Anzeige

Apogee Jam+ Test

Praxis

Sound and Recording 

Aufgrund der Beschreibungen auf der Homepage von Apogee teste ich erstmal die Klangqualität des Kopfhörerausgangs. Denn Apogee sagt, dass die Wiedergabequalität des Audiomaterials durch eine Samplingrate von bis zu 96 kHz verbessert würde. Um das zu prüfen, habe ich meinen Kopfhörer erst mit dem Adapter von Apple an meinen Kopfhörer angeschlossen und danach den selben Song nochmal über den Kopfhörerausgang des Apogee Jam+ laufen lassen. Ich konnte keinen Unterschied feststellen. Jedenfalls keinen, der eine Kaufentscheidung beeinflussen würde. Die Lautstärkeregelung des Kopfhörers erfolgt übrigens nicht am Apogee Jam+, sondern über das Gerät, mit dem es verbunden ist. Was mir aber direkt gefällt ist, dass hier „Plug and Play“ funktioniert. Kein Treiber oder das Handbuch sind notwendig, um sofort loszulegen.

Alles was man braucht, passt in eine Tasche: Aufnehmen mit dem Apogee Jam+.
Alles was man braucht, passt in eine Tasche: Aufnehmen mit dem Apogee Jam+.

Das Signal kommt klar, deutlich und ohne Rauschen an. Ein insgesamt warmer, und vor allem im Bassbereich dichter Sound. Aber es klingt eben wie eine E-Gitarre, die direkt ins Pult geht. Für den Fall hat Apogee ja noch ein Extra: die BIAS-FX-Software. Registriert man das Jam+ auf der Homepage von Apogee, bekommt man von Positive Grid einen Downloadcode, um sich die Software herunterzuladen. BIAS FX ist eine Amp- und Effektsimulation, die stand-alone, oder als Plugin funktioniert, inklusive dreier Amps und sechs Pedaleffekten. Dieses gilt allerdings nur für den Mac/PC. Für iOS-Geräte kann man sich BIAS FX einfach aus dem App Store laden. Dass da wiederum andere Sounds und Presets gespeichert sind, ist etwas verwirrend.
Gerade bei einem Leadsound mit Delay zeigt sich aber, dass der Knopf für latenzfreie Aufnahmen eine gute Idee ist: Es fühlt sich zwar anfangs etwas merkwürdig an, das unbearbeitete Signal zusammen mit dem Endergebnis zu hören, hilft aber für ein korrektes Timing ungemein.

Und wie klingt es nun?

Die erste Audioaufnahme mit dem Apogee Jam+ zeigt das unbearbeitete E-Gitarrensignal. Einmal im Clean Mode und danach noch mal im Overdrive Mode. Bei dieser Aufnahme habe ich eine Custom SG mit Logic am Macbook aufgenommen. Man hört einen weichen Sound ohne überbetonte Höhen und absolut keine Nebengeräusche. Nach einer kurzen Pause kommt das übersteuerte Signal des Overdrive-Modus.

Audio Samples
0:00
Pure

Aufnahme zwei ist dieselbe Aufnahme durch die mitgelieferte BIAS-FX-Software geschleift. Das Preset heißt „Default Clean“. Hier hört man sehr schön, was passiert, wenn man in den Overdrive Mode schaltet.

Audio Samples
0:00
“Default Clean”

Das dritte Klangbeispiel ist eine Gibson J-160E, die mit einem Fishman-Pickup an das Apogee Jam+ angeschlossen wurde. Keine Bearbeitung, kein EQ, nichts. Hier kann man schön die Bässe heraushören, die das Apogee Jam+ einfängt.

Audio Samples
0:00
Acoustic

Bei Aufnahme vier habe ich die SG mit einem iPadPro und Garage Band aufgenommen. Dieses Preset heißt Crunch Starter. Das geht für einen Starter schon mächtig in die Zerrung.

Audio Samples
0:00
“Crunch Starter”
Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.