Walrus Audio Monument Test

Praxis

Das Monument-Pedal ist direkt vor meinen clean eingestellten Sovtek MIG 50H geschaltet, von dem es über eine Marshall 4×12 Lautsprecherbox (Celestion Greenbacks) geht, die mit einem Neumann TLM 103 Mikrofon abgenommen wird. Im weiteren Verlauf werde ich für ein paar verzerrte Sounds noch einen Weehbo Helldrive vor das Tremolopedal schalten. Wir hören uns zu Beginn aber zuerst die unterschiedlichen Wellenformen in den beiden Modi Standard und Harmonic bei maximaler Effektintensität an, um einen groben Überblick zu erhalten, welche Grundsounds in dem Gerät schlummern.

Audio Samples
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Standard Mode: Alle fünf Wellenformen hintereinander Harmonic Mode: Alle fünf Wellenformen hintereinander
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Standard Mode: Alle fünf Wellenformen hintereinanderst1217offvar14
Harmonic Mode: Alle fünf Wellenformen hintereinanderhar1217offvar14
Das Walrus Audio Monument Harmonic Tap Tremolo bietet authentische und variable Sounds.
Das Walrus Audio Monument Harmonic Tap Tremolo bietet authentische und variable Sounds.

Im Gegensatz zum Standard-Mode gesellt sich beim Harmonic-Mode noch eine leichte Tonhöhenmodulation zum Tremolo-Effekt hinzu. Die typischen Wellenformen Sinus, Rechteck, Sägezahn und Lump (positive Sinus-Halbwelle) klingen wie erwartet. Beim Sinus-Modus geht es gleichmäßig auf und ab, bei der Rechteckwelle erhält man eine harte Lautstärke-Modulation, es gibt praktisch keine Anstiegs- und Abstiegszeit und mit der Sägezahn-Welle ist der Anstieg der Lautstärke etwas weicher, dann geht es abrupt zurück. Beim Lump-Modus geht die Lautstärke nicht komplett auf null zurück, daher gibt es hier eine etwas weichere Modulation, auch bei voller Effektstärke. Etwas speziell kommt der Monument-Mode daher, der eine eher unkontrollierte Bewegung in petto hat – hier wird nach dem Zufallsprinzip moduliert.
Nun widmen wir uns der etwas musikalischeren Temposteuerung über die Tap-Funktion und die vier einstellbaren Notenwerte. Ich habe über den Tap-Schalter ein Tempo von 100 BPM eingegeben und so klingt das Ganze mit unterschiedlichen Einstellungen der Notenwerte.

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Notenwerte: 1/4, 1/4 Triole, 1/8, 1/16 bei 100 BPM (Strat)
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Notenwerte: 1/4, 1/4 Triole, 1/8, 1/16 bei 100 BPM (Strat)stoff17var214

So viel zur nüchternen Bestandsaufnahme der Reglerfunktionen, jetzt sollen einige praxisrelevante Beispiele folgen. Die Rechteck-Wellenform mit dem harten Tremolo-Effekt eignet sich sehr gut in Verbindung mit einem verzerrten Sound. Hier können Powerchords mit Tremolo-Groove wie bei Green Days “Boulevard Of Broken Dreams” gespielt werden. Der Harmonic Mode eignet sich natürlich ausgezeichnet für Sounds mit Vintage Flavour, weil hier dem Gitarrensound auch mit geringem Effektanteil das gewisse Etwas hinzugefügt wird. Surfsounds lassen sich ebenfalls sehr gut erzeugen, hier bietet sich für dezentere Modulation der Standard-Mode mit Lump-Wellenform oder die Sinuswelle an. Generell liefert das Monument-Pedal eine sehr gute Klangqualität, der Gitarrenton kommt klar aus den Speakern und auch in tieferen Frequenzbereichen gibt es keine Probleme.

Audio Samples
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Mid Gain Sound mit Rechteck Wellenform Tremolo bei 90 BPM (Jaguar P90) Vintage Style im Harmonic Mode bei 70 BPM (Strat) Surf Style bei 150 BPM (Gretsch) Monument Wellenform (Random) – zuerst Standard, dann Harmonic Mode bei 108 BPM (Gretsch) Sägezahn Welle bei 110 BPM (Bariton)
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Mid Gain Sound mit Rechteck Wellenform Tremolo bei 90 BPM (Jaguar P90)stdoff171/16214
Vintage Style im Harmonic Mode bei 70 BPM (Strat)haroff131/8114
Surf Style bei 150 BPM (Gretsch)stdoff151/16414
Monument Wellenform (Random) – zuerst Standard, dann Harmonic Mode bei 108 BPM (Gretsch)varoff161/16514
Sägezahn Welle bei 110 BPM (Bariton)haroff141/4314
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