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Yamaha EAD10 Drum Module Test (2020)

Fazit

Die Befürchtung, dass es sich beim Yamaha EAD10 System nur um ein interessantes Spielzeug im E-Drum-Segment handelt, bewahrheitet sich im Test nicht, im Gegenteil. Das kompakte Ensemble bietet wirklich gute Sounds und eine Fülle von Möglichkeiten, die es für viele Anwender interessant macht. So dürfte es in dieser Form aktuell alternativlos sein, weil es sich mit seinem Funktionsumfang sowohl an den Akustikschlagzeug spielenden Recording-Amateur richtet, der noch keinerlei Erfahrungen in diesem Bereich gemacht hat, als auch an den Profi, der schnell seine Sound-Palette erweitern möchte. Mit seiner Kombination aus Mikrofonen und Bassdrum-Trigger schlägt es eine Brücke zwischen den dynamischen Limitierungen eines klassischen E-Drumsets und der organischen Spielbarkeit eines akustischen Schlagzeugs. Dass auch noch eine interne Aufnahmemöglichkeit – die keinen Rechner erfordert – besteht, ein gut ausgestattetes Metronom an Bord ist und bei Bedarf sogar eine problemlose Erweiterung mit Pads möglich ist, lässt wirklich kaum Wünsche offen. Sogar eigene Wave-Samples kann das EAD10 verarbeiten. Im Live- oder Probeeinsatz ist zu beachten, dass die verbauten Mikrofone auch Umgebungsgeräusche wie Amps oder Monitore übertragen. Insgesamt wird eine glatte Fünfsterne-Bewertung nur durch die wenig stabil anmutende Verarbeitung des Steuerteils verhindert, welche die professionellen Einsatzmöglichkeiten etwas konterkariert. Davon abgesehen, gibt es hier für überschaubares Geld eine Menge Sounds, Klangqualität und Funktionen, für die man sonst deutlich mehr Aufwand betreiben müsste. Klare Antestempfehlung. 

Unser Fazit:
Sternbewertung 4,5 / 5
Pro
  • Schlüssiges, in dieser Form bisher einzigartiges Konzept
  • Sehr gute Klangqualität
  • Übersichtliches Bedienungskonzept
  • Viele Möglichkeiten der Integration in bestehende Setups
  • Umfangreicher, sinnvoller Funktionsumfang (Rechnerfreies Recording, Metronom, kostenfreie Rec ‘n’ Share App optional)
Contra
  • Wenig robust verarbeitetes Steuerteil
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Yamaha EAD10 Drum Module Test (2020)
Für 639,00€ bei
Das Yamaha EAD10 erweist sich als gut klingendes und umfangreiches Kreativ-Tool.
Das Yamaha EAD10 erweist sich als gut klingendes und umfangreiches Kreativ-Tool.

Technische Spezifikationen

  • Hersteller: Yamaha
  • Bezeichnung: EAD10, bestehend aus Sensor Unit und Steuerteil
  • Zubehör: Verbindungskabel zwischen Sensor Unit und Steuerteil, Anleitung (deutsch), Halter, Kabelbinder, Distanzgummis für Metall-Bassdrum-Spannreifen.
  • Herstellungsland: China
  • Preis (Verkaufspreis Januar 2020): 525,00 EUR

Seite des Herstellers: https://de.yamaha.com

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von Max Gebhardt

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Yamaha stellt die neuen Oberklasse E-Drum-Serien DTX8 und DTX10 vor
Drums / News

Yamaha erweitert seine E-Drum-Palette um die Oberklasse-Serien DTX8 und DTX10. Die Kits sind wahlweise mit Yamaha's TCS-Pads oder Mesh Heads erhältlich.

Yamaha stellt die neuen Oberklasse E-Drum-Serien DTX8 und DTX10 vor Artikelbild

Nachdem Yamaha letztes Jahr mit der Vorstellung der DTX6-E-Drum-Reihe für eine Überraschung sorgte, wird die Palette nun mit den Serien DTX8 und DTX10 nach oben hin erweitert. In jeder Serie gibt es zwei Modellvarianten, von denen eine mit TCS (Textured Cellular Silicone) Pads und die zweite mit Mesh Heads ausgestattet ist. Die DTX-8 Kits basieren auf dem bereits für das DTX6 verwendeten DTX-PRO Modul, dessen zentrales Feature die "Kit Modifier"-Funktion ist, welche es ermöglicht, wichtige Klangparameter spontan und intuitiv zu verändern. Sowohl die Snare als auch die drei Toms verfügen über Birkenholzkessel und sind mit 10 (Toms) bzw. 12 Zoll (Snare) Durchmesser größer als die TCS-Pads des DTX-6. Als Bassdrum kommt das KP90 Kick Pad zum Einsatz. Sowohl die 13" Crash Pads als auch das 15" Ride bieten drei Triggerzonen, bei der 13" Hi-Hat sind es zwei. Die Hardware besteht aus einem Rack mit Beckenhaltern, einem Snareständer und einer Hi-Hat-Maschine. Das Spitzenmodell DTX-10 beinhaltet größere Tom-, Bassdrum- und Cymbal Pads, ein erweitertes Racksystem und das neu entwickelte DTX-PROX Soundmodul. Vom PRO-Modell unterscheidet es sich durch eine Bluetooth-Funktion, acht Einzelausgänge und eine erweiterte Bedienoberfläche. Hierzu gehören beispielsweise Kanalfader sowie einer Mixer-Funktion für die Ein- und Ausgänge. Witerhin finden sich im DTX10 mehr Sounds, mehr Kits und eine deutlich größere Speicherkapazität für importierte Samples. Mehr Infos gibt's bei yamaha.com

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