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TAL-Elek7ro Test

Details

Hinter Togu Audio Line (TAL) steht Patrick Kunz, ein Luzerner Software-Entwickler, der seit 2001 so genannte Freebies für die dankbare Internet-Gemeinde herstellt. Diese bedankt sich dafür, laut TAL, mit konstruktivem Feedback. Entstanden ist das „Ein-Mann-Hobby-Unternehmen“ mit dem Ziel, PlugIns und Software-Instrumente mit “eigener Note” zu entwickeln. Der Name “Togu” war ursprünglich für einen Schokodrink gedacht, den Kunz ebenfalls auf den Markt bringen wollte. Das ist aber (bisher) nicht geschehen, und so kam “Togu” als Namensgeber für TAL zu Ehren.  

www.kunz.corrupt.ch

Obere Sektionen
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OSCILLATOR 1 und 2
Hier stehen zwei Oszillatoren mit Sägezahn, Puls, Dreicks- und Sinuswelle zur Verfügung, in 24 Halbtönen sowie per Finetune stimmbar.
Es stehen Pitch-, Pulsbreiten- und Frequenzmodulation (FM) per 3. Hüllkurve und LFOs oder auch als statische/manuelle Werte bereit.

SUB
Dazu gesellt sich eine Art Edel-Suboszillator mit Sägezahn- oder Pulswelle. Der Suboszillator ist in 24 Halbtönen durchstimmbar und kann so flexibel gestimmt werden. Er kann max. zwei Oktaven tiefer klingen. Im Sync-Mode ist er der Master, an dem sich die synchronisierten Oszillatoren orientieren.

MIXER
Hier können die Lautstärken der beiden Oszillatoren und des Suboszillators angepasst, rosa Rauschen hinzugemischt, die Gesamtlautstärke geregelt sowie globales Glide und Tune angewandt werden. Auch der Polyphone-Mode wird hier aktiviert. Die Gesamtlautstärke und das Stereo-Panorama kann von den LFOs moduliert werden.

Info bez. AU-Format: Der im PlugIn Fenster sichtbare Sidechain-Eingang ist seitens TAL weder beabsichtigt noch funktionsfähig.

Untere Sektionen
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PRAXIS

Info: Ich habe den TAL-Elek7ro als AU-Version in Apple Logic 8 eingesetzt.

Das Software Instrument erscheint im Auswahl-Menu in drei Varianten: Mono, Stereo, Multi. Die multitimbrale Ausführung des PlugIns ist (wie der Sidechain-Eingang) seitens TAL nicht beabsichtigt und deswegen unbenutzbar. ACHTUNG! Einige der dennoch zur Auswahl stehenden Varianten erzeugen ein ohrenbetäubendes Kreischen. Lieber nicht öffnen! Hier scheint die Abstimmung mit dem AU-Format noch nicht optimal zu sein. Als VST-Instrument gibt es weder die multitimbrale Variante noch den Sidechain-Eingang.

Die Bedienung des TAL-Elek7ro ist selbsterklärend, alles ist sehr übersichtlich angeordnet und sieht schick aus. Die Licht-Reflexionen auf den Potis und die kleinen Schatten auf den Tasten machen optisch auf jeden Fall was her! Das GUI reagiert bedienerfreundlich auf das Mausrad, und bei gleichzeitig gedrückter Shift-Taste kann sogar eine temporäre, feinere Rasterung aktiviert werden. Auch Automationen aller Parameter sind möglich. Und wer Softsynths lieber vom Controller aus steuert, kann die einzelnen “Knöpfe” leicht per MIDI-Learn zuweisen. Die MIDI-Learn Verbindungen bleiben im Zwischenspeicher, auch wenn man das PlugIn-Fenster schließt, sie sind allerdings nicht abspeicherbar. Soweit so gut.



Ein weiterer Bug trat auf, als sich verschiedene Paramter der Hüllkurve von allein zurücksetzten. Angesteuert wurden sie von einer Spur, auf der ich bereits viele Automationen programmiert und editiert hatte. Lösen konnte ich dieses Problem nur, indem ich diese Spur (inkl. der Automationen) komplett löschte und die Programmierung meines Patterns auf einer neuen Spur fortsetzte. TAL bestätigte mir dieses Phänomen bei der AU-Variante und gelobte schnelle Abhilfe.

Support/Weiterentwicklung
Im Rahmen dieses Artikels wurden mir von TAL gern und schnell alle Fragen beantwortet. Weiterentwicklung und Feedback von Anwendern wird dort definitiv ernst genommen! Sogar das Update 1.01 kam in diesem Zeitraum heraus. Vielen Dank an dieser Stelle an Patrick Kunz.

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