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Pioneer DDJ-SP1 Test

Fazit

Ich muss es ganz deutlich sagen: Von allen speziell für Serato entwickelten Add-On-Controllern, die ich bisher testen durfte, ist der Pioneer mit Abstand der Beste. Er bedient die Performance-Tools auf vier Decks so konsequent, dass sich innerhalb kürzester Zeit eine enorme Spielfreude einstellt. Und er macht auch vor der Serato-Library, den Layouts und dem Video-Plugin nicht halt. Dass das haptische Gefühl beim „Spielen“ mit den Kreativwerkzeugen der Software in Anbetracht eines für Pioneer typischen Qualitätsbewusstseins bei den verbauten Komponenten und der Verarbeitung für sich spricht, ist denke ich klar. Doch auch aus einem ergonomischem Betrachtungswinkel stimmt der Workflow. Die Bedienelemente sind durchdacht angeordnet und intuitiv zu handhaben, der Freiraum auf der Oberfläche ist angemessen und das visuelle Feedback, wenn ich einmal davon absehe, das Pioneer auf „Kirmesbeleuchtung“ für die unterschiedlichen Modi bedauerlicherweise verzichtet, gelungen. Effekte, Loops, Rolls, Slicer, Sampler – an alles hat die Konstruktionsabteilung gedacht – nur nicht an Play-Buttons. Schade. Auch hätte ich gern einen ungenutzten, vollständigen „MIDI-Layer-Modus“ statt nur der FX-Racks zur optionalen Eigenkonfiguration gesehen. Aus diesem Grunde und dem Fehlen einiger Funktionen, wie Loop-Shifting, die die hauseigene Controllerflotte bedienen darf sowie dem nicht zu unterschätzenden Preis von 399 Euro bleibt dem SP1 die volle Punktzahl verwehrt. Doch ich tendiere dennoch dazu, eine Kaufempfehlung auszusprechen, weil das Gerät einfach eine Menge Spaß macht und nicht zu vergessen „Plug’n’Play“ mit jeder kompatiblen Hardware läuft – egal ob zuhause oder im Club.  
Der DDJ-SP1 ist in meinen Augen ein „Must-Have“ für alle Serato-DVS-User, die eine effektuntermauerte Remix-Performance mit individueller Note anstreben und denen dafür die Tastatur, ein älterer (Scratch Live) Controller im MIDI-Modus oder eine iPad-App nicht ausreicht. Wer sich am Preis nicht stört, kann daher meiner Meinung nach zuschlagen.

Unser Fazit:
Sternbewertung 4,0 / 5
Pro
  • Funktionsumfang
  • Bedienergonomie
  • Verarbeitungsqualität
  • Multifunktionale, anschlagdynamische Pad-Sektion
  • Für bis zu vier Decks ausgelegt
  • Umfangreicher Zugriff auf die Library und das Software-Layout
  • Schaltet weitere Funktionen für „einfache“ SDJ-Controller frei
  • Auch für Serato Video zu nutzen
  • Serato Video Lizenz im Lieferumfang
Contra
  • Keine mehrfarbige RGB-Beleuchtung für Pad-Modi
  • Keine Transportsektion
  • Kein frei „mappbarer“ vollständiger, alternativer MIDI-Layer
  • Etwas hoher Preis (für Besitzer von Serato Video)
Artikelbild
Pioneer DDJ-SP1 Test
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Zwei Slicer-Modi für Remix-Eskapaden …
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von Peter Westermeier

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Profilbild von Carsten Weber

Carsten Weber sagt:

#1 - 26.01.2017 um 00:42 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Ich finde es ein bisschen blöd, dass er nur mit Serato Zertifizierter Hardware funktioniert, da man ja auch bei DVS mit einem DJM 850 ohne Serato Soundkarte arbeiten kann.
Das währe für mich perfekt, dann würde das ständige gedrücke auf dem Laptop aufhören.

Profilbild von peter.bonedo

peter.bonedo sagt:

#2 - 26.01.2017 um 07:45 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Hallo Carsten, mittlerweile wird er auch von Rekordbox DJ nativ unterstützt und Traktor, Mixvibes etc.lassen sich über deren MIDI-Mapper konfigurieren.

Kommentare vorhanden
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