Hersteller_Ahead
Test
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12.02.2015

Ahead Armor Cases Test

Schlagzeug Taschen

Sicherheit geht vor

Als Hauptdarsteller für diesen bonedo Test konnten wir eine kleine Auswahl an Ahead Armor Cases gewinnen. Dabei handelt es sich um flauschig gefütterte Kunststofftaschen, deren Aufgabe es ist, unseren geliebten Trommeln, Becken und Hardware-Teilen einen möglichst schonenden Transport zu gewähren. Hartschale oder Soft Case? Diese Frage wird viel diskutiert und kann wohl auch hier nicht endgültig beantwortet werden, denn die Definition vom pfleglichen Umgang mit wertvollen Besitztümern wird doch sehr unterschiedlich ausgelegt. Manchen genügt es schon, wenn das Case samt Inhalt einen Sturz aus zwei Metern Höhe schadlos übersteht, andere erwarten, dass selbst herabstürzende Meteoriten der Schutzverpackung nicht anhaben können.

Erst kürzlich wurde ich Zeuge einer schaurig-schönen Transportvariante. Der Schlagzeuger einer französischen Band schachtelte sein wunderschönes, weißes Perlmutt Set nach Entfernung der Resonanzfelle ineinander und verstaute die bedauernswerte 24“ Bass Drum anschliessend in einen ebenfalls französischen Kleinwagen. Mit den Becken und der Hardware wurden dann noch vorhandene Lücken im Fahrzeug zugestopft, welches noch zwei weitere Musiker samt Equipment beherbergen musste. Von Cases weit und breit keine Spur. Wem es bei dieser Geschichte eiskalt den Rücken herunterläuft, der ist eindeutig bereit für diesen Test.

Details

Robuste Trommeltaschen in „Tru Form“

Das hier vorliegende Testpaket umfasst folgende Produkte des Ahead Armor Sortiments: ein 22“ x 18“ Bass Drum Case (AR1822), ein 14“ x 6,5“ Snare Case (AR3006), Tom Cases in den Maßen 12“ x 10“ (AR4012), 13“ x 11“ (AR4013) und 16“ x 16“ (AR4016), sowie ein 38“ x 16“ x 14“ Hardware Case (AA1538W), ein Deluxe Cymbal Silo (AR6023RS) und ein Deluxe Stick Case (AASB). Die Trommeltaschen bestehen aus zwei Schaumstoffschichten, die mit Doppelnähten in eine Hülle aus 600 Denier starkem Polyester eingenäht wurden. Dieses robuste Kunststoffgewebe ist wetterbeständig und wasserdicht und besitzt laut Hersteller eine hohe Stoßfestigkeit. Das Innere der Taschen ist komplett mit so genanntem Sherpa Fleece gefüttert, das sich in etwa anfühlt wie ein vor kurzem geschorenes Schaf. Der mit zwei Zippern ausgestattete Reißverschluss verläuft im oberen Drittel des Cases horizontal, um dann entlang beider Seiten des Griffes senkrecht herunter bis zum Boden der Tasche zu führen. Beim Snare Case wurde auf diese seitliche Aussparung verzichtet, so dass der Verschluss einmal schnurgerade um das Case herum führt. An den Seiten des Bass Drum Cases befindet sich je eine Grifflasche, die ein beidhändiges Anheben ermöglicht. Alle Trommeltaschen weisen eine leicht tropfenartige Form auf, die der Hersteller als „Tru Form“ bezeichnet.

Die Beckentasche als Rucksack

Die Beckentasche besteht aus denselben Materialien wie die Drum Cases und kann Cymbals bis zu einer Größe von 24 Zoll beherbergen. Jedes einzelne Becken wird komplett plüschummantelt, und man kann fünf Exemplare so unterbringen, dass es keine Berührung untereinander gibt. Das auf der Vorderseite angebrachte Fach für Hi-Hat Becken bietet Platz für zwei Paare mit einem maximalen Durchmesser von 15 Zoll und ist mit einem herausnehmbarem, dreiteiligen Fleece-Fächer ausgestattet. Auch das Hauptfach besitzt solch einen Fächer, wobei hier der obere Teil zusätzlich durch eingenähte Kunststoffplatten verstärkt wird. Die beiden Griffe lassen sich per Klettlasche zusammenfügen, und zusätzlich gibt es die Option, den beiliegenden, längenverstellbaren Schultergurt mit Hilfe von Karabinerhaken anzubringen. Für alle, die mit ihren Becken den Mount Everest besteigen wollen, befindet sich auf der Rückseite der Tasche ein Fach mit Rucksacktragegurten und außen befestigt sogar noch ein Bauchgurt. Ein weiteres Fach vorn auf der Hi-Hat Applikation bietet Platz für Kleinigkeiten wie Noten oder Visitenkarten. Alle Fächer sind mit Reißverschlüssen ausgestattet. 

Ein Trolley für die Hardware

Das 38“ x 16“ x 14“ Hardware Case besteht ebenfalls aus zweifach vernähtem 600 Denier Polyester und besitzt einen stabilen Hartplastikboden mit großen Rollen auf einer Seite und einem ausfahrbaren Trolleygriff aus Aluminium auf der anderen Seite. Dieses stabile Rollkoffersystem wurde vom der Firma „OGIO“ entworfen, die auf Cases im Bereich Extremsport spezialisiert ist. Im Inneren der Tasche gibt es die Möglichkeit, eine mit Klettverschluss versehene Abtrennung für die Fußmaschine zu installieren. Zwei längenverstellbare Gurte mit Klickverschluss sichern die Hardware zusätzlich. Der Reißverschluss besitzt zwei Zipper und verläuft über eine lange und beide kurzen Seiten. Unter dem Deckel befindet sich ein großes Fach mit Klettverschluss, in dem man sowohl eine Sticktasche als auch einen Teppich unterbringen kann. Wenn alles gepackt und verschlossen ist, sorgen zwei einstellbare, feste Gurte mit Klickverschluss für den finalen Halt. Außerdem durchlaufen diese Gurte jeweils zwei Schlaufen, an denen Tragegriffe befestigt sind. Ein weiterer fest eingenähter Tragegriff befindet sich neben dem Trolleyarm.

Auch die Stöcke haben‘s kuschelig

Auch die Stick-Tasche soll natürlich nicht unerwähnt bleiben. Sie ist ebenfalls aus 600 Denier Polyester, aber ohne zusätzliche Polsterung gefertigt und innen mit flauschig weichem, zur Abwechslung mal schwarzen Plüsch gefüttert. Es gibt drei unterschiedlich große Fächer, in denen man gemütlich ungefähr 15 Paar Sticks unterbringen kann. Ein Extrafach mit Reißverschluss auf der Rückseite und ein Klarsichtfach mit Klettverschluss innen bieten Raum für Kleinkram. Außerdem gibt es einen optionalen Tragegurt und zwei Kunststoffhaken an dehnbaren Bändern, die eine Befestigung an den Stimmschrauben des Stand Toms ermöglichen.

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