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Wampler Metaverse Test

Mit dem Wampler Metaverse Delay präsentiert die amerikanische Pedalschmiede rund um ihren Mastermind Brian Wampler nach dem Terraform-Modulator ein weiteres kompaktes und Midi-fähiges Pedal mit DSP-Chip. Das Metaverse wendet sich dem Thema Signalverzögerung mit elf verschiedenen Delay-Programmen sehr detailliert zu und bleibt dabei im Aufbau genau wie sein Vorgänger vergleichsweise simpel.

Wampler Metaverse Test

Nichtsdestotrotz lässt sich das Pedal unter anderem bei Bedarf in ein Stereo-Setup einbinden und bietet einen Expression-Pedal-Anschluss, über den auf jeden beliebigen Parameter zugegriffen werden kann. Brian Wamplers Pedal-Kreationen genießen einen hervorragenden Ruf, was unsere Tests in den letzten Jahren auch immer wieder bestätigen konnten. Wir dürfen also gespannt sein!

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Lieferumfang und erster Eindruck

Das Wampler Metaverse ist mit seinen Maßen von nur 123 x 99 x 60 mm (BxTxH) in der Tat erstaunlich kompakt und bringt 389 g auf die Waage. Mit im Lieferumfang ist neben vier aufklebbaren Gummifüßchen und einem Midi-Adapterkabel auch eine Schnellstart-Anleitung, die anschaulich über die Funktionen des Pedals informiert. Die Verarbeitung ist tadellos und die Metallpotis und -schalter machen einen sehr robusten und wertigen Eindruck.

Fotostrecke: 3 Bilder Das Wampler Metaverse Delay bringt legendäre Echo-Klassiker und eigene Kreationen des Herstellers auf das Pedalboard.
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Anschlüsse

Für den Betrieb in Stereo stehen auf der rechten und linken Seite je zwei Eingänge und Ausgänge zur Verfügung. Selbstverständlich lässt sich das Wampler Metaverse aber auch ganz simpel in Mono betreiben. An der Stirnseite gibt es weiterhin zwei Stereo-Miniklinkenbuchsen für die Midi-Anbindung, einen Expression-Anschluss und den Eingang für das optionale 9-V-Netzteil zu entdecken. Die Stromaufnahme liegt erstaunlicherweise bei gerade einmal 130 mA, Batteriebetrieb ist nicht vorgesehen.

Fotostrecke: 5 Bilder Das Metaverse ist in Stereo ausgelegt, also gibt es zwei Eingangsbuchsen auf der rechten Seite…
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Bedienelemente

Auf der Oberseite wird zunächst eines der elf verfügbaren Delay-Programme angewählt und anschließend über fünf weitere Potis auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt. Zur Verfügung stehen dafür die gängigen Parameter Delay (Geschwindigkeit der Verzögerung), Feedback (Anzahl der Wiederholungen), Tone (Höhenblende für das Delay-Signal), Mod (Modulationstiefe) und Mix (Mischverhältnis mit dem Originalsignal). Dreht man Letztgenanntes voll auf, wird nur das Delay-Signal ausgeben, was beispielsweise in einem parallelen Einschleifweg sinnvoll ist. Darüber hinaus rasten sowohl Mix- wie Tone-Poti praktischerweise in der Mittelstellung ein. Beim Wampler Terraform aus derselben Serie des Herstellers hatte ich vor einiger Zeit noch die schlecht ablesbare Beschriftung der Effektprogramme moniert. Mit der schwarzen Schrift auf weißem Hintergrund ist dies für mein Empfinden beim Wampler Metaverse besser gelöst. Die elf Delay-Programme orientieren sich entweder an berühmten analogen Vorbildern oder bedienen sich aus dem eigenen Portfolio. Dabei bietet das Pedal eine Verzögerungszeit von 25 ms bis 2000 ms. Ausgenommen ist hier das Tape-Delay, dessen kürzeste Verzögerungszeit bei 40 ms liegt.

Fotostrecke: 5 Bilder Die Delay-Programme werden über das Poti ganz links angewählt.
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Folgende Delay-Programme hat das Wampler Metaverse laut Herstellerbeschreibung zu bieten:

  • ANLG – Analog Style Delay
  • WET – Modulated Analog Delay
  • BBD – Bucket Brigade Delay
  • JET – Analog Flanger Delay
  • DOC – Wampler ‘The Doctor’
  • FTE – Wampler ‘Faux Tape Echo’
  • ETH – Wampler ‘Ethereal’ Delay
  • MOD – Digital Flanger Delay
  • SPC – Space Echo Delay
  • TAPE – Multi Head Tape Delay
  • DIGI – Digital Delay

Möchte man ferner, dass die Delay-Wiederholungen auch bei der Deaktivierung des Pedals ausklingen, muss nur der kleine, an der Stirnseite eingelassene Trails-Schalter umgelegt werden, womit das Pedal eine gepufferte Bypass-Schaltung aktiviert. Andernfalls arbeitet das Wampler Metaverse mit einem True-Bypass. Zwei Fußschalter stehen zudem primär für die Inbetriebnahme des Effekts (Bypass) und die Eingabe der Delay-Geschwindigkeit per Tap-Befehl (Tap Tempo) zur Verfügung. Ein mittig zwischen den beiden Fußschaltern platzierter kleiner Taster ist außerdem für die Anwahl und Speicherung der Presets verantwortlich. Direkt am Pedal können dabei acht Presets angewählt werden und über die Midi-Anbindung stehen sogar bis zu 128 Presets zur Verfügung. Sowohl per Midi als auch über den Expression-Anschluss lässt sich außerdem jeder der verfügbaren Parameter extern kontrollieren. Nicht direkt ersichtlich sind außerdem diverse Alt-Features, mit denen zusätzliche Parameter verstellt werden können. Hierfür hält man den Bypass-Fußschalter gedrückt und dreht anschließend an einem der Potis oder drückt den Preset-Knopf. Einstellen lassen sich in diesem Zusammenhang beispielsweise die Modulationsgeschwindigkeit, die ausgegebenen Subdivisionen des eingegebenen Tap-Tempos  oder die Kombination der virtuellen Tonköpfe beim Bandecho. Darüber hinaus dient der Tap-Tempo-Fußschalter nicht nur zur Eingabe des Delay-Tempos, sondern wählt alternativ auch noch die Presets an.

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