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Kaufberatung Elektronische Drumsets

E-Drumsets erfreuen sich, gerade wenn es um das nachbarfreundliche Trommeln zu Hause geht, seit Jahren wachsender Beliebtheit. Angesichts der Vielzahl an Sets und der riesigen Preisspanne von 250 bis weit über 6000 Euro kann man hier leicht den Überblick verlieren. 

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In diesem Ratgeber stellen wir euch unsere Testsieger der jeweiligen Preisklassen vor. Außerdem erklären wir euch, neben den wichtigsten Fachbegriffen, die Vor- und Nachteile gegenüber einem akustischen Drumset und worauf ihr beim Kauf unbedingt achten solltet.

Testsieger in der E-Drum Einsteigerklasse:

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Millenium MPS-425 – Spielfreude und gute Sounds müssen nicht viel kosten

Am unteren Ende der Preisskala tummeln sich E-Drum Vertreter, an denen selbst unsere hartgesottenen Tester fast verzweifelt wären. Die Ausnahme bildet mit einem Preis von 380 Euro das Millenium MPS-425 E-Drumset, das für seinen geringen Preis erstaunlich gut klingt, ordentlich verarbeitet ist, gute Play-Along Songs bietet und sich, bis auf die etwas knappe Anzahl von lediglich fünf frei programmierbaren Speicherplätzen, kaum Schwächen leistet.

Testsieger in der E-Drum Mittelklasse

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Roland TD-17 – Der Allrounder mit ausgereiftem, zuverlässigen Konzept  

Roland kann auf eine langjährige Erfahrung in der Konzeption von E-Drums zurück blicken und setzte mit den Modellen TD-11 und TD-15 jahrelang den Standard in der preislichen Mittelklasse. Das TD-17KVX, komplett mit Mesh Head Pads ausgestattet, setzt die Erfolgsserie nahtlos fort. Preis, Verarbeitung, Sound, Bedienbarkeit und Ausstattung stehen bei keinem anderen Modell in einem so ausgewogenen Verhältnis wie beim TD-17KVX für 1540 Euro bzw. den kleineren, etwas einfacher ausgestatteten Brüdern TD-17KV und TD-17KL, letzteres schon für 920 Euro zu haben.

Testsieger in der E-Drum Oberklasse:

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Roland TD-50 – Wer das nötige Kleingeld hat, bekommt hier die Vollbedienung

Gut 4100 Euro muss man für die günstigste Variante des TD-50K auf den Tisch blättern, für den stolzen Preis von 6400 Euro bekommt man die TD-50KV Luxusausführung. Dem üppig mit Schaltern und Reglern bestückten Modul sieht man bereits auf den ersten Blick an, was in ihm steckt, nämlich eine riesige Sound-Auswahl mit unzähligen Editierungsmöglichkeiten. Was den Roland Boliden aber am entscheidendsten von der Konkurrenz abhebt, ist die extrem ausgereifte Trigger-Technik, die eine hervorragende Dynamik und vielfältige, zum Teil sehr realistisch anmutende Klangnuancen ermöglicht. Mit den digitalen Snare- und Cymbalpads hat das TD-50 gegenüber den Vorgängermodellen nochmal einen großen Schritt nach vorn gemacht – dichter dran am dynamischen Verhalten eines Akustik-Sets ist derzeit keines.

Tipp: Viele weitere E-Drumsets aller Preisklassen findest du in unseren E-Drum Testmarathons:

Die Einsteigerklasse – hier geht’s zum Vergleichstest
Die Mittelklasse – hier geht’s zum Vergleichstest
Die Oberklasse – hier geht’s zum Vergleichstest

Worauf ist beim Kauf zu achten? Hier gibt es die E-Drum Fakten.

