KRK Kreate 5 zum Musikhören
Die Kreate 5 von KRK Systems liefert einen schönen Sound fürs Musikhören. Die ersten Titel meiner oft gespielten Playlist gefallen mir auf Anhieb. Es gibt keine groben Ausbrüche im Frequenzgang, so wie sie einen bei kleineren Box manchmal anspringen. Sanfte, weiche Höhen höre ich, die nicht verschliffen, sondern präzise klingen. Hier kann man hören, dass KRK die gleichen bewährten Lautsprecher eingesetzt haben, die sie ebenfalls in ihren höherpreisigen Abhören verwenden.

Bei Songs mit Akustikgitarre kann ich förmlich die Finger an den Saiten so präzise hören, als wäre die Gitarre live vor mir. In den Mitten rund um 600 Hertz klingen die Boxen für mein Empfinden ein wenig zu dick. Mit Hilfe des LF-Filters bekomme ich dies nicht wirklich in den Griff. Beim Absenken wird der gesamte Tiefbassbereich abgesenkt, sodass die Box dünner klingt, aber noch immer die 600-Hertz-Betonung hat.
Bässe
Apropos Bässe: die K5 klingen mühelos runter bis in den Bereich, in dem Bässe Spaß machen. Bis 80 Hertz höre ich schöne, knackige Bässe. Von einem 5-Zoll-Woofer hätte ich dies nicht unbedingt erwartet. Meinen eigenen Abhören mit 8-Zöllern, die ich zum Vergleich daneben stehend kurz mit einbeziehe, stehen die Bässe der KRK Kreate 5 in nichts nach, zumindest nicht bei leisen bis moderaten Abhörlautstärken.
Gesamtleistung
Hier müssen dann bei der Gesamtleistung von 60 Watt Abstriche gemacht werden. Brutal laut können die KRK K5 nicht. Im Nahbereich aufgestellt, ist die Power total ausreichend. Möchte man die Box weiter weg aufstellen, könnte man einem K5-Boxenpaar eventuell einen zusätzlichen Subwoofer spendieren oder auf die größeren K8 ausweichen. Bei üblichen Abhörlautstärken, die auf Dauer keine Hörschäden verursachen würden, kommt man mit der Leistung der Boxen aber zurecht.
Überhöhung an der Übergabefrequenz
Eine kleine Überhöhung nehme ich bei ungefähr 2,5 Kilohertz wahr. Beim Blick in die Specs fällt mir auf, dass die Übergangsfrequenz zwischen den beiden Wegen seitens des Herstellers mit 2,54 Kilohertz angegeben wird. Hier würde ich ein Auge zudrücken, denn eine Klangunebenheit bei den Übergängen mehrerer Wege ist nicht zu vermeiden. Zumindest nicht in dieser Preisklasse.
Die High- und Low-Filter sind sehr dezent und ermöglichen minimale Anpassungen, die nur feine Ohren wahrnehmen. Der Regelbereich von maximal +/- 2 Dezibel ist sehr zurückhaltend gewählt.


Stereobild
Die KRK Kreate 5 liefern für meine Ohren ein breites Stereobild, was ich zum Musikhören als angenehm empfinde. Gepaart mit den sauber klingenden Höhen des Tweeters liefern die Treiber einen angenehmen Sound, der auch bei dauerhaftem Hören nicht nervt. Für präzises, analytisches Arbeiten würde ich allerdings zu anderen Abhören greifen. Der Klang klingt für mich auffällig angenehm, fast so, als wäre das Ausgabesignal komprimiert.