IK Multimedia iLoud Sub Test – kompakter Raumkorrektur-Subwoofer fürs Studio

Die Raumkorrektur IK Multimedia ARC Studio kostet aktuell 259 Euro als Hardware. Der neue iLoud Subwoofer mit identischer ARC-Lizenz liegt bei 699 Euro. Macht rund 450 Euro für den kompakten Subwoofer mit drei Treibern. Umfangreiche Ein- und Ausgänge, eine fast vollwertige Receiver-Funktion also, sowie ausgereifte Raumkorrektur inklusive passenden Messmikrofon kommen dazu!

IK Multimedia iLoud Sub Test – kompakter Raumkorrektur-Subwoofer fürs Studio
IK Multimedia iLoud Sub Test – klein und tight
Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • knackiger, tiefer Sound
  • extrem kompakter Subwoofer
  • integrierte ARC X Room-Correction für “2.1”
  • mehrere Eingänge inklusive Bluetooth und USB-Interface
Contra
  • kein Schutzgitter
Artikelbild
IK Multimedia iLoud Sub Test – kompakter Raumkorrektur-Subwoofer fürs Studio
Für 699,00€ bei

Highlights IK Multimedia iLoud Sub Test

  • Subwoofer mit analogen I/Os, USB-Interface und solider ARC X Raumkorrektur
  • Stereo In, Stereo Out, USB-In, Bluetooth, XLR, Cinch
  • Drei Kanäle Hardware-Raum-Entzerrung für 2.1
  • für IKM Speaker und Fremdhersteller Lautsprecher

Wie klein ist iLoud ?

Der IK Multimedia iLoud Subwoofer ist ein kleiner, aktiver Studio-Subwoofer mit integrierter Lautsprecherkalibrierung für bis zu drei Kanäle: Links, Rechts und Sub. Das geschlossene Gehäuse kombiniert einen aktiven 6,5-Zoll-Tieftöner an der Front mit zwei seitlich angeordneten passiven 6,5-Zoll-Radiatoren.

IK Multimedia iLoud Sub Front
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Eine solch geschlossene Konstruktion ermöglicht tiefenreiche Basswiedergabe ohne Strömungsgeräusche oder die für Bassreflexsysteme oft typischen Nachschwingungen. Das Ergebnis ist kontrollierter, präziser Bass mit knackigen Impulsverhalten. Präzise Kontrolle ist an der Stelle wichtiger als maximaler Schalldruck – ein klarer Pluspunkt für Mix und Monitoring.

Zahlen-Spiele für den IKM Würfel

Angetrieben von 160 Watt RMS (200 Watt Peak) deckt der iLoud Subwoofer laut Hersteller einen Frequenzbereich von 25 Hz bis 150 Hz (-6 dB) ab. Der maximale Schalldruck wird mit 106 dB bei 40 Hz beziffert.

Für sich genommen ist das nicht außergewöhnlich. Bemerkenswert wird es jedoch im Kontext der kompakten Abmessungen von gerade mal 25 cm pro Seite sowie das geringe Gewicht von 7 kg.

IK Multimedia iLoud Sub Terminal
Die Rückseite mit ihren Anschlüssen.

Schade ist, dass kein Schutzgitter vor dem frontalen Woofer verbaut ist – insbesondere bei einer Platzierung unter dem Schreibtisch steigt die Wahrscheinlichkeit, hineinzutreten enorm.

Welche Anschlüsse sind vorhanden ?

Wie bei jedem Subwoofer mit integriertem Bass-Management und aktiven Filtern werden die angeschlossenen Satelliten aka Stereo-Lautsprecher über den Subwoofer durchgeschleift. Dafür stehen zwei Ein- und zwei Ausgänge zur Verfügung. Neben zwei festen Trennfrequenzen 50 und 80 Hz, gibt es außerdem den ARC-Mode.

Die Eingänge sind als XLR/Klinke-Combo-Buchsen sowie Stereo-Cinch ausgeführt. Die Ausgänge stehend ausschließlich in XLR oder Cinch bereit, was sich in der analogen Praxis aber als ausreichend erweist.

IKM iLoud: almost set and forget

Darüber hinaus lässt sich der Subwoofer digital per USB mit dem Computer verbinden. Und somit selbstständig – nach der Kalibrierung – als Audiointerface für 2.1-Setups nutzen. Selbst Bluetooth ist an Bord, sodass sich Smartphones oder TVs zusätzlich unkompliziert und kabellos einbinden lassen.

