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Interview mit Antonio Sánchez – „Jeder Musiker sollte ein bisschen Schlagzeug spielen“

Antonio Sánchez ist vor allem für seine Arbeit als Schlagzeuger für Jazz-Star Pat Metheny bekannt. Solo geht der in New York lebende, aus Mexico stammende Musiker indes andere Wege – wie sein aktuelles Album „Shift (Bad Hombre, Vol. II)“ beweist. Wir trafen den sympathischen Musiker zum Zoom-Interview. 

Antonio Sánchez im Interview. Foto von Fernando Aceves.
Foto von Fernando Aceves.

Der Vorteil von Zoom-Interviews: Keine lästigen Anfahrten, keine unnötigen Reisekosten und der persönliche CO2-Fußabdruck fällt – verglichen mit Face-to-Face-Interviews – auch weitaus freundlicher aus. Weiterer Pluspunkt: die deutlich verbesserte Pünktlichkeit. Hat man ein digitales Rendezvous, halten sich die Allermeisten streng an die vereinbarte Zeit. Das gilt natürlich auch für Antonio Sánchez. Klar doch, der Mann ist Drummer. Da darf man gutes Timing ohnehin voraussetzen. Darüber hinaus ist der mehrfach Grammy-ausgezeichnete Musiker auch via Kamera ein launiger Gesprächspartner, der offen über seine Musik und seine künstlerischen Visionen spricht. Los geht’s …

Glückwunsch zu deinem neuen Album „Shift (Bad Hombre, Vol. II)“. Der Klangreichtum ist überwältigend, die Bandbreite an Stilen fast unüberschaubar. Manches erinnert mich an einen Soundtrack ohne Film. Liege ich damit richtig?

Oh ja, unbedingt. Einige Dinge könnten definitiv aus einem Soundtrack stammen. Ich habe ja bereits 2014 einen Soundtrack für den Film „Birdman“ komponiert. Diese Arbeit hat mein Musikmachen sicher beeinflusst. Jetzt ist es ein Austausch beider Disziplinen: Meine Musik beeinflusst meine Soundtracks – und die Filmmusik beeinflusst mein Musikmachen. 

Hast du beim Komponieren Bilder im Kopf? Oder gar Szenen für einen imaginären Film?

Das ist schwer zu sagen. Fest steht, dass ich den atmosphärischen und visuellen Aspekt der Musik sehr mag. Konkrete Bilder habe ich beim Komponieren aber nicht im Kopf. 

Wenn „Shift (Bad Hombre, Vol. II)“ ein Soundtrack wäre: für welche Art von Film wäre die Musik geeignet?

Gute Frage. Hm, das müsste wohl ein cooler, schräger, provokanter Film sein. Etwas mit jeder Menge Action – oder ein spannendes Drama. Für einen Science-Fiction-Film könnte ich mir die Musik auch ganz gut vorstellen. 

Wie gehst du beim Komponieren vor? Was kommt zuerst?

Das ist unterschiedlich. Aber meistens beginne ich am Klavier, manchmal ist es ein Bass-Pattern, ein anderes Mal beginne ich mit einer harmonischen Progression von Akkorden. Gelegentlich setzte ich mich für einen neuen Song aber auch ans Schlagzeug, dann ist der Groove der Ausgangspunkt. Irgendwie ist es nie ganz dasselbe, sondern immer etwas anders.

Du bist also ein Multiinstrumentalist?

Nein, nein, so würde ich mich nie bezeichnen! Schlagzeug, Bass und Klavier sind die drei Instrumente, die ich unterschiedlich gut beherrsche. Klar, auf dem Album habe ich auch noch andere Instrumente gespielt, aber ein Multiinstrumentalist bin ich deshalb noch lange nicht. Diese Allrounder stehen auf der Bühne und spielen irgendwie jedes Instrument, das kann ich nicht. Aber ich habe ein gutes Gehör und einen guten Instinkt und kann Dinge so übereinanderlegen, dass sie anständig klingen. Das ist es, was ich gerne mache. 

Foto von Fernando Aceves.

Antonio Sánchez wurde einer breiten Öffentlichkeit durch sein Spiel auf dem Pat Metheny Group Album „Speaking Of Now“ bekannt. Foto von Fernando Aceves.
Würdest du gerne mal Bass oder Klavier in einer Band spielen?

In Mexiko habe ich in einer Band gespielt, da hat der Bassist ein bisschen Schlagzeug gespielt. Bei manchen Songs haben wir unsere Instrumente getauscht, dann ging er ans Drumset und ich habe mir den Bass umgehängt. Das hat Spaß gemacht. Für Rock und Pop reichen meine Fähigkeiten am Bass aus, an Jazz würde ich mich nicht herantrauen. 

