren und wärmeren Sound. Selbst mit weit aufgedrehtem Bassregler bleibt das Ergebnis aber stets absolut praxistauglich, wie ihr im Slap-Beispiel hören könnt. Lediglich in akustisch schwierigen Venues oder über extrem mächtige Bass-Stacks ist hier möglicherweise trotzdem etwas Vorsicht angesagt.

Bei der Abstimmung der Höhen höre ich dagegen einen deutlichen Unterschied zwischen den beiden EQs. Der Zweiband-EQ des Teambuilt greift mit seinem Höhenregler deutlich tiefer ins Klanggeschehen ein und sorgt dadurch stärker für Präsenz und Attack. Der Höhenregler des Dreiband-EQs wirkt dagegen luftiger und offener und verleiht dem Bass eher zusätzlichen Glanz.

Mitten gibt es ausschließlich beim Masterbuilt, was den Fünfsaiter noch einmal ein gutes Stück flexibler macht. Der Regler greift meinen Ohren nach relativ hoch im Mittenbereich und sorgt für mehr Direktheit und Durchsetzungskraft – ein tolles Werkzeug für schnelle Fingerstyle-Grooves, wie ihr im zweiten Beispiel hören könnt.

Audio Samples
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Viersaiter, beide PU, Bass-Boost: 80%, Treble-Boost: 80% Fünfsaiter, beide PU, Bass-Boost: 20%, Mid-Boost: 40%, Treble-Boost: 60%
Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Fotostrecke: 3 Bilder Die angenehmen Shapings bewirken, …

Auch bei den folgenden Sounds mit dem Stegtonabnehmer habe ich ausgiebig Gebrauch von den jeweiligen EQs gemacht. Für das kleine Solostück mit dem Viersaiter habe ich den Bassregler voll aufgedreht und auch die Höhen kräftig angehoben, damit der Sound mehr Brillanz bekommt und die Flageoletts noch stärker strahlen. Mit dem Fünfsaiter habe ich dagegen einen eher smoothen Fingerstyle-Sound eingestellt und dafür Bässe und Mitten deutlich angehoben:

Audio Samples
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Viersaiter, Bridge-PU, Bass-Boost: 100%, Treble-Boost: 50% Fünfsaiter, Bridge-PU, Bass-Boost: 70%, Mid-Boost: 40%
Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Typisches Phänomen beim Vergleich zwischen Vier- und Fünfsaitern: Das viersaitige Modell hat beim Thema “Spritzigkeit” minimal die Nase vorn!

Zum Abschluss blenden wir wieder auf den Halstonabnehmer und machen noch einmal kräftig Gebrauch von den EQs. Der spritzige Viersaiter klingt mit einer deutlichen Bass- und Höhenanhebung sehr artikuliert und klar, ohne dabei jemals zu nerven – quasi ein moderner Preci-Sound, mit dem man in den unterschiedlichsten Musikrichtungen eine gute Figur macht. Beim Fünfsaiter habe ich Bässe und Mitten angehoben und gleichzeitig die Höhen komplett abgesenkt. Das Ergebnis ist ein wunderbar weicher Sound, der herrlich schnurrt und sich bestens für R&B oder ähnliche Genres eignet.

Audio Samples
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Viersaiter, Neck-PU, Bass-Boost: 70%, Treble-Boost: 90% Fünfsaiter, Neck-PU, Bass-Boost: 40%, Mid-Boost: 30%, Treble-Cut: 100%
Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Optisch sogar noch ein gutes Stück edler als sein Teambuilt-Bruder: Warwick Masterbuilt Fortress NT 5 Limited Edition 2026

Fazit – Warwick Fortress Limited Edition 2026

Mit der Fortress Limited Edition 2026 ist Warwick eine würdige Neuauflage eines eigenen Klassiker-Modells gelungen. Beide Modelle überzeugen mit einer angenehm zurückhaltenden, gleichzeitig aber ausgesprochen edlen Optik, hervorragendem Spielkomfort und einer traumhaften Ergonomie. Klanglich liefern sowohl Warwick Teambuilt als auch der Warwick Masterbuilt genau das, was man von einem modernen Boutique-Bass erwarten darf: Ausgewogen-detailreiche Sounds mit reichlich Sustain und einem breiten Einsatzspektrum – mit den Bässen kann man eigentlich alle Genres bedienen!

Trotz der zahlreichen Gemeinsamkeiten besitzen beide Bässe aber durchaus ihren eigenen Charakter. Der Teambuilt-Viersaiter wirkt durch seine Schraubhals-Konstruktion spürbar direkter, spritziger und reagiert extrem lebendig auf die Spieldynamik. Der Masterbuilt-Fünfsaiter setzt dagegen auf mehr Ruhe, Autorität und eine besonders gleichmäßige Ansprache über das gesamte Griffbrett. Hinzu gesellen sich die flexiblere Dreiband-Elektronik, einige hochwertige Ausstattungsdetails (wie beispielsweise die GraphTech-Tuner) und natürlich jede Menge liebevoller Luxusmerkmale, die den exklusiven Charakter des Warwick Masterbuilt LTD 2026 zusätzlich unterstreichen.

