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Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick Test 

Teenage Engineering operiert im oberen Preissegment, hat mit der Pocket-Operator-Serie aber auch den Poor Chic für sich entdeckt. Seitdem nähern sich die Extreme: günstig, kompakt und trotzdem typisch Teenage Engineering. Mit der K.O.-Serie erhält man erstaunlich ausgereifte Sampler und Sequenzer mit kompakten Maßen und solider Portabilität in leichter Lego-Optik.

Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick Test 

Inzwischen als KOII mit mehr Speicher sowie als Sondereditionen wie Medieval, Supreme oder Riddim erhältlich, fehlte bisher nur ein passender Mixer in der Preisrange: Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick im Test – für 190 Euro fast wie ein Spielzeug-Pioneer-DJ-Mixer.

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Teenage Engineering EP-40 Launch Bundle
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Kundenbewertung:
(19)
Teenage Engineering EP-133 K.O. II 128MB
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Kundenbewertung:
(6)
Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • 2-Channel Stereo Mixer mit Audiointerface
  • kreative BPM-synchrone Effektsektion
  • drei verschiedne EQ-Modi inklusive parametrischer Variante
Contra
  • kein Preamp

Highlights Teenage Engineering EP-136 K.O. Sidekick 

  • Digitaler Stereo-Mixer mit zwei Kanälen und Auto-Beat-Match-Funktion
  • 3 EQ-Styles sowie FX-Unit mit Filter, Delay, Tape, Loop, Tremolo & Sirene
  • Druckempfindliches Pad für “Knock–Out-FX” Performance inkl. Sequencer
  • 2x Line- und 1x Aux-In, 1x Main- und 1x Cue-Out
  • USB-Class-Compliant 8-In/4-Out Audiointerface

DETAILS & PRAXIS

Peg me, Baby!

Der TE Sidekick ist ein portables Digital-Mischpult mit derselben Tiefe wie die EP-136 K.O.-Sampler. Mithilfe passender Lego-Verbinder lassen sich die Geräte zusammenstecken. Unter dem oberen Deckel sitzt ein Batteriefach für zwei AAA-Zellen, alternativ kann die Unit via USB-C mit Strom versorgt werden.

 EP-136 K.O. Sidekick Power 

Über USB liefert das flache Mischpult außerdem MIDI und funktioniert Class-Compliant als Audiointerface mit 8 Inputs und 4 Outputs bei ausschließlich 48 kHz. Anders gesagt: Ihr könnt hier problemlos zwei Decks aus einer DJ-Software wie Traktor und Co. mischen. Oder auch ein iPhone anklemmen.

Der vorderseitige Kopfhörer-Ausgang lässt sich zwar nicht separat über das Interface adressieren – zum individuelles Vorhören stehen aber zwei CUE-Taster am Gerät selbst bereit. Möchte man den Mix hören, muss man beide Cues drücken. Der Kopfhörer-Ausgang ist dabei kräftig und klingt auch gut. Einen Aux-Send gibt es nicht.

6-Kanal-Mixer mit Stereo-Features

Der kleine Mixer bietet zwei vollwertige Stereo-Kanäle mit Lego-Kappen sowie einen dritten Aux-Input ohne Bedienelemente. In allen Eingängen stehen Miniklinke und USB bereit. Die beiden Hauptkanäle lassen sich darüber flexibel als Stereo-, Mono- oder Split-Kanäle betreiben, womit sich insgesamt bis zu sechs Signale mischen lassen.

Teenage Engineering EP-136 K.O. Anschlüsse
Miniklinke sei dank: Ausgang, Aux-Eingang, Stereo-Eingang 1, Stereo-Eingang 2, USB-C Anschluss sowie Power- Schiebeschalter. An den Seiten sehr ihr drei Löcher für die Lego-Verbinder.

Jeder Kanal verfügt über einen üppigen Gain-Regler sowie drei EQ-Regler, der Aux nur über eine Level-Regelung. Der Equalizer bietet drei umschaltbare Modi, die sich Studio, DJ und parametrisch nenn und allesamt Sinn machen. Zusätzlich lässt sich der Eingriff des EQs auf 6, 12, 18 oder 24 dB begrenzen.

Alle Effekte, darunter die EQs, werden in dem kleinen aber feinauflösenden Display liebevoll animiert. Darüber besitzen beide Stereo-Kanäle jeweils einen Kompressor mit unterschiedlich-angehauchten Charakteristiken namens A, B und C sowie regelbarem Threshold. Aktiviert wird dieser über den Push-Befehl der orangen Gain Encoder. Die EQs sowie der Main- und Phones-Level sind indes als Poti gestaltet.

Teenage Engineering EP-136 K.O. Dispay
Extreme viel Detail im kleinen Display. Hier die Übersicht mit Cue und FX Status, Level 1 und 2 sowie Master und gewählten Effekt.

Motion Control: Groovy FX mit Kipphebel

Highlight ist die ausgefuchste und hochwertige Effekt-Sektion des Pults: Filter, Delay, Tape-Stop/Forward, Loop, Tremolo und eine “Sirene”. Sämtliche Effekte arbeiten BPM-genau mit Auto-Sync, wodurch sich lässige Delays, Dub-Echos und weitere rhythmische Spielereien spontan einstreuen sowie teil-automatisierten lassen.

