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Line 6 Helix Test

Fazit

Der Helix hat sich im Test eindeutig als Flaggschiff aus dem Hause Line 6 präsentiert und lässt das Firehawk FX und auch den POD HD hinter sich. Er punktet mit zwei sehr leistungsstarken Prozessoren, die auch mehrere leistungshungrige Effekte locker verkraften. Die Ausstattung ist erstklassig und genügt professionellen Ansprüchen, das Bedienkonzept erlaubt ein sehr übersichtliches und intuitives Editieren per Display und mithilfe von sechs Reglern. Handfreies Editieren nur über die Fußschalter ist auch möglich. Die Effekte klingen erstklassig, lediglich bei den Amp- und Cab-Models hat es in meinen Ohren noch nicht für die oberste Liga gereicht. Die Einstellungsmöglichkeiten im Amp/Cab-Bereich sind sehr gut, auch die dynamische Ansprache bei diversen Ampmodellen ist authentisch, allerdings fehlt es noch etwas an Druck im Bass- und Tiefmittenbereich. Unter Umständen ist das mit dem Master EQ noch ausgleichbar, aber für mein Empfinden sollte das Amp-Modeling den druckvollen Sound bereits präsentieren, damit man mit dem Master EQ nur noch feine Anpassungen an das angeschlossene Equipment machen kann. Ein paar Kleinigkeiten (keine getrennten Master EQs für XLR und Klinke Out, kein Delay Spillover beim Preset-Wechsel, Editor Software) gibt es noch zu bemängeln, die ein Modeling Gerät haben sollte, das in der oberen Liga mitspielt, aber es könnte ja sein, dass bei einem Firmware-Update diese Dinge behoben werden. Wer auf der Suche nach der “All-In-One-Lösung” für die Bühne ist, sollte den Helix auf jeden Fall antesten.

Unser Fazit:
Sternbewertung 4,5 / 5
Pro
  • Bedienkonzept
  • stabiles Gehäuse, Qualität von Schalter, Potis, Pedal
  • großes Haupt-Display
  • LCD-Anzeige und farbiger LED-Kranz für jeden Schalter
  • 1028 Speicherplätze
  • Effekte, Sound, Möglichkeiten
  • Audio Interface über USB mit acht Signalwegen
  • 4 Send/Returns für externe Effektgeräte, flexibles Routing im Signalweg
Contra
  • kein Delay Spillover beim Preset-Wechsel (Firmware 1.03.0)
  • keine getrennten Master EQs für XLR und Klinkenausgänge (Firmware 1.03.0)
Artikelbild
Line 6 Helix Test
Für 1.559,00€ bei
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Technische Spezifikationen
  • Hersteller: Line 6
  • Modell: Helix
  • Firmware zum Zeitpunkt des Tests: 1.03.0
  • Typ: Multi-Effektprozessor
  • Regler: 6x Multifunktions-Regler, Volume, Phones, Preset, Joystick
  • Anschlüsse: EXP2, EXP3, Ext. Amp, CV, Aux In, Mic In, 4x Send/Return, 2x XLR Out, 2x 1/4″ Out, Phones, Variax, MIDI In, MIDI Out/Thru, Digital In, Digital Out, AES/EBU Out, USB
  • Display: Farbiges LC-Display (140 x 80 mm)
  • Speicher: 1024 Speicherplätze (8 Setlists mit je 128 Plätzen)
  • Maße: 558 x 300 x 85 mm (B x T x H)
  • Gewicht: 6,6 kg
  • Preis: 1.479,00 Euro
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von Thomas Dill

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Profilbild von MichaHo

MichaHo sagt:

#1 - 06.03.2016 um 18:55 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Guter Test Thomas. Kann ich alles so aus meiner Erfahung bestätigen.
Die Firmware ist inzwischen bei 1.6.5. Ein neuer Amp, der Matchless, kam dazu mit einem Update. Klingt sagenhaft gut!
Den Druck und die Durchsetzungskraft eines "echten" Röhrenamps hab ich Anfangs auch vermisst. Nimmt man IRs statt der Boxensimulation, ist diese Lücke schnell geschlossen. Die IRs fressen zwar DSP-Leistung, aber wer braucht schon endlos lange Effektketten, wenn er dafür richtig fetten Röhrenampsound bekommt. :)
Besonders bei bluesigen Nummern oder fetten Heavyriffs kommt der Sound mit IRs kraftvoller und natürlicher rüber.
.
Der Editor ist, so viel ich gelesen habe, in Arbeit und soll demnächst verfügbar sein.
Für mich war und ist der Helix auch so ein Hammerteil! Zu jeder Zeit realistischen, fühlbaren Ampsound, ohne taub zu werden, oder Nachbarn zu ärgern und dazu noch die Austtattung und die übersichtliche, leichte Bedienung. Gitarrensound in guter Qualität aufnehmen, ohne die Bandkollegen mit Gehörshutz versorgen zu müssen, da werden Träume wahr. ;)
Seit November spiele ich nur noch über den Helix. Meine Amps verstauben.;)

Profilbild von 2xR

2xR sagt:

#2 - 23.08.2017 um 00:34 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Keine Ahnung, ob die Leute einfach nur noch taub sind, aber etliche der Sound -Beispiele klingen typisch digital. Egal ob IRs oder nicht. Nehmt nen Röhrenamp, dann wisst ihr, worauf es tatsächlich ankommt.

    Profilbild von Jens

    Jens sagt:

    #2.1 - 13.04.2018 um 12:21 Uhr

    Empfehlungen Icon 0

    Wenn wir einen Röhrenamp nehmen, wissen wir vielleicht, worauf es DIR ankommt. Aber Du könntest mal in Betracht ziehen, dass es Leute gibt, die auch mit dem Helix sehr zufrieden sind. Außerdem vergleichst Du Äpfel mit Birnen, wenn Du tatsächlich erwartest, dass das Helix wie der Sound, der direkt aus der an einen Röhrenamp angeschlossenen Box klingt.

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