Anzeige

Antress Seventh Sign Test

Praxis

Die Bedienung des Seventh Sign geht wie beim Original recht flott von der Hand: Einen Threshold gibt es demnach nicht und so wird dieser einfach über den Eingangslevel mitbestimmt. Umso mehr „Saft“ man also reingibt, desto „eher“ bzw. stärker fängt der 1176-Clone an zu komprimieren und zu „limiten“. 
Dabei kann man den zeitlichen Verlauf der „Überschreitung“ bzw. den Regelvorgang mit den Parametern Attack und Release nach eigenem Gusto anpassen, wobei man hier vor allem in Verbindung mit dem Input- und dem Attack-Parameter sehr schön die Transienten formen kann, um ordentlich „Knack“ zu erzeugen. Aber seht und hört doch lieber selbst!

Die unterschiedlichen Ratio-Settings bieten hier also nicht nur einfach eine härtere Kompression, sondern arbeiten auch die unterschiedlichen Kompressionskurven nach, so wie sie sich auch im Original wiederfinden, und vor allem im All-Button-In Mode zu hören sind. Hier noch ein paar mehr Audiobeispiele mit unterschiedlichen Settings.

Audio Samples
0:00
Bass – DRY Bass – Ratio 4, Fast Release, FAST Attack Bass – Ratio 4, Fast Release, MEDIUM Attack Vox – DRY Vox – Ratio 12, Fast Attack, Medium Release Metal – DRY Metal – All-Button-In, Fast Release, SLOW Attack Metal – All-Button-In, Fast Release, MEDIUM Attack Metal – All-Button-In, Fast Release, FAST Attack
Dass es momentan jedoch nicht wirklich möglich ist, den Klang analoger, nicht-linearer Schaltkreise zu 100 Prozent zu emulieren, nehmen wir einfach mal als Tatsache hin. Nichtsdestotrotz klingt das kostenlose Plug-In von Antress bei moderaten Settings sehr gut und bildet vor allem den Bedienungs-Charakter gut nach, wodurch dieser Kompressor grundsätzlich erst mal einfach und schnell zu bedienen ist, was ohne Zweifel gut ist und in Anbetracht  des „Null-Preises“ durchaus mit „hervorragend“ tituliert werden kann. 
Weiterhin ist positiv anzumerken, dass es sich um ein Stereo-Plug-In handelt, es sich also auch auf der Summe behaupten kann, um im Mastering-Kontext Pegel-Spitzen abzufangen, was bei dem Original nur mit optionalem Stereo-Linking funktionierte bzw. dem 1178 vorbehalten blieb. 
Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.