E-Drumset – was ist das eigentlich? Die Unterscheidung der gängigen Modelle 

E-Drums in der Form, wie wir sie heutzutage kennen, nämlich als Nachbildungen akustischer Drumsets, nur eben mit elektronischer Klangerzeugung, gibt es bereits seit Anfang der 1980er Jahre. In vielen alten Videoclips kann man die sechseckigen Pads (als „Pads“ bezeichnet man alle Komponenten des E-Drumsets, die mit den Sticks malträtiert werden) der Firma Simmons erkennen, die aufgrund ihrer extrem harten Spielflächen für so manchen Handgelenkschaden gesorgt haben dürften. Da die Technologie zu der Zeit noch nicht reif für halbwegs authentische Becken-Sounds war, wurden elektronische Bassdrums und Toms häufig mit herkömmlichen Becken kombiniert, und auch akustische Snaredrums fanden oft Verwendung. Die Klangerzeugung der Module entsprach im Prinzip der eines analogen Synthesizers und hatte als zentrale Bestandteile einen Ton- sowie einen Rauschgenerator. Diese beiden Komponenten konnten beliebig gemischt und variiert werden, so dass eine für damalige Verhältnisse große Bandbreite an unterschiedlichen Sounds möglich war, die allerdings allesamt noch relativ wenig mit dem Klang von akustischen Trommeln zu tun hatten und eher als Sound-Effekte taugten. Allerdings waren die ersten E-Drums auch nicht als heimtauglicher Ersatz geplant, sondern sollten vor allem als eigenständige Soundquelle neben den akustischen Trommelsounds für zeitgemäße Umsetzung der damaligen Popmusik auf der Bühne und im Studio sorgen.
Es dauerte knapp zehn weitere Jahre, bis die Sounds der E-Drumsets aufgrund dank Sampling-Technologie zumindest annähernd „echt“ klangen. Anfang der 1990er Jahre tauchte im Portfolio des japanischen Herstellers Roland mit dem Modell TD-7 erstmals ein E-Drum Komplett-Set auf, das in seiner Konzeption den heutigen bereits sehr ähnlich war. Es verfügte über ein Sound-Modul mit über 500 Samples, organisiert in 32 Kits, und integriertem Sequencer, der die Aufnahme eigener Songs ermöglichte. Weiterhin gab es Pedale für Hi-Hat und Bassdrum sowie eine MIDI-Schnittstelle zur Kommunikation mit anderen Geräten.

Fotostrecke: 2 Bilder Ein Simmons Kit aus den 1980ern mit den typischen sechseckigen Pads
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E-Drums vs. akustisches Schlagzeug

Die Vor- und Nachteile

Der große Vorteil eines E-Drumsets gegenüber einer akustischen „Schießbude“ liegt sicherlich im reduzierten Geräuschpegel, der sogar ausgiebiges Trommeln in den eigenen vier Wänden möglich macht. Viele E-Drumsets bieten auch vorprogrammierte Übe-Songs, die im Tempo angepasst werden können sowie Trainingsfunktionen, mit denen Schnelligkeit und Genauigkeit kontrolliert und weiter entwickelt werden können. Auch das Trommeln zur persönlichen Lieblingsmusik ist über einen speziell dafür vorgesehenen Audio-Eingang in den meisten Fällen möglich. Der Schlagzeug-Nachwuchs wird zudem die Möglichkeit begrüßen, dem Sound-Modul verschiedenste Klänge zu entlocken, seien es nun Schlagzeug-, Percussion- oder Effekt-Sounds, zu denen gerne auch mal ein quietschender Reifen, ein zerspringendes Glas oder eine Polizeisirene gehören kann.

Während kleinere Kinder beim akustischen Drumset in Standardgrößen Mühe haben, die Pedale zu erreichen, ist dies bei E-Drumsets aufgrund der kompakten Bauform kein Problem. Erwachsene wiederum müssen sich, vor allem, wenn sie vom akustischen Schlagzeug kommen, an die meist relativ kleinen Durchmesser der Pads (üblich sind acht Zoll bei den Toms) gewöhnen. Wer damit nicht zurecht kommt, sollte Modelle wie das Alesis Strike Pro oder DM10Mk2 in Erwägung ziehen, deren Pads zwei bis vier Zoll größer als der Standard sind.

Fotostrecke: 2 Bilder Eine klassische fünfteilige Schießbude von Mapex: Das Mars Pro Rock Drumkit…
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Während man beim akustischen Drumset auf all diese Gimmicks und Features verzichten muss, sind hier – eine gewisse Erfahrung vorausgesetzt – natürlich mehr Klangnuancierungen durch verschiedene Anschlagtechniken sowie die Verwendung spezieller Sticks oder Besen möglich. Auch die Dynamik, also der Bereich zwischen leise und laut, ist um ein Vielfaches höher und ermöglicht ein wesentlich ausdrucksvolleres Spiel. Nicht zuletzt ist das Gefühl, das entsteht, wenn man auf eine akustische Trommel schlägt oder der Stock auf ein Becken trifft, selbst bei hochwertigen E-Drumsets nur sehr begrenzt reproduzierbar. Das gilt im besonderen auch für die Pedale. Ein so vielschichtiges und komplexes Instrument wie die Hi-Hat erfordert in der elektronischen Umsetzung einen großen Aufwand, der sich auch deutlich im Preis niederschlägt. Am dichtesten dran am akustischen Vorbild sind auf einem herkömmlichen Hi-Hat Stativ montierbare Kombinationen aus oberem Hi-Hat-Becken und einem darunter befindlichen Sensor wie das Roland VH-11 Modell oder sogar Varianten mit zwei Becken-Pads wie das Top-Modell Roland VH-13MG, für das der Hersteller allerdings auch 600 Euro aufruft. Die preisgünstigeren Modelle bestehen aus einem einzelnen Becken-Pad mit separatem Pedal, genannt Hi-Hat Controller, welches durch Niedertreten vom Sound der geöffneten zur geschlossenen Hi-Hat wechselt.

