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Pearl P-3002D Demon Drive Doppelpedal Test

Praxis
Es lassen sich – ausgehend vom neutralen Feeling der Grundeinstellung – alle möglichen Parameter der Spielbarkeit gezielt verändern. Drei Komponenten sind dafür verantwortlich. Eine davon ist der bereits erwähnte „Direct Link”, eine weitere die Trittplatte: Durch das so genannte „Duo-Deck“-System hat man die Möglichkeit, die Hacken-Ablagefläche mittels eines raffinierten Tricks so zu verändern, dass das Fußboard in der Länge variiert wird. Das ist praktisch für Menschen mit besonders langen Füßen. Darüber hinaus beeinflusst der kleine Umbau die Hebelwirkung: Eine längere Trittfläche hat natürlich eine größere Hebelwirkung zur Folge und erleichtert einen energetischen Attack. Andererseits wird das Gewicht des Fußes und Beines dann ausschließlich von ebenjenem Board getragen, was zu einem trägeren Spielgefühl führt. Für harte Rocker, die auf einen entspannten Punch setzen ist das sicher eine empfehlenswerte Pedal-Einstellung, Jazzer werden wahrscheinlich mit der Werkseinstellung glücklicher.

Fotostrecke: 3 Bilder Long- und Shortboard im Vergleich
Fotostrecke

Die dritte Komponente ist der Beater samt seiner Aufhängung. Die komplette Apparatur lässt sich auf der Aufhängungsstange wie ein Unterkiefer vorschieben. Dadurch verändert sich der Abstand des Beaters zum Fell und somit die Energie, die ein Klöppel auf der kurzen Strecke entwickeln kann. In der Summe hat man acht Einstellungs-Optionen, die durch eine klare Aufgabenverteilung untereinander für transparente und deutlich spürbare Adjustments sorgen.

Auch im Detail lassen sich etliche Besonderheiten entdecken. So stammt das Haupt-Kugellager von „Ninja“, einem Zulieferer hochwertiger Skateboard-Teile, die restlichen Gelenke sind mit in sich drehbaren Lagern ausgestattet. Der „Klick Log“ sorgt dafür, dass sich die Feder unter keinen Umständen löst. Auch praktisch sind die Markierungen, die einem eine genaue Kontrolle der Federspannung, der Trittplattenhöhe, der Schlägelposition und der Schlägelhöhe ermöglichen. Auch der Beater ist nicht irgendein Beater. In den Beaterkopf ist eine elastische Gummimasse eingelassen, die einen Großteil des Aufpralls auf dem Fell absorbiert. Besonders praktisch ist das bei geschlossenen Fellen und bei Drummern, die gerne mit dem Klöppel am Fell bleiben, denn die Gefahr des Doppelschlags („Brrt“) wird verringert. Zu guter Letzt widme ich mich der Telefon-Wählscheibe auf dem Trittbrett: Natürlich hat sich Pearl auch dabei etwas gedacht, wenngleich hier etwas über die Ziellinie hinausgeschossen wurde. Tatsächlich bietet sich einem die Möglichkeit, zu wählen, allerdings läßt sich damit niemand erreichen. Es lässt sich sowieso nicht viel erreichen, denn das Ding ist recht unnütz. Die veränderte Plattenposition soll Einfluss auf den Grip des Fußes haben… das hätte auch der Socken-Lobby einfallen können. Apropos: Wo ist eigentlich der passende Schuh? Meine Converse Chucks sind ganz offensichtlich unterqualifiziert. Vielleicht sollte ich gleich mal gucken, welche Schuhe Dennis Chambers trägt. Hoffentlich keine aus buntem Stoff. Wie auch immer….

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