Dass der Masterbuilt rund doppelt so viel kostet wie der Teambuilt, bedeutet allerdings keineswegs, dass er auch doppelt so gut klingt. Vielmehr verfolgen beide Instrumente unterschiedliche Konzepte: Der Teambuilt präsentiert sich etwas bodenständiger und wirkt wie das perfekte Arbeitsgerät für den professionellen Alltag, während Warwick beim Masterbuilt wirklich alle Register zieht und in Sachen Materialien, Ausstattung und Liebe zum Detail keinerlei Kompromisse eingeht.

Unterm Strich gilt deshalb für beide Modelle meine klare Empfehlung. Wer einen hervorragend spielbaren, in Deutschland gefertigten Boutique-Bass mit eigenständigem Charakter sucht, macht weder mit dem Teambuilt noch mit dem Masterbuilt etwas falsch. Die Entscheidung hängt am Ende weniger vom Klang als vielmehr von den persönlichen Vorlieben und dem Budget ab. Lange überlegen sollte man allerdings nicht – bei weltweit gerade einmal 120 Teambuilt-beziehungsweise 30 Masterbuilt-Instrumenten dürfte die Fortress Limited Edition 2026 schneller vergriffen sein, als vielen lieb ist!

Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026
Traumbässe fürs Leben: Warwick Teambuilt Fortress Limited 2026 & Warwick Masterbuilt Fortress Limited 2026
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  • Technische Spezifikationen:
  • Warwick Fortress 5 Masterbuilt Limited Edition 2026
  • Hersteller: Warwick
  • Herstellungsland: Deutschland
  • Modell: Warwick Masterbuilt Fortress Limited 2026 5-String
  • Mensur: 34 Zoll (Long Scale)
  • Korpus: gekammerter Korpus aus amerikanischer Sumpfesche, Decke aus 3/8″ Master Reserve Amara-Ebenholz, Natural Blackburst (Decke) / Bleached Nirvana Blackburst (Korpus und Seiten)
  • Hals: Hidden Neck-Through, Flamed Maple, vierteilige Laminierung mit Ekanga-Streifen, Amara Ebony-Griffbrett (Radius: 26“), 24 Jumbo-Messingbünde, Invisible Fretwork Technology
  • Tonabnehmer: Aktive MEC Soapbar Humbucker mit schwarz verchromter Metallabdeckung
  • Elektronik: Aktive MEC 3-Band Elektronik mit wiederaufladbarem Lithium-Akku
  • Regler: Volume (P/P), Balance, Mid, Treble & Bass (Doppelpoti)
  • Hardware: zweiteiliger Warwick 3D-Steg mit Messing-Saitenreitern, Warwick Security Locks, GraphTech Ratio Stimmechaniken mit Ebenholzflügeln, Just-A-Nut III Sattel aus Messing
  • Gewicht: 4500g
  • Zubehör: Warwick Masterbuilt Leder User Kit, Warwick Masterbuilt Ledergurt mit Blindprägung, handgemachte schwarzer Ledertasche von RockBag und Warwick Limited Edition Echtheitszertifikat, handsigniert von Nicolas Wilfer, Security Locks, Werkzeug
  • Preis: 9.980,- Euro (Ladenpreis im Oktober 2026)
  • ——————————————————————————————-
  • Warwick Fortress 4 Teambuilt Limited Edition 2026
  • Hersteller: Warwick
  • Herstellungsland: Deutschland
  • Modell: Warwick Teambuilt Fortress Limited 2026 4-String
  • Mensur: 34 Zoll (Long Scale)
  • Korpus: gekammerter Korpus aus amerikanischer Sumpfesche, Decke aus 3/8″ Amara-Ebenholz, Natural Blackburst Transparent matt (Decke) / Nirvana Blackburst in transparent Matt (Boden und Zargen)
  • Hals: dreiteiliger geschraubter Hals aus Ahorn mit Ekanga-Furnierstreifen, Amara Ebony Griffbrett (Radius: 20“), 24 Jumbo-Messingbünde, Invisible Fretwork Technology
  • Tonabnehmer: Aktive MEC Soapbar Humbucker mit schwarz verchromter Metallabdeckung
  • Elektronik: Aktive MEC 2-Band-Elektronik mit wiederaufladbarem Lithium-Akku
  • Regler: Volume (P/P), Balance, Treble, Bass
  • Hardware: zweiteiliger Warwick 3D-Steg mit Messing-Saitenreitern, Warwick Security Locks, Warwick-Stimmechaniken, Just-A-Nut III aus Tedur
  • Gewicht: 3950g
  • Zubehör: Warwick Teambuilt User Kit, Warwick Teambuilt Ledergurt – schwarz mit Blindprägung, RockBag Starline Gigbag und Warwick Limited Edition Echtheitszertifikat, Security Locks, Werkzeug
  • Preis: 5.690,- Euro (Ladenpreis im Oktober 2026)
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Warwick Teambuilt & Masterbuilt Fortress Limited Edition 2026

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