Fotostrecke: 2 Bilder Die Roland VH-11 Hi-Hat wird auf einem herkömmlichen Hi-Hat Stativ montiert.
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Aufbau, Konstruktion und Platzbedarf

Der zentrale Bestandteil eines E-Drumset besteht aus einem Gestell, dem so genannten Rack, an dem, abgesehen vom Bassdrum-Pad und dem Hi-Hat Controller, sämtliche Trommel-Pads, die Beckenhalter sowie das Sound-Modul befestigt werden. Höhe und Neigungswinkel der einzelnen Komponenten können den individuellen Vorlieben angepasst werden. Die nötigen Klammern zur Befestigung der Pads und Beckenhalter sind üblicherweise schon an den Aluminiumrohren des Racks befestigt, so dass diese im Prinzip nur noch zusammen gesteckt werden müssen. 30 – 45 Minuten sollte man auf jeden Fall für den Aufbau inklusive vollständiger Verkabelung einplanen. Aber keine Angst, jedem E-Drumset liegt eine detaillierte Aufbauanleitung bei. Ein komplettes E-Drumset beansprucht eine Fläche von etwa 100 x 60 cm.

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Schlagzeug spielen in der Wohnung

Zum Thema Trittschall: Die Pads und Pedale

Trotz des großen Lautstärkeunterschiedes zwischen einem Schlagzeug und einem E-Drumset sollten, sofern das Set in der Wohnung eingesetzt werden soll, gewisse Dinge beachtet werden. 
Trommel-Pads mit Schlagflächen aus Gummi sind selbstverständlich in puncto Lautstärke nicht mit einer akustischen Trommel zu vergleichen, allerdings auch alles andere als geräuschfrei. Das Trommeln mit den Fingern auf einer Tischplatte beispielsweise erzeugt eine ähnliche Geräuschkulisse. Wem das zu laut ist, der sollte ein Set mit so genannten Mesh Heads in Erwägung ziehen. Dabei handelt es sich um spezielle, mit einem integrierten Tonabnehmer ausgestattete Gewebefelle, die, neben der reduzierten Lautstärke, den Vorteil bieten, dass sie mittels herkömmlicher Stimmschrauben der Spannung eines handelsüblichen Fells angepasst werden können. Mesh Head Pads sind in der Regel teurer als Gummi-Pads und können ihre Qualitäten vor allem auf der zentralen Trommel des Drumsets, der Snaredrum, voll ausspielen.

Fotostrecke: 2 Bilder Häufig bei preisgünstigen Sets zu finden: Gummi-Pads mit Kunststoffgehäuse, hier von Millenium.
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Die stärkste Geräuschentwicklung geht im allgemeinen vom Bassdrum-Pad aus. Da es auf dem Boden steht und mit einer Fußmaschine angeschlagen wird, können in hellhörigen Mietshäusern auch die in der unteren Etage ansässigen Nachbarn problemlos an den Trommeletüden teilhaben. Abhilfe können hier spezielle, als Schlagzeugzubehör erhältliche Gummimatten wie der Roland NE-10 Noise Eater schaffen, die den Trittschall reduzieren, allerdings auch nicht komplett eliminieren können. Noch effektiver, allerdings auch teurer, ist das Thomann Drum Noise Elimination Podium. Am nachbarfreundlichsten sind spezielle Fußpedale, die den Sound durch einen Kontakt unter dem Trittbrett auslösen, also über keinen Schlägel verfügen und somit kaum Trittschall erzeugen. Der Nachteil dieser Konstruktion liegt im Spielgefühl, welches sich deutlich vom Treten einer gewöhnlichen Fußmaschine unterscheidet.

