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Tom Morello verteidigt seine Freundschaft zu Ted Nugent

Dass Tom Morello und Ted Nugent eine Freundschaft verbindet, ist für den einen oder anderen vielleicht etwas irritierend. Ihre politischen Ansichten könnten nicht unterschiedlicher sein. Es gibt jedoch auch einige Dinge, welche die beiden Musiker miteinander verbinden. Morello sprach kürzlich über seine Freundschaft zu Nugent und erzählte dabei unter anderem, dass es wichtig sei, auf Menschen, die andere Meinungen vertreten, zuzugehen.

(Bildquelle: (c) Eitan-Miskevich / Murray Chalmers PR (https://www.murraychalmers.com/artists/tom-morello/))
(Bildquelle: (c) Eitan-Miskevich / Murray Chalmers PR (https://www.murraychalmers.com/artists/tom-morello/))


Der ehemalige Rage Against The Machine-Gitarrist Tom Morello ist derzeit sehr beschäftigt. So veröffentlicht der Musiker am Freitag, den 29. Oktober, sein neues Soloalbum “The Atlas Underground Fire”. Zudem startete Morello letzte Woche seine eigene Kolumne für die New York Times, in der er sich zu verschiedensten Themen stets kritisch äußern wird. Dafür ist eine begrenze Anzahl an Folgen vorgesehenen, in denen er sowohl seine eigene Musik als auch die anderer Künstler genauer unter die Lupe nehmen wird.
Wie es zu der Freundschaft von Morello und Nugent kam
Morello hat in der Vergangenheit selten ein Blatt vor den Mund genommen und seine Ansichten stets in die Öffentlichkeit gebracht, sich für soziale Gerechtigkeit eingesetzt und auch seine politisch linksorientierte Gesinnung (beispielsweise in seiner Arbeit mit Rage Against The Machine) erkennbar gemacht. Der Musiker, der einen Harvard-Abschluss in Politikwissenschaft hat, überraschte daher einige Leute, als seine Freundschaft zu Ted Nugent bekannt wurde. Nugent, als bekennender Republikaner und Trump-Unterstützer, fällt immer wieder durch Äußerungen auf, die sehr konservativ und zum Teil auch schon rechtsextrem einzuordnen sind.
In einem Interview mit dem NME, das vor Kurzem anlässlich der Veröffentlichung von Morellos Soloalbum stattfand, äußerte sich der Gitarrist über seine Freundschaft zu Ted Nugent. Er erklärte zunächst einmal, wie es überhaupt zu dieser kam. Auf Anfrage von Nugents Familie schickte Morello dem Musiker zu seinem 60. Geburtstag eine Videonachricht. Darin listete er Dinge auf, in denen er und Nugent sich einig sind. Anschließend meldete sich Nugent telefonisch bei Morello und beide freundeten sich schließlich miteinander an.
Die Wichtigkeit des offenen Dialogs
Im weiteren Verlauf des Interviews sprach sich Morello sehr deutlich dazu aus, dass er allein entscheiden könne, mit wem er befreundet ist. “I reserve the right to be friends with anybody.” Das Gleiche gelte auch in Bezug darauf, ob er gegensätzlichen Meinungen mit Liebe und Verständnis gegenübertritt oder doch eher offensiv. Was Ted Nugent betrifft ist sich der Gitarrist bewusst, welches Image ihm zuteil wird und räumte zudem auch ein, dass “crazy uncle Ted” unter anderem jede Menge Unsinn von sich gibt. Morello sei in der Vergangenheit aber bereits in unterschiedlichen Belangen auf Nugent zugegangen, bei denen er ihm weiterhelfen konnte. Außerdem betonte er die Wichtigkeit des offenen Gesprächs mit Menschen, die eine andere Meinung vertreten: “It can be important to keep an open dialogue with people you disagree with, especially in this global community of disagreements. Sometimes it’s just as important to block them, though.”

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(Bildquelle: (c) Eitan-Miskevich / Murray Chalmers PR (https://www.murraychalmers.com/artists/tom-morello/))

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von Celia Woitas

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