IK Multimedia iLoud Sub Test – kompakter Raumkorrektur-Subwoofer fürs Studio
Die Rückseite mit ihren Anschlüssen.

Besonders positiv: Alle Eingänge werden intern summiert und können gleichzeitig genutzt werden – ein Umschalten ist nicht erforderlich. In diesem Zusammenhang ebenfalls praktisch: Auto-Standby, das den Subwoofer bei Nichtbenutzung automatisch in den Energiesparmodus versetzt.

Über die USB-Verbindung wird außerdem die mitgelieferte ARC-X-Software angebunden, die Kalibrierungsprofile erstellt, verwaltet und noch ein paar Extras bietet. Auf diesem Weg realisiert IKM jedenfalls die automatische ARC-Raumkorrektur inklusive Phasenanpassung für den Subwoofer und jeglichen angeschlossenen Monitore. Folglich werden alle drei jeweils separat in der Test-Sequenz vermessen.

IK Multimedia iLoud Sub Software
Über die analoge Gain-Regelung am Subwoofer selbst lässt sich später auch ohne Computerverbindung grob eine Bass-Pegel-Anpassung im Bass vornehmen

Für die Messung werden dabei acht Abhörpositionen gemittelt, was zu einem vergleichsweise großen Sweet Spot führt. Wie Laufzeit-, Pegel- und EQ-Optimierungen intern berechnet werden, bleibt verborgen, Pegel und Laufzeiten lassen sich jedoch auch nachträglich unkompliziert anpassen.

Zudem stehen zahlreiche Zielkurven zur Verfügung, sodass das Setup nicht zwangsläufig auf eine strikt „langweilig-lineare“ Abstimmung festgelegt ist. Ein klarer Vorteil gegenüber stärker geschlossenen, rein softwarebasierten Lösungen wie Sonarworks.


IKM ARC X in der Praxis

IK Multimedia ARC in Version X ist ein grundsätzlich ausgereiftes System aus hardwarebasierter Raumkorrektur, das vollständig DAW- und lautsprecherunabhängig arbeitet und sich in nahezu jedes Setup integrieren lässt. Möglichkeiten oder Tools, überhaupt die perfekte Subwoofer oder gar Lautsprecher-Position zu finden gibt es nicht. Aber das gibt es bei keinem Hersteller; eigentlich verrückt. Ich empfehle dazu weiterhin den kostenlosen REW.

Stereo+Sub und das auch alles einzeln!

Die Erstellung der Korrekturprofile erfolgt hier sehr unkompliziert und per automatischer Messung; anschließend werden Frequenzgang- und Phasenkorrekturen direkt im Subwoofer gespeichert – ein Computer ist im laufenden Betrieb nicht mehr zwingend erforderlich. Sehr gut! Bei reinen Plugin-basierten Lösungen hat man ja das grundlegende Problem, jedesmal beim Bouncen an das Deaktivieren der Roomcorrection zu denken – hier zum Glück nicht!

Klang

Der kleine IKM-Subwoofer iLoud überrascht mit erstaunlich hohem Maximalpegel. Erst bei sehr hohen Lautstärken geht ihm hörbar die Puste aus – damit hätte ich in dieser Größenklasse nicht gerechnet. Klassische Portturbulenzen treten konstruktionsbedingt nicht auf, dennoch macht sich bei extremen Pegeln die geringe bewegte Masse bemerkbar: Das System beginnt dann leicht zu resonieren.

That’s what you get

Zur klanglichen Feinabstimmung stehen ausgewählte Zielkurven zur Verfügung. Die Eingriffstiefe der Korrekturen lässt sich außerdem in drei Stufen festlegen: Broad, Default und Sharp. Ansonsten beschränkt sich das Management auf globalen Bypass sowie kanalweise Mute-, Phasen- und Pegelanpassungen.

Ergänzend bietet das System Abhörprofile verschiedener Studiomonitore und so zusätzliche Referenzmöglichkeiten. Eine manuelle Definition der Übergangsfrequenz zwischen Subwoofer und Satelliten ist indes nicht vorgesehen. Ebenso fehlt die schnelle Umschaltmöglichkeit auf ein alternatives Profil ohne Subwoofer-Unterstützung.

