Anzeige

Harrison Mixbus 8 Test

Seit einigen Jahren macht Harrison Mixbus den Platzhirschen Cubase, Pro Tools, Reaper, Live und Co. Konkurrenz. Die DAW bezeichnet sich selbst als “am besten klingend” und hat durch einen speziell gestalteten Mixer einen anderen Mixing-Ansatz. Wie gut ist die neuste Version Mixbus 8 mit den Funktionen, die an Live und Bitwig Studio erinnern? Wir haben es getestet.

Harrison Mixbus 8 Review

Details

Mixbus – Beschränkungen wie anno dazumal

Harrisons DAW baut auf der Open Source DAW Ardour auf und erweitert sie um den Nachbau eines analogen Mischpults. Es kombiniert (je nach Standpunkt) die Vor- bzw. Nachteile der heutigen Produktionsweise mit denen der analogen Zeit. Spuren gibt es zwar so viele, bis der CPU nicht mehr kann, doch beschränkt man die Buss-Tracks, also die Summenspuren, dafür auf gerade einmal acht.

Das erfordert dann doch eine andere Arbeitsweise. Vielen ist es unverständlich, warum man sich heutzutage so einschränken sollte. Für andere wiederum ist es ein Segen – man verstrickt sich nicht in der Unendlichkeit von Möglichkeiten und muss sich gezwungenermaßen aufs Wesentliche konzentrieren. Mit den acht namensgebenden Mixbussen kann man so allerhand anfangen und hat man sich einmal daran gewöhnt, will man unter Umständen gar nicht mehr mit anderen DAWs arbeiten.

Harrison Mixbus 8 Routing
Das Alleinstellungsmerkmal von Mixbus: der Mixer mit einfachem Routing

Trotzdem hat man alle Vorteile, die die digitale Welt mitbringt: ein Editor für Eingriffe in Audio- und MIDI-Material, Plugins für Effekte und virtuelle Instrumente, eine Analysefunktion, Routing, Panning und mehr.

Neuigkeiten in V8

Neben besserer Performance in DSP, Audio und MIDI, vielen Bugfixes und Mixer Scenes, bietet Mixbus in Version 8 auch nonlineare Cues mitsamt Clip Launcher á la Ableton Live. Außerdem ist es fit für Macs mit M1 und M2 und Waves V12 Plugins und der Installer ist nun für Mac und Windows signiert.

Windows, macOS und Linux

Mixbus 8 ist wie Ardour eine 64-Bit-DAW für die drei großen Systeme Windows, macOS und Linux.

Historisch bedingt fühlt sich die Performance unter Linux am besten an, direkt gefolgt von Windows. Unter macOS hatte ich in den vergangenen Versionen immer wieder Probleme, nun fehlt es am Testsystem. Da die Entwickler aber mit macOS selbst arbeiten und aufnehmen, gehe ich mal davon aus, dass es mindestens auch brauchbar ist und keine signifikanten Einbußen bei der Stabilität mehr mitbringt.

Preis

Mixbus 8 kostet 129 US-Dollar, aktuell gilt aber noch der Einstiegspreis von 59 US-Dollar. Wer schon Mixbus 7 besitzt, kann sich das Update für 29 US-Dollar kaufen. Oben drauf kommt noch die Mehrwertsteuer.

Für eine ausgewachsene DAW mit tollen Alleinstellungsmerkmalen und vor allem den Komfortfunktionen fürs Mixing ist das sicherlich ein sehr fairer Preis. Mixbus 8 ist vor allem dann ratsam, wenn man den opulenten Mixer aus der weit teureren Mixbus 32C V8 nicht benötigt. 

Kommentieren
Kommentare vorhanden
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.