Fotostrecke: 2 Bilder Fast schon so groß wie eine (kleine) echte Bassdrum: Das Alesis Strike Pro Kick Pad …
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Das Sound-Modul des E-Drums

Voices, Kits, Songs, Trainingsfunktionen

Die Hersteller von E-Drumsets versuchen sich in Bezug auf die Anzahl der internen Sounds, allgemein auch Voices genannt, gegenseitig zu überbieten. Tatsache ist aber, dass 100 hochwertige Klänge auf die Dauer mehr Freude bereiten als 400 Sounds, die klingen wie vor 20 Jahren. Man sollte sich von der Zahl also nicht allzu sehr blenden lassen, sondern vor allem bei den akustischen Klängen auf größtmögliche Authentizität achten. Durch Veränderungen der Tonhöhe, der Klangfarbe und durch das Hinzufügen von Hall oder anderen Effekten können die Sounds teilweise drastisch variiert werden. Einige E-Drumkits erlauben auch das Importieren eigener Sounds über einen USB-Stick.
Neben einer gewissen Anzahl vorprogrammierter Kits, also Sound-Zusammenstellungen für bestimmte Genres, gibt es meistens – aber nicht immer! – auch frei belegbare Speicherplätze, auf denen eigene Kits abgelegt werden können. Wer also kreativ werden möchte, sollte auf dieses Feature achten.
Eine hervorragende Möglichkeit zum Üben bieten die internen Songs, die von einem einfachen Cowbell-Pattern bis zu 16-taktigen Arrangements reichen können. Durch die Möglichkeit, das Tempo zu verändern und gezielt bestimmte Instrumente stumm zu schalten, kann man sich problemlos seine Wunschbegleitung zusammen stellen.
Wer seine eigenen Fortschritte regelmäßig unter Kontrolle haben möchte, wird die in vielen E-Drumsets vorhandenen Trainingsfunktionen begrüßen, die Übungen beinhalten, bei denen es auf Tempo und Genauigkeit ankommt. Am Ende gibt es meistens sogar eine Punktzahl, so dass die Kids regelrechte Wettbewerbe veranstalten können.

Fotostrecke: 2 Bilder Nichts für Laien: Die Schaltzentrale des Roland TD-50 Drumkits.
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Wie „echt“ muss es klingen?

Mehrzonen-Pads, Digital-Pads, Dynamik, Positionserkennung und Latenz

E-Drumsets der unteren Preisklasse bieten häufig nur einen Sound pro Pad. Während das bei den Toms und den Crash-Becken keinen großen Nachteil bedeutet, bleiben die Ausdrucksmöglichkeiten bei so komplexen Instrumenten wie der Snaredrum oder dem Ride-Becken etwas eingeschränkt. Wer gerne Rimshots spielt und, wie zum Beispiel im Jazz oder verwandten Genres, vorwiegend das Ride-Becken als Timekeeper benutzt, wird langfristig mit Zwei- oder Dreizonen-Pads glücklicher. Allerdings sollte, vor allem bei den Becken-Pads, auf eine saubere Zonentrennung geachtet werden, damit es sich auch wirklich authentisch anfühlt. Eine „Choke“-Funktion, die es erlaubt, ein Becken kurz nach dem Anschlag durch Festhalten abzustoppen, findet man heutzutage sogar bei den preisgünstigen E-Drumsets.
An die dynamischen Verläufe akustischer Trommeln kommen selbst teure E-Drumsets immer noch nicht heran. Während die Ansprache bei leisen Anschlägen meistens kein Problem ist, zeigen die Abstufungen bis zum oberen Limit eine recht grobe Auflösung. 
„Immerhin können aber einige Kits der höheren Preisregionen wie zum Beispiel das Roland TD-50 mit einem „versteckten“ Feature aufwarten, das ein natürliches Spielgefühl begünstigt, der Positionserkennung. Dabei registriert das Modul, an welcher Stelle das Pad angeschlagen wurde und erzeugt, je nach Position, leicht unterschiedliche Klänge, die dem berüchtigten „Machine Gun“-Effekt, von dem man spricht, wenn bei schnellen Snare-Wirbeln jeder Schlag exakt gleich klingt, entgegen wirken sollen. Das digitale Snarepad des TD-50 ist sogar in der Lage, zu erkennen, ob ein Stock auf dem Fell aufliegt und stellt in diesem Fall automatisch den Rimclick-Sound bereit.“
Sehr wichtig für ein natürliches Spielgefühl ist auch die zeitliche Verzögerung zwischen dem Anschlagen des Pads und dem Erklingen des Sounds, genannt Latenz, die natürlich so gering wie möglich ausfallen sollte. Über diese Werte schweigen sich die Hersteller, oft aus gutem Grund, aus, denn selbst in der oberen Preisklasse gibt es hier Ausreißer, die ein Spielgefühl vermitteln, als müsste man einen 30-Tonnen Truck von Null auf Hundert beschleunigen. Merke: es ist nicht immer der Drummer, der „schleppt“. Hat man beim Probespielen den Eindruck, den Sound als eine Art Echo des Stockaufschlags zu hören, ist dies ein sicheres Zeichen für einen zu hohen Wert und gleichzeitig ein Garant für verminderte Spielfreude.