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In diesem Zusammenhang erweist sich der analoge Gain-Regler am Subwoofer für grobe Pegelanpassungen oder Late-Night-Szenarien durchaus hilfreich – ein zusätzliches Profil hierfür wäre ebenfalls hilfreich gewesen.

Ein Schwachpunkt bleibt außerdem der fehlende Anschluss für das mitgelieferte Messmikrofon am Gerät selbst. Für die Kalibrierung wird so zumindest temporär ein externes Audiointerface mit Mikrofonvorverstärker benötigt.

Nach abgeschlossener Messung lässt sich das System wieder vollständig analog betreiben, in beliebige Stereo-Signalwege einschleifen oder alternativ unkompliziert per USB nutzen sowie über System-Audio ansteuern.

Dazu ist anzumerken: idealerweise verfügen angeschlossenen Satelliten ebenfalls über eigene Pegelsteller, sodass sich ein grobes Gain-Staging realisieren lässt – und einem beim nächsten Filmabend nicht direkt die Mütze um die Ohren fliegt. Nicht kritisch, aber ebenfalls zu beachten: ohne externen Mikrofon-Preamp ist eine erneute Kalibrierung natürlich auch nicht möglich, zudem sollte der Subwoofer nach der Messung nicht mehr verschoben werden, logisch.

ARC X Mikrofon ohne Preamp und Kabel
Ohne Kabel und Preamp geht nix!

Fazit: IK Multimedia iLoud Sub Test

Der IK Multimedia iLoud Sub ist mehr als ein kompakter Studio-Subwoofer: In Kombination mit ARC X fungiert er als zentrale Bass-, Routing- und Raumkorrektur-Einheit für moderne 2.1-Setups. Die integrierte hardwarebasierte Raumkorrektur inklusive automatischer Phasenanpassung, Lautstärke- und EQ-Optimierung macht das System attraktiv für kleine Studios und Heimarbeitsplätze, in denen Kontrolle wichtiger ist als maximaler Schalldruck. Obwohl: das kleine Teil geht schon ordentlich laut!

Klanglich überzeugt das geschlossene Subwoofer-Konzept mit passiven Radiatoren. Es ermöglicht so beachtlichen Tiefgang bei kompakten Abmessungen, ohne Strömungsgeräusche oder langes Nachschwingen – der Bass bleibt präzise, trocken – impulstreu, genau das, was man im Studio erwartet. Die gleichzeitige Nutzung aller Eingänge, Bluetooth, Auto-Standby sowie die Möglichkeit, den Subwoofer sogar als USB-Audiointerface zu betreiben, unterstreichen den hohen Praxiswert.

Nicht ganz konsequent gelöst ist, dass kein Mikrofon-Preamp für das Messmikrofon integriert ist, sodass für die Kalibrierung ein externes Audiointerface benötigt wird. Auch lässt sich die Übergangsfrequenz zwischen Subwoofer und Satelliten in ARC nicht manuell festlegen – hier ist Vertrauen in die Automatik gefragt. Zudem fehlt wirklich das Schutzgitter vor dem kleiner Woofer!

Unterm Strich liefert der iLoud Sub mit ARC X ein durchdachtes All-in-one-System für alle, die ein preislich attraktives, platzsparendes und klanglich wirklich gut kontrolliertes 2.1-Setup suchen.

Features

  • Aktiver Subwoofer mit 6,5-Zoll Tieftöner und 2x 6,5-Zoll passive Radiatoren
  • 160 W RMS, 200 W Peak, 25 – 150 Hz @-6 dB sowie 106 dB Peak@40Hz
  • integrierte ARC-Raumkorrektur für Subwoofer und angeschlossene Monitore, inkl. ARC X Software und Messmikro
  • automatische Phasenanpassung, Lautstärke- und EQ-Optimierung
  • Bluetooth, Auto-Standby, USB-Anschluss für Daten und Audio
  • Eingänge: 2 x Combo, 2x RCA; Ausgänge: 2 x XLR, 2x RCA
  • Maße:: 244 x 250 x 283 mm3 HBT, Gewicht: 7,1 kg
  • Hergestellt in: China
  • Preis: € 699,– (Straßenpreis am 13.1.26)
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