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Sabian HHX Complex 17“ und 19“ O-Zone Chinas und 7“ Splash Cymbal Test

Langsam aber sicher gerät Sabian’s HHX Complex Serie zu einer der umfangreichsten Unterserien der HHX-Baureihe. 2019 wurden die intensiv gehämmerten Becken mit den dunklen Kuppen vorgestellt, seitdem kam in jedem Modelljahr eine Auswahl weiterer Typen hinzu. 2020 wartete man mit zusätzlichen Medium Rides und O-Zone Crashes auf, hinzu kamen außerdem Ridebecken in leichter Thin-Ausführung. Was fehlte bisher? Richtig, Chinas gab es bis jetzt in der Complex-Reihe nicht, was sich jedoch ab sofort ändert. Neben einem neuen, sieben Zoll großen Splash hat uns der Sabian-Vertrieb auch die beiden 17er und 19er O-Zone Chinas geschickt. 

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Freuen dürfen sich also jene Fans trashiger Chinas und kurz klingender Splashes, denen die HHX Complex Reihe in Sachen Effekt bisher etwas zu dünn ausgeleuchtet erschien. Wie auch bei den anderen Modellen der Serie soll es in eine warme Richtung mit schneller Ansprache, hoher Auflösung und – natürlich – einem insgesamt komplexen Klangbild gehen. Ob das alles auch so stimmt, erfahrt ihr auf den folgenden Zeilen. 

Details & Praxis

Zwei Arten der Hämmerung, dunkle Kuppen

Schon auf den ersten Blick geben sich die drei Testkandidaten als Mitglieder der Sabian HHX-Familie zu erkennen. Dazu trägt besonders die Kombination aus dunklen, nicht abgedrehten Kuppen sowie die Art der Hämmerung mit teilweise sehr tiefen „Jumbo“-Einschlägen bei. Ein zusätzliches Merkmal der Complex-Reihe sind jedoch die kleinen, eng gesetzten Hammermale, die sich auch auf die Kuppen erstrecken. Dieses Bearbeitungsmuster teilen sich alle drei Instrumente ebenso wie die beidseitig fein abgedrehten Profile. Als Material kommt B20-Bronze zum Einsatz. 
Sehen wir uns nun zunächst die beiden O-Zone Chinas in 17 und 19 Zoll an. O-Zone ist bei Sabian die Chiffre für Bohrungen im Becken, welche zu einem trashigeren, stark modulierenden Sustain führen sollen. Sechs gibt es davon jeweils in jedem China, ihre Größen sind identisch. Dies gilt auch für die runden Kuppen und die Krempen. Somit äußern sich die zwei Zoll Größendifferenz nur in der Schulterfläche. Das Nachwiegen ist bei gelochten Becken wenig sinnvoll, es ist jedoch offensichtlich, dass wir es hier mit dünnen Materialstärken zu tun haben. Das gilt selbstverständlich auch für das kleine 7er Splash, welches ansonsten keine weiteren Auffälligkeiten in der Konstruktion zeigt. 

Fotostrecke: 6 Bilder Typisch für die HHX Complex Modelle: stark gehämmerte, roh belassene Kuppen.
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Die Chinas klingen trashig, aber kontrolliert, das Splash sehr kurz 

Im Einsatz fällt mir zunächst die saubere tonale Abstimmung der Chinas zueinander auf. Gleichzeitig weisen beide Modelle eine nahezu identische Klangcharakteristik auf, das 19er wirkt aufgrund des tieferen Tons minimal milder, während das 17er etwas aggressiver daher kommt. Dank der dünnen und gelochten Bauweise geht die Ansprache sehr explosiv vonstatten, trotzdem gehören die Instrumente nicht zu den Chinas, bei denen sich auch Hartgesottene erschrocken die Ohren zuhalten. Der insgesamt warme und leicht samtige Charakter der HHX Complex Serie kommt also auch hier zum Tragen. Dies gilt auch für das winzige Splashbecken, welches ebenso schnell anspricht, für meinen Geschmack jedoch etwas dreidimensionaler „fauchen“ könnte. 

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HHX Complex O-Zone China 17“ HHX Complex O-Zone China 19“ HHX Complex Splash 7“
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