Bass und Drums sind nicht weit voneinander entfernt. Es geht immer um den Groove. 

Ja, genau. Ich denke, dass jeder Musiker ein bisschen Schlagzeug spielen sollte. Warum? Weil es einfach eine wichtige Sache ist, den Rhythmus im Körper zu spüren. Das werden eure Leser jetzt bestimmt gerne hören. Aber ich muss auch dazu sagen, dass Schlagzeuger ein Klavier oder ein anderes Harmonieinstrument spielen sollten. Das ist für das musikalische Verständnis einfach wichtig. 

Höre ich gerne. Ich bin Drummer, spiele aber auch noch Gitarre und versuche, Songs zu schreiben. 

Kann ich verstehen. Es macht einfach großen Spaß. Ich finde, dass das viel zu wenige machen. Es ist ja keine Hexerei! Jeder hat in seinem Leben eine Unmenge an Musik gehört und damit eine Vorstellung, wie Musik klingen soll und funktioniert. Besonders natürlich, wenn man gute Musik hört. Man kann anfangs hergehen und seine Lieblingssongs kopieren. Das ist der beste Weg: Erstmal klauen, was das Zeug hält. Später findest du dann hoffentlich deine eigene Stimme. 

Die hast du zweifellos gefunden. Eine Stimme, die aber nicht klar zu definieren ist: „Shift (Bad Hombre, Vol. II)“ ist ja alles mögliche. Aber es ist nicht wirklich Rock, nicht wirklich Industrial und schon gar nicht Jazz. Was ist es denn dann?

Nun … Ich habe mich an dieser Frage tatsächlich schon selbst abgearbeitet. Mit dem Ergebnis, dass ich es nicht weiß. Wenn ich das Album mit einem Etikett versehen müsste, würde ich vermutlich „Alternative“ draufkleben. Weil es experimentell und groovig ist. Fest steht, dass ich kein Album mit jeder Menge Schlagzeugsoli machen wollte. Ich neige übrigens immer mehr dazu, diese Art von „Leistungsschau-Musik“ nicht mehr zu mögen. Mein Ziel war es, ein Album aufzunehmen, das ich immer wieder mit Genuss hören kann. Da habe ich mich bei einigen meiner Lieblingsalben inspirieren lassen. Die kann ich schon seit vielen Jahren immer wieder hören und sie langweilen mich bis heute kein bisschen. Auf all diesen Alben finden – nebenbei bemerkt – sehr wenige Soli statt. 

Foto von Fernando Aceves.
Mit seinem aktuellen Soloalbum „Shift (Bad Hombre, Vol. II)“ geht Antonio Sánchez musikalisch zu seinen Wurzeln in der Rockmusik zurück. Foto von Fernando Aceves.
Jetzt bin ich neugierig: Von welchen Alben sprichst du?

Zum Beispiel von „So“ von Peter Gabriel – ein zeitloses Album. Oder „The Seeds Of Love“ von Tears For Fears. Ebenso zeitlose Qualität. Dann fällt mir spontan noch „Joshua Tree“ von U2 ein. Bei diesen Alben gibt es kleine solistische Einwürfe, das hat musikalische Qualität. Aber alles ist den Songs untergeordnet und nie Selbstzweck. Daran habe ich mich auch bei „Shift (Bad Hombre, Vol. II)“ orientiert. Ich wollte auch ein zeitloses Album erschaffen, mit kurzen, prägnanten Songs und ohne Soli. Das Dreieinhalb-Minuten-Maß war für mich aber eine große Herausforderung, weil ich früher Stücke gemacht habe, die schon mal 20 Minuten lang waren. Es war ein Experiment, bei dem ich mich disziplinieren musste.

Ehrlich gesagt, habe ich erwartet, dass das Schlagzeug mehr im Fokus des Albums stehen würde…

Ich denke, das tut es. Was ich nämlich gemacht habe, ist Folgendes: Ähnlich wie bei „So“ oder „The Seeds Of Love“, wo es ja von Vocal-, Gitarren- und Keyboard-Overdubs nur so wimmelt, habe ich mehrere Drumspuren übereinandergelegt. Dafür habe ich bestimmte Parts auf vier verschiedenen Drumsets eingespielt. Natürlich synchron, sodass man eigentlich nur ein einziges Schlagzeug hört – in Wirklichkeit aber sind es vier Sets. Das macht den Sound richtig groß. 

Das klingt nach heftiger Studio-Tüftelei. Verwendest du Pro-Tools? 

