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Kurzweil PC4-7 Test

Fazit

Das Kurzweil PC4 will viel und kann tatsächlich auch viel. Egal ob man nun auf die Anzahl der Stimmen, Speicherplätze oder das immense Arsenal an Effektprogrammen schaut: Das PC4 spart nicht mit Features. Was auch und vor allen Dingen an der über viele Modell-Generationen „gewachsenen“ Synthese-Landschaft liegt, die mit V.A.S.T, FM und KB3 drei potente Engines zur Klangerzeugung umfasst. Dort finden sich viele Klanggestaltungsdetails wie etwa die ausgefeilte CC-Automation, die Natural Amplitude Envelope oder das semi-modulare Verschaltungskonzept, die extrem fortschrittlich sind. Der Zugang zu dieser Synthese-Power ist allerdings ausgesprochen kompliziert, woran das etwas altbackene Bedienkonzept aus Cursor, Alpha-Dial und Funktionstasten nicht ganz unschuldig ist. Ein von Grund auf neu gedachtes Benutzerinterface mit Touchscreen-Bedienung hätte hier viel Gutes bewirken können. Auch und gerade, weil die verfügbaren Editoren (Win, OSX, iOS) nur wenig Hilfestellung geben und an vielen Stellen noch nicht ganz ausgereift wirken. Hinzu kommt, dass das Instrument selbst – beispielsweise was die Tastatur betrifft – nicht ganz so wertig wirkt, wie das Preisschild suggeriert. Am Ende steht also ein etwas durchwachsenes Bild: Zwar hat man es hier mit einem sehr leistungsfähigen Instrument zu tun, dessen Möglichkeiten im Detail an manchen Stellen deutlich über das hinausgehen, was die Konkurrenz so ins Rennen wirft. Auf der anderen Seite fügt sich das alles nicht wirklich zu einem konsistent und selbstverständlich bedienbaren Instrument, sondern wirkt über weite Strecken eher wie eine Art „Framework“. 

Unser Fazit:

Sternbewertung 4,0 / 5

Pro

  • Mächtige und vielseitige Klangerzeugung
  • Über 1000 hochwertige Presets inklusive Controller-Adressierung von Parametern
  • Sample-Import möglich
  • Kostenlose Editoren (PC/Mac/iOS)
  • Plug-In Editoren (VST/AU)
  • Vollständiges Zubehör

Contra

  • Komplexe Struktur
  • Tastatur resoniert
  • Rebound der Tastatur gewöhnungsbedürftig
  • Kein Touch-Display
  • Keine globale Speicher-Instanz im Programm Mode
  • Soft-Touch-Navigation-Menü nicht begrenzt
  • Gelegentliche Latenz der ersten Note bei FlashPlay-Sounds
Artikelbild
Kurzweil PC4-7 Test
Für 1.798,00€ bei
Das Kurzweil PC4-7 zeigt sich mit tollem Sound und als idealer Partner für Sounddesigner & Co.
Das Kurzweil PC4-7 zeigt sich mit tollem Sound und als idealer Partner für Sounddesigner & Co.
  • 76 leichtgewichtete anschlagdynamische Tasten mit Aftertouch
  • V.A.S.T. Engine mit 256 Stimmen
  • 6-Operatoren FM Engine
  • 2 GB Factory Sounds
  • 2 GB User Sample Memory
  • Mehr als 1000 Presets
  • KB3 ToneReal Organs
  • FX Engine
  • Import von WAV- und AIF-Samples (16 Bit / max. 96kHz) und Kurzweil-Formate (.P3K, .KRZ, .K25, .K26)
  • 16-Spur MIDI Sequencer
  • Arpeggiator und Riff-Generator pro MIDI-Spur
  • 9 Drehknöpfe, 9 Taster und 9 Fader zur Echtzeitkontrolle
  • 4,3″ Widescreen Color Display
  • 4 Audio Ausgänge: 6,3 mm TRS
  • Stereo Kopfhörerausgang: 6,3 mm TRS
  • 2 Audio Eingänge: 6,3 mm TS
  • 1 Audio Eingang: 3,5 mm TRS
  • MIDI In/Out
  • RJ-45 Ribbon Controller Eingang
  • 4 Eingänge für Pedale und Fußschalter: 6,3 mm TS
  • 2 USB Ports
  • Abmessungen (B x T x H): 118,2 x 35,75 x 10,78 cm
  • Gewicht: 8,8 kg
  • Inkl. Sustainpedal, USB-Kabel, externes Netzteil (15V DC) und Netzkabel
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Kurzweil PC4-7 Test (Foto: Numinos)

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von Numinos

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Profilbild von Boris Lau

Boris Lau sagt:

#1 - 20.09.2021 um 09:04 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Vielen Dank für den Review! Was bedeutet denn "Im Gegensatz zur Artis/Forte-Serie ist beim PC4 allerdings die gesamte Klangerzeugung zugänglich"? Gibt es beim PC4 mehr Editiermöglichkeiten als beim Forte? Mich interessiert vor allem die Möglichkeit, eigene Samples zu verwenden.

Kommentare vorhanden
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