Für die Performance der Effekte gibt es einen drucksensitiven Gummitaster unter dem Display sowie einen funky orangefarbenen Kipphebel. Mit Letzterem lassen sich etwa Delay-Zeiten spontan verdoppeln oder halbieren, das Filter verschieben oder das Bandlaufwerk bedienen. Rewind-Selektor!

Mit dem Kippschalter werden die Effekte zusätzlich moduliert, der Haupteffekt geht vom Druck auf das Gummi-Pad darüber aus!

Über zwei Takte können darüberhinaus die Bewegungen des Gummitasters und des Kipphebels aufgezeichnet und anschließend geloopt werden. Das funktioniert angenehm intuitiv – und für beide Kanäle gibt es FX individuell!

Alternative aus eigenen Reihen

Das Ganze erinnert stark an den Teenage Engineering TX-6 – den edlen Boutique-Mixer von Teenage Engineering, der neben exklusivem Finish auch noch mehr Power bietet: sechs Stereo-Kanäle dazu Aux-Send/Return, umfangreiches Routing, mehr Effekte sowie ein üppigeres USB-C-Audiointerface sprechen durchaus für sich.

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Teenage Engineering TX-6
Teenage Engineering TX-6
Kundenbewertung:
(14)
Teenage Engineering TX-6 Black
Teenage Engineering TX-6 Black Bisher keine Kundenbewertung verfügbar

Allerdings kostet der exquisite Alu/Leder-Spaß in Schwarz oder Silber 1200 Euro, was den TX-6 sechsmal so teuer wie der Sidekick Plastik-Bomber macht. Selber zusammenbauen ist übrigens längst auch nicht mehr angesagt, im verschweißten Bio-Karton geliefert ereilte mich der KO-Mixer bereits solide zusammengesteckt.

Early Bird

Nicht jeder Effekt sitzt allerdings bereits perfekt: Der Filter reagiert über den orangefarbenen Kippregler teilweise etwas zu schroff und hektisch. Deutlich gelungener sind dagegen die Tape-Effekte mit Fast-Forward- und Reverse-Manövern, die erstaunlich authentisch klingen. Auch der Looper eignet sich hervorragend für rhythmische Stotter- und Glitch-Effekte und macht gerade in Kombination mit dem Motion-Recording sofort Laune.

Etwas sonderbar verhielt sich in unserer frühen Testversion das Delay: Dieses war ausschließlich über den Master-Ausgang hörbar, nicht jedoch über den Cue bzw. Kopfhörer. Für DJ-artige Vorhör-Szenarien eher unpraktisch – hoffentlich bessert Teenage Engineering noch per Firmware-Update nach.

Fazit: EP-136 KO Sidekick Test

Mit dem EP-136 K.O. Sidekick liefert Teenage Engineering keinen Mini-Mixer, sondern ein stylisches Performance-Tool zwischen DJ, FX und Audiointerface. Das Konzept wirkt typisch Teenage Engineering: verspielt, leicht absurd, aber erstaunlich durchdacht. Trotz kompakter Maße bekommt man zwei hoch-funktionale Stereo-Kanäle, Auto-Beat-Match-FX, brauchbare Kompression, verschiedene EQ-Charakteristiken sowie ein gutes USB-Audiointerface dazu.

Besonders stark ist die Effektsektion gelungen. Die BPM-synchronen Delays, Tape- und Loop-Spielereien machen Spaß und wirken musikalischer als Gimmick-FX anderer Kompaktmixer. Dazu kommen Performance-Features wie der drucksensitive Gummitaster und der orange Kipphebel, die dem Sidekick fast was von einem kleinen Instrument verleihen.

Natürlich gibt es Einschränkungen: Kein Aux-Send, kein separat adressierbarer Cue-Out über USB und ausschließlich 48 kHz. Außerdem bleibt die Verarbeitung trotz Lego-Look eher „Pocket Operator“ als Boutique. Wer ein ultrakompaktes DJ-, Jam- oder Live-Setup mit maximalem Style-Faktor sucht, bekommt hier aktuell einen der originellsten Mini-Mixer am Markt!

Features

  • 2x 3,5-mm-Stereoeingänge
  • 3,5-mm-Stereo-Aux-Eingang
  • 3,5-mm-Main-Ausgang
  • 3,5-mm-Cue-Ausgang (Kopfhörer)
  • 6 Knock–Out Performance FX™
  • Druckempfindliches FX-Pad
  • Tap FX Sequencer™
  • Dual Channel Beat-Match
  • 3 EQ-Stile
  • Hochauflösendes, farbiges Custom-LCD-Display
  • Stromversorgung über 2x AAA-Batterien oder USB-C
  • USB-Audio-Interface mit 8 Ein- und 4 Ausgängen, sowie MIDI-Controller
  • Abmessungen: 24 x 8,8 x 1,6 cm
  • Gewicht: 300 g
  • PREIS: € 189 (Straßenpreis am 7. Mai 1986)
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