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Wampler Metaverse Test

Testaufbau

Für die heutigen Aufnahmen kombiniere ich das Pedal mit einem Line 6 HX Stomp Modeler, der diverse Fender-Style-Amps bereitstellt. Darüber hinaus spiele ich das Pedal mit verschiedenen E-Gitarren an.

Soundcheck und Kennenlernphase

Verbindet man das Gerät mit der Stromzufuhr, sind die Presets zunächst grundsätzlich deaktiviert. Das heißt, dass die von den Potis angezeigten Einstellungen wiedergeben werden. Durch diesen Umstand kann man sich direkt ein Delay-Setting basteln und anschließend ein wenig durch die verschiedenen Delay-Programme streifen, um die Wirkung der verschiedenen Charaktere in derselben Einstellung zu erkunden. Generell fällt dabei auf, dass das Metaverse sich mit seiner kompakten Größe und seiner übersichtlichen Bedienung eher wie ein einfaches Effektpedal anfühlt und den Anwender deshalb auch nicht mit einer Fülle von Features überfrachtet. Die Auswahl der direkt zur Verfügung stehenden Parameter wurde dabei absolut praxistauglich abgestimmt und entsprechend steht mein erster Delay-Sound schon nach wenigen Handgriffen. Was die Klangqualität betrifft, wird Brian Wampler seinem Ruf erneut gerecht und hat auch hier einige sehr feine Kreationen im Angebot.

Die beliebtesten Delay-Klassiker und sehr gute Eigenkreationen machen das Metaverse zu einem empfehlenswerten Tool für das Pedalboard.

Es lohnt sich, beim Ausprobieren der verschiedenen Delay-Modi das Augenmerk auf das Mod-Poti zu richten, da die Delays im Grundcharakter nicht nur verschieden sind, sondern auch die Modulation detailliert auf das jeweilige Vorbild abgestimmt wurde. Klar, manches analoge Original hat gewisse Eigenheiten zu bieten, die von einer digitalen Nachbildung vielleicht nicht hundertprozentig wiedergegeben werden. Im Grundklang wirken die Modelle aber zweifelsohne vertraut und authentisch. Spielt man das Pedal in Stereo, geht außerdem erst beim Aufdrehen des Mod-Potis das Delay im Stereo-Panorama auf und ist für mein Empfinden auch in diesem Punkt sehr geschmackvoll abgestimmt. Auch wenn das Pedal ganze elf Programme zu bieten hat, liegt das Augenmerk tendenziell trotzdem auf den eher klassischen Vertretern. Delays, die beispielsweise zusätzliche Pitch-Shifting-Effekte bieten (wie kürzlich beim Line 6 DL4 MkII gehört), hat das Wampler Metaverse nicht zu bieten. Wer auf der Suche nach atmosphärischen Sounds ist, wird aber dennoch problemlos fündig. Wie sich nach den ersten erfolgreichen Gehversuchen mit dem Pedal zeigt, wurden erfreulicherweise auch die acht Werkspresets am Pedal praxistauglich abgestimmt. Beim Erkunden der weiteren Möglichkeiten lohnt es sich dann schon, die Schnellstart-Anleitung zu studieren. Die meisten Befehle sind aber schnell verinnerlicht. Dennoch können die vier Preset-LEDs beispielsweise im Hinblick auf die Subdivisionen des eingegeben Delay-Tempos nicht so genau Auskunft geben wie ein Display. Aber das ließe sich bei diesem kompakten und grundsätzlich übersichtlichen Format auch nicht anders bewerkstelligen. Wie schon erwähnt, wirken die Delay-Modi ab Werk sehr gut abgestimmt. Dass man manchen zusätzlichen Parameter wie beispielsweise die Modulationsgeschwindigkeit oder die schon erwähnten Subdivisionen des Tap-Tempos bei Bedarf konfigurieren kann, rundet das schlüssige Gesamtkonzept ab.

Im zweiten Teil des Videos spiele ich alle Delay-Modi im Detail an und demonstriere auch einige weitere Parameter. Hier folgen jetzt noch ein paar Aufnahmen mit einigen Werkspresets und zwei Eigenkreationen.

Audio Samples
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Bucket Brigade Delay Wampler ‘The Doctor’ (Factory Preset 6) Multi Head Tape Delay (Factory Preset 8) Wampler ‘Ethereal Delay’ (Factory Preset 3) Modulated Analog Delay (Factory Preset 5) Volume Pedal -> Digital Delay
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