Ja, genau. Pro-Tools. 

Wie fit bist du in diesem Bereich?

Mittlerweile ziemlich fit. Ich habe mir das alles in einer Art Crashkurs draufgeschafft. Es war so: Nach „Birdman“ sollte ich für einen spanischen Dokumentarfilm den Soundtrack machen. Den wollte ich in meinem eigenen Studio aufnehmen, das zu diesem Zeitpunkt aber noch gar nicht richtig fertig war. Ich musste also innerhalb eines Monats das Equipment kaufen und mir das technische Know-How draufschaffen. Ein paar Pro-Tools-Stunden habe ich bei Freunden genommen, den Rest habe ich mir alleine beigebracht. Learning by doing. Zeitdruck inklusive. Die Lernkurve war also ganz schön steil (lacht). Zwischendurch hatte ich Angst, dass ich das alleine nicht hinbekomme. Doch es hat geklappt. Mit dem Ergebnis, dass ich die Studiotechnik jetzt für meine eigenen Sachen einsetzen kann. 

Wow, du hast nicht einmal einen Studiotechniker mit einbezogen?

Nein, ich habe das alles ganz alleine gemacht. Ehrlich gesagt, arbeite ich sehr gerne alleine. Ich habe kein Problem mit meinem Ego und für mich ist das auch okay, wenn ich eine Stunde lang an einem kleinen dämlichen Gitarrenpart herumfummle. Darin bin ich nicht gut, das weiß ich. Aber ich hatte keinen Zeitdruck, also probierte ich so lange herum, bis ich damit zufrieden war. Wenn jemand anderes im Raum gewesen wäre, hätte ich das nicht gemacht. So aber habe ich auch eine Mandoline aufgenommen, obwohl ich keine Ahnung von dem Instrument habe. Aber ich weiß, wie man die Finger setzt und ich habe ein gutes Gehör, also konnte ich ein paar originelle Mandolinen-Teile beisteuern. Das ist nur als Einzelkämpfer möglich (lacht). 

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Für seinen Soundtrack zum Film „Birdman“ gewann Antonio einen Grammy.
Du hast auf „Shift (Bad Hombre, Vol. II)“ viele Stargäste. Wie hast du die Auswahl vorgenommen?

Das sind alles Leute, die ich sehr bewundere. Man könnte sagen, sie sind irgendwie meine Vorbilder. Außerdem wollte ich keine Jazzer mit dabeihaben. Ich wollte weg vom Jazz – und hin zu meinen musikalischen Wurzeln. Und die liegen im Rock´n´Roll. Schließlich bin ich mit Rockmusik aufgewachsen, mit den Beatles, den Stones, mit Led Zeppelin und Cream. Später kamen Bands wie Rush und The Police dazu. Alle diese Einflüsse schimmern auf „Shift (Bad Hombre, Vol. II)“ durch. Der eine Titel hat etwas von The Police, der andere etwas von den Beatles – aber alles interpretiert von einem Musiker, der schon seit Jahrzehnten Jazz spielt. Ich denke, das ist der Grund, warum es kein konventionelles Rockalbum ist. 

Ein Jazzmusiker ist aber dann doch mit dabei: dein früherer Arbeitgeber Pat Metheny. In dem Titel „Eh Hee“ ist er kaum wiederzuerkennen, es ist ja auch alles andere als ein Jazztrack. 

Richtig. Ich glaube, bei einem Jazzsong hätte er auch nicht mitgemacht. Er ist ja ohnehin sehr wählerisch mit seinen Kooperationen, da er nur sein eigenes Ding macht – was ich total respektiere, er ist einfach völlig fokussiert. Das wusste ich natürlich, als ich ihn angefragt habe. Ich sagte zu ihm, dass er sehr gut zu diesem von Dave Matthews komponierten Song passen würde und ich hoffte darauf, dass er diesen rockigen Track reizvoll finden würde. Das hat geklappt. Er mochte den Song. Ich bin mir sicher, wenn ich ihn um ein Jazzsolo in einem Jazzsong gebeten hätte, hätte ich eine Abfuhr bekommen. Es wäre für ihn einfach nichts Neues gewesen. 

Ein echter Rocktrack ist „Eh Hee“ aber nicht. Die Taktarten ändern sich ja ständig. 

Stimmt. Es geht mit Sieben-Viertel-Takt los, dann kommt ein Vier-Viertel und dann ein Sechs-Achtel-Takt. Das kommt im Rock nicht sehr oft vor. 

Was macht ungerade Takte für dich so attraktiv? 

