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Revv D20 Test

Praxis

Sound

Im Gegensatz zum Image der kanadischen Ampschmiede hat man es beim D20 nicht mit einem High-Gain-Monster, sondern mit einem eher klassischen Zeitgenossen zu tun. Was seine Gainreserven angeht, kommt man selbst bei voll aufgerissenem Amp nie über eine AC/DC- oder Blackmoore-Verzerrung hinaus. Egal, wie weit man den Amp auch aufreißt, sein Sound ist nie künstlich oder plattkomprimiert. Was die Brachialität angeht, bringt der Amp im Gegensatz zu klassischen Röhrenboliden einen entschärften Bassbereich unterhalb von 100 Hertz. Aber keine Angst, das ist genau der Bereich, den Tontechniker live und im Studio mithilfe eines High-Pass-Filters ohnehin gerne abschwächen. Schönfärberei ist dem Amp übrigens ein Fremdwort und spielerische Unzulänglichkeiten werden gnadenlos aufgedeckt. Die eingebaute Two Notes Reactive Load ist ein ziemlicher Knaller und bietet wirklich erstklassige Speakersimulationen, die einem das Leben live und im Studio auf vielfältige Art und Weise vereinfachen. Die schier unendlichen Möglichkeiten, die sich hier auftun, bekommt man sonst nur in extrem gut bestückten Tonstudios geboten.
Im Rahmen dieses Tests hört ihr bei jeder Einstellung des Amps neben meiner Marshallbox samt SM57 und U87 Mikrofonabnahme noch drei der ab Werk integrierten Boxenmodelle der Two Notes Reactive Load:

  • REVV 4×12 Closed Back V1 – Shure SM57/Royer R121
  • REVV 2×12 Closed Back V1 – Sennheiser MD421 /Royer R121
  • REV 1×12 ET90 – Sennheiser MD421 /Royer R121
Fotostrecke: 3 Bilder REVV 4×12 Closed Back V1 – Shure SM57/Royer R121
Fotostrecke

Hier eine cleane Einstellung mit dem Gainregler auf 10 Uhr. 

Audio Samples
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Clean: Marshall Box Clean: REVV 4×12 Closed Back V1 Clean: REVV 2×12 Closed Back V1 Clean: REVV 1×12 ET90

Bei den Soundbeispielen habe ich die Klangregelung folgendermaßen eingestellt: Treble und Bass auf 14 und die Mitten auf 11 Uhr. Für meinen Geschmack klingt der Amp in dieser Einstellung ausgeglichen. Man kann den Frequenzgang bei Bedarf noch leicht korrigieren, aber komplett verbiegen kann man ihn nicht. Der Grundsound des Amps ist also klar vorgegeben. Wenn man den Gainregler auf 14 Uhr stellt, erhält man einen griffigen und leicht rotzigen Sound, der sich bestens als Grundlage für ein klassisches Pedalsetup mit Tube Screamer oder einem gut abgehangenen Fuzzpedal eignet. 

Audio Samples
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Angezerrt: Marshall Box Angezerrt: REVV 4×12 Closed Back V1 Angezerrt: REVV 2×12 Closed Back V1 Angezerrt: REVV 1×12 ET90
Der Revv 20 generiert authentische cleane und Classic-Rock-Sounds und besitzt dank Reactive Loadbox und Speakersimulation eine enorme klangliche Bandbreite.
Der Revv 20 generiert authentische cleane und Classic-Rock-Sounds und besitzt dank Reactive Loadbox und Speakersimulation eine enorme klangliche Bandbreite.

Zieht man den Gainregler heraus, erhält der Sound noch einen deutlichen Schub und bringt schon in der 12-Uhr-Position des Gainreglers einen authentischen Crunchsound, der sich bestens für Country Rock und Blues eignet. 

Audio Samples
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Crunch: Marshall Box Crunch: REVV 4×12 Closed Back V1 Crunch: REVV 2×12 Closed Back V1 Crunch: REVV 1×12 ET90

Die 15-Uhr-Stellung des Gainreglers katapultiert den User problemlos in Classic-Rock-Gefilde. Je nach verwendeter Gitarre gelingen hier fette Deep-Purple- oder AC/DC-Riffs. Auch in dieser Einstellung bleibt der Amp noch dynamisch. 

Audio Samples
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Max Gain: Marshall Box Max Gain: REVV 4×12 Closed Back V1 Max Gain: REVV 2×12 Closed Back V1 Max Gain: REVV 1×12 ET90
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Profilbild von roseblood11

roseblood11 sagt:

#1 - 20.09.2020 um 12:35 Uhr

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Wie genau wird die Leistungsreduktion hier erreicht?

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