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Korg Modwave Test

Fazit

Der Modwave ist Korgs erster Wavetable-Synthesizer mit riesigem Potenzial. Trotz seiner Komplexität, die sich aus einer fast schon erdrückenden Summe an Features ergibt, lässt er sich in vielen Situation durchaus zielstrebig bedienen. Am Gerät zu editieren macht Spaß, mit einem Software-Editor läuft es natürlich komfortabler, da die Eingaben über das OLED-Display entfallen. Allerdings sollte man schon einiges an Synthesizer-Erfahrung mitbringen. Kennt man idealerweise einen Korg Wavestate oder Opsix, läuft der Start relativ entspannt. Zu den klanglichen Stärken zählen vor allem rhythmische und pulsierende Klangphrasen sowie flächenartige Soundcollagen, die per Motion Sequencing entstehen und sich per „Kaoss Physics“ in Echtzeit intuitiv modulieren lassen. Als zusätzliches Plus ist der Import von Wavetables im Serum- oder WaveEdit-Format zu werten. Die Factory Presets sind zwar exzellente Demos, zeigen aber längst nicht alles. Auf dem freien Soundmarkt werden ähnlich wie bei Korg Wavestate schon bald kommerzielle Soundpacks angeboten werden. Man muss nicht allein die Klangforschung betreiben, sondern wird sich so einige Inspirationen für elektronische oder auch cinematische Musik holen können.
Vergleicht man den Korg Modwave schließlich mit den besten Wavetable-Synthesizern, kommt man ins Staunen, was Korg zum Straßenpreis von deutlich unter 1.000 Euro in dieses mobile Gerät packt. In punkto Polyfonie schlägt er einen ASM Hydrasynth oder Modal Electronics Argon8 vierfach und bietet jedenfalls die umfangreichste Ausstattung zu diesem attraktiven Preis. Hervorzuheben sind die Layer-Möglichkeiten mit zwei Klängen, wobei sich die beiden Sounds noch per individuellem Effekt-Design aufwerten lassen. Sich gegen den Korg Modwave zu entscheiden, ist bei den starken Argumenten eigentlich nur mit klanglichen Vorlieben zu erklären. Vor allem der Hydrasynth ist schon ein überaus charismatischer Klanglieferant und kostet in der Desktop-Version etwa so viel wie der Modwave. Angesichts dieser enormen klanglichen und technischen Möglichkeiten und dem vergleichsweise sehr günstigen Preis verdient sich der Modwave die volle Punktzahl, welche die angekündigte Software noch unterstreicht. Die große Vorfreude hat sich also gelohnt: Korg Modwave ist ein Synthesizer, zu dem man langfristig einen intensiven persönlichen Kontakt aufbauen kann, um seine individuellen Soundideen zu verwirklichen. Insgesamt ist dieses Instrument sicherlich ein „Best Buy“ innerhalb der Wavetable-Synthesizer. Glückwunsch zum Wavetable-Debüt!

Unser Fazit:
Sternbewertung 5,0 / 5
Pro
  • Flexible und aktuelle Wavetable-Synthese
  • Sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis
  • Überzeugender Gesamtklang
  • Software-Paket inklusive
Contra
  • Keine
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Korg Modwave Test
Für 663,00€ bei

Demovideo mit Korg modwave Presets für Ambient und Melodic Techno.

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  • 37 anschlagdynamische Standard-Tasten
  • Max. Polyphonie: 32 Stereo Stimmen
  • Motion Sequencing 2.0
  • A/B Blend Funktion
  • Layer Funktion
  • Arpeggiator
  • 13 Morph Typen
  • Kaoss Physics – kombiniert X/Y Kaoss-Pad mit modellierbarer Computerspiel-Physik
  • pro Program 2 Wavetable-Oszillatoren sowie ein Suboszillator/Rauschgenerator mit einem von 12 Filtertypen – u.a. MS-20-, Polysix-Multi-Filter
  • Flexibles Modulationssystem, 4 steuerbare Hüllkurven, 5 LFOs, 2 Modulationsprozessoren, 2 Notenskalierungen sowie mehrzeilige Motion-Sequenzen
  • Integrierte Effekte
  • Pitch- und Modulationsrad
  • 4x Mod Regler
  • OLED-Display
  • Editor/Librarian-Software zum Editieren und Verwalten der Sounds auf einem macOS- oder Windows-Computer
  • 2 Line-Ausgänge: 6,3 mm Klinke
  • Stereo Kopfhörerausgang: 6,3 mm Klinke
  • MIDI Ein- und Ausgang
  • USB
  • Dämpferpedaleingang: 6,3 mm Klinke
  • Anschluss für externes Netzteil
  • Abmessungen (B x H x T): 565 x 93 x 338 mm
  • Gewicht: 2,9 kg
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von Matthias Sauer

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