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Samplescience Vintage Drum Elements Test

Die Drum Machines Yamaha RX Serie wurde schon von Künstlern wie Depeche Mode und Pet Shop Boys in so manchen Hits verewigt. Das Flaggschiff der Serie ist die RX5, welche mit 24 Pads, umfangreicher Konnektivität und nicht zuletzt ihren kantigen 12-Bit-Sounds überzeugen konnte. Hersteller Samplescience hat die Samples der Drum Machine in einen virtuellen ROMpler gepackt. Und zwar für umsonst. Wir haben uns den Vintage-Klangerzeuger einmal genauer angeschaut.

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Details und Praxis

Allgemeines

Den ROMpler gibt es für Windows als VST- und für Mac als AU- und VST-Plug-in, jeweils in 32 und 64 Bit. Für den Download ist eine Registrierung mit E-Mail-Adresse erforderlich. Ein beliebiger Betrag kann gespendet werden – zwingend erforderlich ist es jedoch nicht. 

Bedienoberfläche und Konzept

Der Fokus der Vintage Drum Elements liegt ganz klar auf Klängen der RX5, wobei auch Klänge der RX21 dabei sind. Jedes der 6 Drumkits (Kit1, Kit2, Synthetic, Ethnic, FX und RX21) beinhaltet zwölf Sounds, die mit den weißen Tasten des MIDI-Controllers gespielt werden können. Hinzu kommen die DX-Sounds: Bass, Orchestra, Marimba, Clavecin, die sich über die gesamte Klaviatur spielen lassen. Die echte Drum Machine war für ihre Zeit mit umfangreichen Features, wie beispielsweise einer Reverse-Funktion, ausgestattet; beim ROMpler sind diese Features nicht mit dabei. Vielmehr hat man Volume- und Pan-Regler pro Sound, um das Stereopanorama und die Lautstärke der Drums zu mischen. Der Gesamtsound kann mit weiteren Parametern angepasst werden. Mit dabei sind ein Reverb sowie Trim (Sample-Release), Tremolo, Punch, Sub und Vinyl. Letzterer reichert die Samples mit Plattenknistern und Rauschen an. Der ROMpler ist als Stereo- und Multi-Output-Plug-in verfügbar. Daher lassen sich die Sounds einzeln an Kanäle der DAW routen.

Klang

Der Klang fällt heute ganz klar in die Kategorie „Vintage“. Den Klangerzeuger wird man wohl eher dann verwenden wollen, wenn man den kantigen 12-Bit-Sound bewusst in seine Produktion einbauen möchte. Ein moderner edler Sound ist hier nicht zu finden. Vielmehr sind es typische 80er Pop-Drums mit digitalem Charakter. Schön ist, dass man mit den Reglern der ROMplers noch etwas Spielraum hat, um die Samples anzupassen. 
Auch wenn die eigentliche Qualität der Drum Machine 12 Bit aufweist, wurden die Samples in 16 Bit und 44,1 kHz gesampelt und von WAV in FLAC konvertiert. Das hat den Vorteil, dass die Library nur etwas über 40 MB groß ist. In den folgenden Beispielen habe ich die Kits und die Instrument-Sounds angespielt. Den Reverb und die weiteren Effekte würde ich in einer ernst gemeinten Produktion durch Effekte des Vertrauens austauschen, da die hier verfügbaren Module den Grundsound nicht bereichern können.
Audio Samples
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Kit 1 Kit 2 Ethnic Kit

Fazit

Mit den Vintage Drum Elements holt man sich Sounds der RX5 und RX21 ins Studio. Der ROMpler muss zwar ohne die vielen Features der originalen Drum Machine auskommen, bietet aber dennoch weitere Module, um den Gesamtsound ein wenig anzupassen. Jeder Klang kann mit Panorama und Lautstärke gemischt werden. Über die Drums hinaus sind auch Instrument-Sounds des Vorbilds mit dabei. Wer auf der Suche nach 12-Bit-Vintage-Drums ist, wird hier fündig. Das kostenlose Plug-in findet ihr hier!

Pro
  • viele Sounds des Originals
  • 12-Bit-Klangcharakter
  • einfache Bedienung
  • Multi-Output-Plug-in
Contra
  • kein Contra
Features
  • Vintage Drum Machine ROMpler
  • Samples der Yamaha RX5, RX21 und DX
  • 5 Drumkits,1 FX-Kit und 4 Instrumente
  • Multi-Output-Plug-in
  • 32- und 64-Bit-Support
  • Systemvoraussetzungen: Windows, macOS, VST- oder AU-fähige DAW (32 oder 64 Bit)
Preis
  • kostenlos
Unser Fazit:
Sternbewertung 5,0 / 5
Pro
  • viele Sounds des Originals
  • 12-Bit-Klangcharakter
  • einfache Bedienung
  • Multi-Output-Plug-in
Contra
  • kein Contra
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Samplescience Vintage Drum Elements Test
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von Alexander Eberz

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