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Elektron Analog Heat Test Preview

Die Schwedenjungs von Elektron haben eine gute Marketing-Abteilung, entsprechend erfolgreich fallen auch immer ihre Produktneuvorstellungen auf! So war auch ich überrascht, dass Analog Heat und Analog Drive auf einmal ins Haus stand – denn mit einem analogen Stereo-Effektprozessor hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.

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Nun kann man sagen, dass ein Verzerrer – das ist des Pudels Kern – nicht unbedingt zu den innovativsten Neukreationen gehört – aber falsch gedacht! Bei Elektron ist eben immer Alles etwas anders und so überrascht auch nicht die komfortabel digitale Einbindung via Overbridge, bekannt aus Analog Four, Analog Keys, Analog Rytm und Octatrack.

Details

Digitaler Analog-Hybrid

Der Analog Heat von Elektron ist ein analoger Stereo-Effektprozessor mit digitalen Steuerungsmöglichkeiten und gleichzeitig auch ein 2-In/2-Out Audiointerface. Via USB und Overbridge-Software kann die schwarze Kiste wie ein VST/AU-PlugIn gesteuert werden, wobei sogar Audioübertragung möglich wird. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Software allerdings noch nicht verfügbar.

Im Lieferumfang befindet sich neben USB-Kabel und Netzteil auch Ableton Live 9 Lite
Im Lieferumfang befindet sich neben USB-Kabel und Netzteil auch Ableton Live 9 Lite

Solides Gehäuse, bewährte Design-Details

Das robuste und 1,5 kg schwere Stahlblech-Gehäuse vereint mehrere analoge Schaltkreise, die alle auf Verzerrung setzten – und zwar von subtil bis drastisch, inklusive klassischen Drive, Fuzz und Crunch. Aber der Heat will kein klassischer Gitarreneffekt sein – dafür fehlen allein “Bodentreter”-Taster mit denen Fußsteuerung möglich wird. Für das Pedalboard ist die Kiste also eher nix – dafür gibt es aber das Analog Drive.
Die Oberfläche ist optisch nah an allen anderen “Analog” Series Geräten: Encoder in Schwarz, Potis is Grau, alles gummiert. Graue und schwarze Taster, LEDs und ein monochromes 122×32 Pixel Display – neu ist hierbei die Farbe Orange. Intern arbeitet der Kasten übrigens mit 48 kHz und 24 Bit, wie die Samplerate-Anbindung in den Rechner aussieht, kann ich noch nicht sagen.

Schwarz und Grau dominieren die Bedienoberfläche des robusten Stahlblech-Gehäuses.
Schwarz und Grau dominieren die Bedienoberfläche des robusten Stahlblech-Gehäuses.

Distortion, Filter und EQ

Der Signalfluss ist dabei grundsätzlich einfach gehalten sowie auch genial: Zunächst geht es in einen der acht Verzerrungsschaltungen, genannt CHARACTER. Dabei stehen folgende Flavours zur Verfügung: Clean Boost, Saturation, Enhancement, Mid Drive, Rough Crunch, Classic Dist, Round Fuzz und High Gain zur Verfügung – von nett zu böse ist alles dabei. Anschließend geht es in ein FILTER, was sieben Typen kennt, darunter zweimal Low-Pass, zweimal High-Pass und drei verschiedene Band-Filter inklusive Resonanz. Um das Ganze dann zu veredeln kommt ein 2-Band-Shelving EQ hinterher, dessen Einsatzfrequenzen je nach Character-Setting variiert.

Der CHARACTER Knopf fällt direkt ins Auge liefert acht verschiedene Verzerrungsschaltungen.
Der CHARACTER Knopf fällt direkt ins Auge liefert acht verschiedene Verzerrungsschaltungen.

Aber halt – das ist noch nicht Alles! Der wahre Spass entsteht ja durch die Steuerung der Parameter, und da diese eben digital erfolgt, kann der Analog Heat nicht nur durch die DAW gesteuert werden – inklusive wilder Parameter-Automationen – sondern auch durch einen LFO und einen Amp-Envelope. Beide bieten reichlich Parametrisierung, die wir uns allerdings erst im richtigen Test anschauen werden – genau wie die Remote-Software Overbridge. Vorab ein kleines Bewegtbild mit Ton.

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Üppige Anschlüsse

Auf der Rückseite ist es ungewöhnlich “busy” für ein Effektgerät. Es gibt einen 6,3 mm Kopfhörer-Ausgang, einen symmetrischen Stereo-In und -Out sowie zwei analoge Control-Inputs (für CV-Signale, Expression Pedals und Foot-Switches), einen MIDI-In, zwei MIDI-Outs einen USB-Anschluss und natürlich den Netzteil-Anschluss nebst Hauptschalter.

Die Rückseite ist mit jeder Menge Anschlüssen ausgestattet.
Die Rückseite ist mit jeder Menge Anschlüssen ausgestattet.

FEATURES

Technische Spezifikationen
  • Stereo Analog-Sound-Prozessor
  • 8-fache analoge Stereo-Distortion-Schaltkreise
  • analoger Stereo Multi-Mode Filter (7 Filtertypen)
  • 2 Band Stereo Analog EQ
  • Envelope/Envelope Follower
  • LFO
  • 128 User Presets
  • hintergrundbeleuchtetes LCD
  • 48 kHz, 24-bit D/A und A/D Wandler
  • USB 2.0 Port
  • Overbridge Enabled: Analog Heat in der DAW, Audio streamen über USB, Einstellungen verändern in einer VST/AU Plugin Umgebung
  • MIDI In / Out / Thru mit DIN Sync Ausgang
  • zwei symmetrische 6,3 mm Klinkenausgänge
  • zwei symmetrische 6,3 mm Klinkeneingänge
  • Kopfhörerausgang
  • zwei 6,3 mm Klinkeneingänge für CV/Expression Pedal
  • Kopfhörerausgang: +22 dBu Spitze, 55 Ohm Impedanz
  • Audioausgänge: +22 dBu Spitze, 440 Ohm Impedanz
  • Signal-to-noise Ratio Ausgänge (20 – 20.000Hz): 111 dBFS
  • Audioeingänge: +22 dBu Spitze, 39 k Ohm Impedanz
  • Signal-to-noise Ratio Eingänge (20 – 20.000Hz): 112 dBFS
  • Controller Eingänge: Eingang Level: -5 V bis +5 V, möglich sind CV, Expression Pedale und Fußschalter
  • robustes Stahlgehäuse
  • Abmessungen (B x H x T): 215 x 184 x 63 mm
  • Gewicht: ca. 1,6 kg
  • inkl. Ableton Live 9 Lite Lizenz
Preis:
  • EUR 799,- UVP
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von Felix Klostermann

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