Sie sind für mich nur dann attraktiv, wenn sie auch einen Sinn ergeben. Nimm nur mal afrikanische oder indische Musik. Ich verstehe das nicht, ich erkenne auch nicht die Taktart und was sie überhaupt da rhythmisch machen. Dennoch klingt es organisch und selbstverständlich. Das ist es, was ich an ungeraden Takten mag – wenn sie nicht gewollt, sondern natürlich klingen. Oder hör dir bulgarische oder griechische Musik an: Da singen die Menschen in einem Neuner-, Siebener- oder Elfertakt, das ist verrückt! Vor allem, da sie vermutlich gar nicht wissen, in welcher Taktart sie gerade unterwegs sind. Trotzdem klingt es melodisch und sogar irgendwie einfach. 

Hat Dave Matthews diese ganzen Taktwechsel in dem Track vorgegeben?

Nein, gar nicht. Der Titel war ursprünglich im Vier-Viertel-Takt gehalten, also total geradlinig. Als ich dann anfing, den Song zu bearbeiten, dachte ich: `Wow, vielleicht sollte ich hier oder da etwas Platz lassen und den Rhythmus verändern.´ Das habe ich gemacht. Als ich ihm dann meine Bearbeitung geschickt habe, war er hin und weg.  

Bei „Trap“ singt deine Frau Thana Alexa mit. Ist es nicht problematisch, wenn man als Paar das Berufliche und Private nicht voneinander trennen kann?

Nein, gar nicht. Wir trennen das überhaupt nicht, haben wir noch nie gemacht. Im Gegenteil: Ich spiele in ihrer Band und sie singt in meiner. Wir arbeiten auch im kreativen Prozess gut zusammen. Bei „Trap“ habe ich ihr einen Drumbeat und eine Basslinie vorgegeben. Das hat ihr als Basis gereicht, um den Text zu schreiben. Als sie damit fertig war, haben wir den Song gemeinsam fertiggestellt. Da wir in einem Haus mit Studio wohnen, konnten wir wann wir wollten an dem Track arbeiten. Ich liebe den Song!

Auf „I Think We´re Past That Now“ spielt Trent Reznor von Nine Inch Nails mit. Auch ihn erkennt man in diesem anfangs sehr ruhigen Titel nicht. 

Das ist es, was ich meine: Hätte das Album ein Rockproduzent gemacht, hätte er die Leute in ihrem üblichen Umfeld eingesetzt. Ich habe es genau anders herum gemacht: Ich habe sie mit für sie neuen Klängen konfrontiert. Das ist das Spannende daran. 

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Antonio Sánchez feat. Trent Reznor, Atticus Ross – I Think We’re Past That Now
Abschließend noch eine Frage an den Drummer Antonio Sánchez: Worauf kommt es beim Drumming an, was sollte man als Schlagzeuger besonders üben?

Ich würde sagen, es geht um rhythmische Genauigkeit. Das ist etwas, das alle großen Musiker gemeinsam habe. Sie haben ein gutes Gefühl dafür, jede Note an der richtigen Stelle zu platzieren, egal ob es sich dabei um eine Triole, eine Achtel- oder um eine Viertelnote handelt. Man weiß, was es ist. Und man kann die Kraft spüren, die diese Leute ausstrahlen. Von Miles Davis über Pat Metheny zu Chick Corea, John Lennon, Peter Gabriel oder Stewart Copeland. Sie alle haben genau diese Eigenschaft. 

Letzte Frage: Wer sind deine persönlichen Lieblingsdrummer?

Oh, das sind viele. Zunächst mal all die Drummer der Bands, die ich schon genannt habe. Als ich mit Jazz begann, war Tony Williams einer meiner wichtigsten Einflüsse. Aber auch Roy Haynes, Jack DeJohnette, Elvin Jones, Max Roach, Philly Joe Jones. Dann natürlich auch die Fusion-Typen: Dave Weckl, Vinnie Colaiuta, Dennis Chambers, Steve Gadd. Aus meiner Generation finde ich Brian Blade, Eric Harland, Marcus Gilmore, Otis Brown III und Jonathan Blake sehr gut. Du siehst, es gibt so viele großartige Drummer. 

Vielen Dank für’s Gespräch!
Foto von Fernando Aceves.
„Jeder Musiker sollte ein bisschen Schlagzeug spielen“. Foto von Fernando Aceves.

Antonio Sánchez Equipment:

Yamaha Drums

Zildjian Cymbals 

Zildjian Sticks & Mallets

Remo Drumheads

LP Percussion

Website: https://www.antoniosanchez.net

Instagram: https://www.instagram.com/antoniodrums1

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11.12.2018
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von Gunther Matejka

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