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Test
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15.08.2014

Yamaha Arius YDP-162 Test

Digitalpiano

Einsteiger-Piano mit einem Hauch von Luxus

Mit dem Digitalpiano Arius YDP-162 wertet Yamaha den kleinen Bruder YDP-142 auf. Für einen Aufpreis von etwa 200 Euro bekommt man einige Ausstattungsmerkmale, die sonst weitaus teureren Instrumenten vorbehalten sind. Dennoch bleibt der Anschaffungspreis überschaubar, denn trotz der Extras richtet sich das Instrument an Einsteiger und Fortgeschrittene, die ein passendes Digitalpiano für den Hausgebrauch suchen.

Details

Gehäuse

Wie das YDP-142 präsentiert sich das Arius YDP-162 in der klassischen Bauweise eines Home-Pianos. Der schnörkellose Spieltisch ruht auf einem Untergestell mit integrierter Dreifach-Pedaleinheit. Die Fertigungsqualität des 42 kg schweren Instruments gibt keinerlei Anlass zur Kritik, das Gerät ist makellos verarbeitet und macht optisch sowie haptisch einen hervorragenden Eindruck. Zur Wahl stehen vier verschiedene Farbvarianten: „Black Walnut“, „Dark Rosewood“ oder „Light Cherry“ sind als Holzfurnier ausgeführt. Für etwa 400 Euro Aufpreis bekommt man das „Polished Ebony“ Modell im schwarzen Klavierlack, das noch ein wenig hochwertiger wirkt und 3 kg schwerer ist. Ob das den happigen Aufschlag wert ist, muss jeder selbst entscheiden.

Auf der Oberseite hat ein stabiles, klappbares Notenpult Platz gefunden, das auch schweren Notenbänden den nötigen Halt geben sollte. Die Tastatur und die Bedienelemente verbergen sich unter einer versenkbaren Abdeckung, deren Abschluss eine matt-goldene Leiste ziert. Die wenigen Buttons sind dezent links und rechts der Tastatur angeordnet.

Die Pedale für Soft, Sostenuto und Sustain korrespondieren farblich mit der goldenen Zierleiste. Die Aussparungen sind mit rotem Filz ummantelt, was Geräusche minimiert und vornehm aussieht. Auch an eine Distanzschraube hat man gedacht, damit die Pedaleinheit bei einem kräftigen Fußtritt nicht nachgibt. 

Bedienfeld

Die Bedienung des YDP-162 ist betont einfach gehalten und beschränkt sich auf lediglich sieben Buttons, die am linken Rand der Tastatur Platz gefunden haben, sowie den Volume-Regler und den Power-Knopf, die am rechten Rand angeordnet sind. Das damit verbundene Erscheinungsbild ist zwar schön schlicht und dezent, allerdings geht das zu Lasten der Bedienbarkeit, denn viele der Funktionen sind nur über Umwege durch Tastenkombinationen zu erreichen. Auch über ein Display verfügt das Instrument nicht, so dass man in jedem Fall einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen muss, um in den vollen Genuss des Funktionsumfangs zu kommen.

An der Qualität der Taster gibt es nichts auszusetzen. Lediglich der Drehregler für die Lautstärke macht einen etwas instabilen Eindruck.

Anschlüsse

Der primäre Einsatzzweck für ein Instrument wie das YDP-162 ist zweifellos das heimische Wohn- oder Musikzimmer, wo es als Klavierersatz mit den internen Lautsprechern oder über Kopfhörer betrieben wird. Daher ist der Bedarf an umfangreichen Anschlussmöglichkeiten begrenzt. So wundert es nicht, dass das Testgerät neben der Buchse für das Netzteil nur über eine USB-Verbindung zum Computer und zwei Kopfhörer-Anschlüsse verfügt. Diese sind am linken unteren Gehäuserand als 6,3-mm-Klinke ausgeführt und schalten bei Verwendung die eingebauten Lautsprecher automatisch stumm. Eine nette Dreingabe ist der Haken, den Yamaha dem Piano beigelegt hat. Dieser kann links unten montiert werden und dient zur Kopfhöreraufhängung.

Lautsprecher

Diese befinden sich an der Unterseite, also wird der Klang nach unten abgestrahlt. Das ist bei Geräten dieser Bauart keine Seltenheit und verstärkt den Eindruck, dass der Sound wie bei einem akustischen Klavier aus dem Inneren des Gehäuses kommt. Hinter zwei Lochgittern verbergen sich links und rechts zwei ovale Membranen mit einer Größe von 6x12 cm, die über eine Ausgangsleistung von 2x20 Watt verfügen. Diese Zahl allein ist zwar kein Indiz für Lautstärke oder Klangqualität, dennoch kann man dem YDP-162 einen äußerst satten Klang attestieren. Bässe werden mit kräftigem Fundament, Höhen definiert und klar wiedergegeben. Verzerrungen muss man selbst bei beherztem Fortissimo nicht befürchten. Das könnte auch mit Yamahas „Intelligent Acoustic Control“ zusammenhängen. Die Funktionsweise dieses Features wird zwar nicht näher erläutert, ähnelt in den Grundzügen aber offenbar einem Kompressor und kann dem Signal stufenweise hinzugefügt werden.

Die Leistungsreserven sind enorm, so dass man bei voller Lautstärke befürchten muss, dass die Nachbarn sich gestört fühlen. Für die Verwendung in einer Musikschule oder als Instrument zur Chorbegleitung kann dies nur von Vorteil sein. Das YDP-162 ist jedenfalls in seiner Preisklasse einer der lauteren Vertreter.

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