Fotostrecke: 3 Bilder Neben der Hauptspielfläche bietet das Yamaha TP70S Pad noch zwei weitere Spielzonen am Rand.
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Anschlüsse und Erweiterungsmöglichkeiten

Die im Handel erhältlichen vorkonfigurierten E-Drumsets bestehen zumeist aus Snare, Bassdrum, drei Toms, zwei Becken und einer Hi-Hat. Einige Modelle bieten die Möglichkeit, weitere Pads anzuschließen, für die im Modul separate Kanäle zur Verfügung stehen. Plant man eine Erweiterung des Sets, ist es ratsam, keine markenfremden Pads zu verwenden, da es häufig Kompatibilitätsprobleme gibt. Im Zweifelsfall heißt es: einfach ausprobieren. Über MIDI- oder USB-Verbindungen ist es möglich, das eigene Spiel auf eine Recording Software aufzuzeichnen, auf Sound-Datenbanken im Rechner zuzugreifen oder Sounds, Kits und Songs auf externen Medien zu speichern. Der obligatorische Audio- oder Aux-Eingang zum Anschluss eines CD- oder MP3-Players oder des Smartphones ist mittlerweile an praktisch allen Sets zu finden. Einige Module der oberen Preisklasse wie zum Beispiel das viel zitierte Roland TD-50 verfügen, neben den herkömmlichen Stereo-Ausgängen, über Einzelausgänge, die in Live-Situationen die gezielte Klangbearbeitung einzelner Instrumente am Mischpult zulassen. Für den Hausgebrauch ist dieses Feature weniger von Bedeutung.

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Tipp: Viele weitere E-Drumsets aller Preisklassen findest du in unseren E-Drum Testmarathons:

Die Einsteigerklasse – hier geht’s zum Vergleichstest
Die Mittelklasse – hier geht’s zum Vergleichstest
Die Oberklasse – hier geht’s zum Vergleichstest

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von Lars-Oliver Horl

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Thorsten Krischer sagt:

#1 - 01.08.2018 um 11:42 Uhr

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Zitate aus diesem Artikel:"E-Drums in der Form, wie wir sie heutzutage kennen, nämlich als Nachbildungen akustischer Drumsets, nur eben mit elektronischer Klangerzeugung, gibt es bereits seit Anfang der 1980er Jahre.""Anfang der 1990er Jahre tauchte im Portfolio des japanischen Herstellers Roland mit dem Modell TD-7 erstmals ein E-Drum Komplett-Set auf, das in seiner Konzeption den heutigen bereits sehr ähnlich war.""Die Hersteller von E-Drumsets versuchen sich in Bezug auf die Anzahl der internen Sounds, allgemein auch Voices genannt, gegenseitig zu überbieten. Tatsache ist aber, dass 100 hochwertige Klänge auf die Dauer mehr Freude bereiten als 400 Sounds, die klingen wie vor 20 Jahren.""An die dynamischen Verläufe akustischer Trommeln kommen selbst teure E-Drumsets immer noch nicht heran. Während die Ansprache bei leisen Anschlägen meistens kein Problem ist, zeigen die Abstufungen bis zum oberen Limit eine recht grobe Auflösung."Mein Fazit dazu:Leistungsfähige Schlagzeug Simulationen müssen erst noch erfunden werden! Dieses Marktsegment ist einmalig. Hier werden altertümliche Technologien der 90er Jahre für richtig teures Geld verkauft. Eigentlich undenkbar! Immerhin wird hier auch von einer "Oberklasse" gesprochen. Einen professionellen Bereich gibt es in diesem Marktsegment erst gar nicht.Die einzigen Komponenten welche für dieses Zwecke ansatzweise taugen, wären moderne 3-ply Mesh-Gewebefelle etwa der Firma drum-tec in allen Größen und zeitgemäße virtuelle Klangerzeuger wie etwa Superior Drummer 3 der Firma Toontrack via Computer Technologien.Für professionelle Ansprüche kann man getrost alle Modulsounds, alle Gummibecken/Pads und die gängigen Piezo Trigger-Technologien sämtlicher Hersteller in die Tonne treten. Also eigentlich fast alle herkömmliche E-Drum Systeme. Und das, obwohl einige Systeme Kosten verursachen, welche weit über 6000.00 € liegen. Unfassbar!

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