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Gretsch G5232T Electromatic Double Jet FT Test

Praxis

Trocken angespielt wirkt die Gitarre sehr direkt und die Werkseinstellungen sind in puncto Bespielbarkeit und Oktavreinheit nahezu tadellos, auch wenn die G- und B-Saite noch leicht nachjustiert werden mussten. Insgesamt liegt die Gitarre sehr ausgewogen in der Hand und es stellt sich sofort ein hoher Wohlfühlfaktor ein.
Für die Soundbeispiele stöpsele ich die Gretsch zunächst in einen cleanen Fender Bassman. Sehr zum Bedauern musste ich sofort einen Wackelkontakt des Dreiwegschalters feststellen und in Kombination mit den oben erwähnten Potiknöpfen, die nicht festgeschraubt waren, empfinde ich den Umstand sehr ärgerlich. Inwieweit es sich hier nur um einen Einzelfall von mangelndem Controlling handelt, lässt sich jedoch nicht beurteilen.
Im ersten Beispiel gehe ich alle Pickup-Einstellungen durch. Der Klang entpuppt sich als der typische, leicht hohle Vintagesound, den man von einem Instrument dieser Art mit Filtertrons auch erwarten würde.

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Clean Picking all Pickups

Der Halspickup erlaubt mit leicht zurückgenommenem Tone-Regler warme, jazzige Sounds.

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Clean Jazzy – Neck PU

Auch wenn, wie oben erwähnt, die Mittelstellung die Humbucker nicht splittet, ermöglicht diese Position doch auch funkige, knackige Gitarrenriffs.

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Funky – Bridge PU

Nun drehe ich den Volume-Regler des Fender Bassmans für eine typische 50s Rock’n’Roll-Zerre weiter auf. Hier kann die Gretsch natürlich ihre Trümpfe voll ausspielen und der moderate Output der Pickups ermöglicht einen gut definierten Zerrsound.

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Moderate Rock Gain – Steg PU
Die Gretsch G5232T Double Jet Electromatic FT liefert einen authentischen, klassischen Rocksound und besitzt eine ansprechende Vintage-Optik.
Die Gretsch G5232T Double Jet Electromatic FT liefert einen authentischen, klassischen Rocksound und besitzt eine ansprechende Vintage-Optik.

Dieser Eindruck bleibt auch in der Zwischenposition erhalten, die zwar etwas dunkler daherkommt, aber immer noch eine klare Transparenz zeigt.

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Moderate Rock Gain – Mittelposition

Für den klassischen Ennio-Morricone-Westernsound drehe ich den Reverb drastisch auf und vergreife mich am Bigsby Tremolo. Der Klang ist sehr authentisch, allerdings darf man vom B50 Bigsby keine Wunder im Hinblick auf die Stimmstabilität erwarten. Deshalb musste ich auch im Folgebeispiel einige Versuche spielen, um ein Ergebnis zu erhalten, das halbwegs in tune ist. Da dies jedoch bauartbedingt ist, soll dieser Punkt nicht in die Wertung einfließen.

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Bigsby Bridge Reverb

Nun wechsele ich zu einem Marshall Plexi für Medium-Gain-Rocksounds à la AC/DC. Der niedrigere Output der Filtertrons harmoniert sehr gut mit der Marshallzerre und die Powerchord brüllen ordentlich, wobei auch das Picking am Ende sehr gut auflöst.

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Marshall Medium Gain Rockriff

Als nächstes möchte ich die Dynamik und die Arbeitsweise des Volume-Potis ergründen. Hier überrascht mich der Regelweg etwas, denn das Poti führt die Lautstärke etwas runter, dann passiert über eine lange Regelzeit nichts, und dann herrscht ziemlich abrupt Stille. Hinzu kommt, dass das Poti anfangs leicht kratzte, was aber nach beherztem Rauf- und Runterregeln verschwand. Vielleicht sollte man generell von Herstellerseite die Qualität von Potis, Kondensatoren und Schaltern trotz des günstigen Preises der Gitarre einer Überprüfung unterziehen.

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Dynapick

Leadsounds gehen dank des tollen Halses und der Werkseinstellung mühelos von der Hand und das Instrument fühlt sich sofort vertraut an.

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Leadsound
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