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Orange Getaway Driver Test

Praxis

Der Getaway Driver hat tatsächlich etwas von einem “Amp-In-A-Box”-Ideal. Deshalb benötigt man hier auch keinen bereits in die Sättigung gefahrenen Amp. Ganz im Gegenteil lässt ein clean eingestellter Verstärker dem Ton mehr Luft zum Atmen und beschert gleichzeitig eine größere Dynamik. Weil der Sound komplett im Pedal entsteht, eignet es sich ideal für Stressbrettbesitzer, die gerne viele unterschiedliche Sounds im Angebot haben.
Kommen wir zu den leicht angezerrten Sounds, die es wirklich erstaunlich gut hinbekommt. Der Ton säuft auch bei niedrigen Gaineinstellungen nicht ab. Auch hier bringt das Pedal sehr viele schimmernde Obertöne, die tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit mit einem leicht kotzenden AC 30 aufweisen. Klasse! Die Einstellungen sind wie folgt: Volume 8 Uhr, Gain 9 Uhr und Bite 15 Uhr.

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Gain 9 Uhr, Bite 15 Uhr

In der 12-Uhr-Position des Gainreglers bringt das Pedal einen gut abgehangenen Blackmore/Stevie Ray Vaughan Sound, absolut authentisch und ideal für Classic- und Bluesrocker. Was mir besonders gut gefällt ist die Tatsache, dass der Ton nicht nur in den tiefen Lagen die Muskeln spielen lässt. Auch beim Solieren auf den hohen Saiten bleibt er stabil und fett.

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Gain 12 Uhr, Bite 13 Uhr

Selbst mit voll aufgerissenem Gain bleibt das Signal transparent. Keine Spur von Mulm oder Gleichmacherei. Die Saitentrennung bleibt erhalten und der Twang der Gitarre kommt gut zum Vorschein. Da der Sound mit zunehmender Verzerrung auch mehr Obertöne erzeugt, muss man bei hohen Gaineinstellungen den Bite- bzw. den Tone-Regler etwas zurücknehmen, was aber in der Natur der Sache liegt.

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Gain Max., Bite 12 Uhr, Vol. 8 Uhr, Strat
Angefangen von einer leichten, silbrigen Verdichtung des Signals bis hin zu einem fetten Rockbrett ist alles drin.
Angefangen von einer leichten, silbrigen Verdichtung des Signals bis hin zu einem fetten Rockbrett ist alles drin.

Hier noch einmal die verfügbaren Gain-Einstellungen im Schnelldurchlauf. Das Audiofile besteht dieses Mal aus insgesamt fünf Teilen, angefangen mit dem deaktivierten Pedal. Danach geht es mit folgende Einstellungen des Gainreglers weiter: 9 Uhr, 11 Uhr, 13 Uhr und 16 Uhr.

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Erst ohne Pedal, dann Gain 9/11/13/16 Uhr

Hier bekommt ihr einen Eindruck davon, wie der Bite-Regler in die Klanggestaltung eingreift. Gut ist zu hören, dass der Bass beim Verändern der Einstellung nicht angetastet wird. Lediglich der Obertonbereich wird zunehmend angereichert und so kann es sein, das der Sound in der Maximalstellung leicht glasig klingt. Mir haben Einstellungen zwischen 11 Uhr und 12 Uhr am besten gefallen, was aber von Gitarre zu Gitarre variiert. Der Gainregler ist hier in der Maximalposition. Die Einstellungen sind: 8 Uhr, 10 Uhr, 13 Uhr, 15 Uhr und Vollgas.

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Gain max., Bite 8/10/13/15 Uhr und Max.

Wie bereits erwähnt, hat das Pedal zusätzlich einen frequenzkorrigierten Kopfhörerausgang, der sich auch für Recordingzwecke nutzen lässt. Das Ganze klingt durchaus brauchbar, kann aber mit der Kombination von Pedal und Röhrenamp nicht mithalten. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn ich sehe das Ganze mehr als nette Zugabe zum Üben. Das Soundbeispiel beginnt wieder mit ausgeschaltetem Pedal, wobei auch hier das Signal über die Speakersimulation läuft, weil letztere auch jetzt aktiviert bleibt.
Danach hört ihr die unterschiedlichen Gaineinstellungen: 8 Uhr, 11 Uhr, 14 Uhr und Maximalstellung.

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Sound über Kopfhörerausgang
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