ANZEIGE

Glockenklang Uno Rock Art Light Test

Praxis

Bassboxen mit 15-Zöller(n) werden gerne als Tiefbass-Ergänzung für größere Stacks eingesetzt, so manches modernes Modell mit Hochtöner-Austattung ist aber durchaus auch in der Lage, einen aufgeräumten Basssound mit ausreichend Höhen zu liefern und kann deshalb auch als Standalone-Box überzeugen. Bei der Uno Rock Art Light von Glockenklang ist dies sicherlich auch der Fall, weshalb wir die edle Box aus deutscher Fertigung auch als Fullrange-Box testen wollen.
Die Voraussetzung dafür ist natürlich ein kräftiger Amp, die Box ist nämlich mit 400 Watt belastbar und besitzt eine Impedanz von 8 Ohm, sodass der Amp nur etwa die Hälfte seiner Leistung abgeben wird. Ich habe die Glockenklang ausgiebig mit meinem B|Amp von Bergantino getestet, der mit 350 Watt an 8 Ohm ausreichend PS unter der Haube hat und als sehr neutral und transparent abgestimmter Amp sicherlich hervorragend zur Uno Rock Art Light passt.
Das Duo hat mich in den letzten Wochen bei einigen Club-Gigs begleitet und ich kann jetzt schon verraten, dass ich von den Wiedergabe-Eigenschaften meines Testkandidaten sehr beeindruckt bin! Aber beginnen wir doch von vorn – die 15-Zoll-Box aus Herford klingt in der Tat nicht wie die meisten anderen 15er-Boxen. Diese “leiden” bekanntlich häufig an einer Überbetonung der Tiefmitten und einer Unterbelichtung der hohen Frequenzen, was nicht selten zu einem leicht dröhnenden, undifferenzierten und schlecht ortbaren Sound führt.

Ist dieser Glockenklang-Zögling tatsächlich ganz anders als andere 15er-Boxen?
Ist dieser Glockenklang-Zögling tatsächlich ganz anders als andere 15er-Boxen?

Davon kann bei der Uno Rock Art Light jedoch nicht ansatzweise die Rede sein. Ich habe tatsächlich noch nie (!) eine derart ausgeglichen und transparent klingende 15-Zoll-Box gehört: Das Fundament wird zwar voluminös, aber trotzdem extrem transparent und knackig abgebildet, ebenmäßige Mittenfrequenzen ohne jegliche Überbetonungen sorgen für einen organisch-natürlichen Klang, und der Hochtöner ergänzt das Klangbild mit detailfeinen, ultra luftigen und geschmeidigen Höhen, wie ich es noch von keiner anderen Bassbox gehört habe.
Der Hochtöner strahlt zudem sehr breit ab und wird in keiner Situation von den tieferen Frequenzen überlagert, sodass der Bassound mit der Uno Rock Art Light auch im Bandsound hervorragend ortbar und transparent bleibt. Trotz ihrer neutralen und ebenmäßigen Wiedergabe-Eigenschaften klingt die Uno Rock Art Light aber keineswegs langweilig, sondern überzeugt mit ordentlich Tiefbass-Punch und jeder Menge Durchsetzungskraft. Diese wird auch bei hohen Lautstärken trotz einer leicht gesteigerten Hochmittenpräsenz niemals aufdringlich.

Für die herausragenden klanglichen Eigenschaften der Box ist nicht zuletzt der stufenlos regelbare Tweeter verantwortlich!
Für die herausragenden klanglichen Eigenschaften der Box ist nicht zuletzt der stufenlos regelbare Tweeter verantwortlich!

Dazu kommt, dass mein Testkandidat EQ-Veränderungen am Amp – egal ob heftiger oder subtiler Art – sehr bereitwillig umsetzt. Der Flexibilität sind dadurch kaum Grenzen gesetzt, und die Uno Rock Art Light eignet sich damit auch für extremere Sounds und perkussive Spieltechniken, wie etwa dem Slapping, die viele andere 15-Zoll-Boxen nicht wirklich überzeugend umsetzen können.
Einen ersten Eindruck von der tollen Performance der Glockenklang-Box könnt ihr euch mit den nachfolgenden Audiobeispielen verschaffen. Die Clips sind allerdings nur als grobe Richtung zu verstehen, denn das Mikrofonsignal kann die Klangentfaltung einer Box im Raum leider nur unzureichend wiedergeben, und der Sound wird ja außerdem durch sehr viele Variablen beeinflusst.

Audio Samples
0:00
Fingerstyle Slap Vintage
Kommentieren
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.