Thomann Nataraj Steel Tongue Drums Test

Praxis

Die Tongue Drums in den Stimmungen E-Pygmy, D-Integral und D-Akebono wirken sehr stabil, was nicht zuletzt an der minimalistischen Bauweise liegt. Der Klangkörper besteht aus einem Stück, wobei der verwendete Stahl kräftig ausfällt und somit sowohl Schlägen als auch weiteren Belastungen vermutlich problemlos standhält. 

Die mitgelieferten Transporttaschen erleichtern den mobilen Einsatz. Einziges Manko: Die Taschen sind etwas knapp bemessen.
Die mitgelieferten Transporttaschen erleichtern den mobilen Einsatz. Einziges Manko: Die Taschen sind etwas knapp bemessen.

Die Tongue Drums sind mit den Händen und Schlägeln bespielbar

Auch die Oberfläche des Instruments außerhalb der Stahlzungen kann in das Spiel einbezogen werden und erweitert somit die Klangpalette der Nataraj Drums. Wie bei Steel Tongue Drums üblich, entsteht aufgrund der Bauweise ein eher obertonlastiger Sound, der wenig Bassfrequenzen liefert.
Im Video sind die Instrumente nacheinander zu hören, wobei ich die Skala jeweils nacheinander langsam und schnell angespielt habe, um die Stimmung detailliert unter die Lupe zu nehmen. Im Anschluss baut sich ein Groove auf, der es ermöglicht, die einzelnen Modelle der Nataraj tongue-Serie im Detail miteinander zu vergleichen.
Die Intonation der Instrumente wirkt recht stabil. Vereinzelt treten durch leichte Abweichungen der Tonhöhe Schwingungen auf, die sich jedoch gut in den Gesamtklang einfügen, der aufgrund des Obertonreichtums ohnehin sehr schwingungsintensiv ist. Wie immer ist die Stimmung natürlich subjektiv zu beurteilen, und so muss jede/r Spieler/in selbst beurteilen, wie hoch hier die individuelle Toleranz ist.

Trotz der vielen Öffnungen in Form von Stahlzungen und Schallloch erzeugen die Klangkörper der Nataraj Drums einen langen Nachklang, den sogar die kleine 8“-Ausführung vorweisen kann. 

Audio Samples
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Klangbeispiel 1 8″ D Akebono 12″ D Integral 16″ E Pygmy Klangbeispiel 2

Obertonreicher Sound mit langem Nachklang

Obwohl der Sound insgesamt sehr obertonlastig ist und durch den langen Nachklang mit der Zeit in einen dichten Klangteppich mündet, sind neu angespielte Töne klar hörbar. Aufgrund der Größe der Klangfelder braucht es jedoch ziemliche Präzision, um mit Schlägel oder Hand die Stelle zu treffen, an der sich ein Ton optimal entfaltet. Bereits knapp daneben verschwindet der Anschlag in einer Klangwolke aus Obertönen und ist kaum differenziert wahrnehmbar.

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