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Test
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16.06.2014

Vox Tone Garage V8 Distortion Test

E-Gitarreneffekt

Glühzerrer

Der Vox V8 im bonedo-Test – Die neue Pedalserie aus dem Hause Vox versammelt sich unter dem Namen Tone Garage. Ihre Familienmitglieder haben eines gemeinsam: Sie arbeiten analog und ohne integrierte Schaltungen, und für die Sounderzeugung ist eine Röhre zuständig. Und die darf sich dank Hi-Volt Technologie über Hochspannung freuen, unter der Röhren in der Regel auch am liebsten arbeiten.

Auch bei mir steigt die Spannung, denn bei unserem Test-Treter, dem V8, handelt es sich um ein Distortion-Pedal, und es gilt herauszufinden, was sich der Traditionshersteller aus UK hat einfallen lassen, um aus der Masse der Konkurrenten herauszutreten!

Details

Optisch finde ich das Effektpedal zumindest sehr eigen und auffällig, aber  lassen wir die Fakten sprechen: Das Gehäuse besteht aus stabilem Aluminium-Druckguss, ist schwarz lackiert und recht groß und schwimmt damit deutlich gegen den Trend zu immer kleineren Tretminen. Mit 87 x 132 x 63 mm hat man einiges unter dem Fuß und vor allem auf dem Pedalboard, auf dem es meist ziemlich eng zur Sache geht und ohnehin jeder Zentimeter zählt. Auf die Waage bringt das Pedal 420 Gramm ohne Batterien, ein durchschnittlicher Wert bei diesen Abmessungen. Weiter geht es mit vier türkisfarbenen Potis, die sich samtig drehen lassen und so einem versehentlichen Verstellen etwas entgegenwirken. Zur Auswahl stehen Volumen, Bass, Tone und Gain. Die Mitten lassen sich mittels eines Kippschalters unterhalb der Regler bei Bedarf betonen und sollen so für mehr Durchsetzungskraft im Sound sorgen. Auffälligstes Merkmal der Tone Garage Serie ist, wie im Intro erwähnt, eine 12 AX7 Röhre, die unter einer durchsichtigen Kunststoffabdeckung rot angestrahlt und damit stimmungsvoll in Szene gesetzt wird. Unterhalb zeigt ein rotes Lämpchen den Betriebsstatus an, der mit dem obligatorischen Pedal-Fußschalter aktiviert wird.

Auf der rechten Gehäuseseite wird das Instrument angeschlossen, links geht es entsprechend in der Signalkette weiter zum nächsten Gerät oder zum Amp. An der Stirnseite wartet eine Buchse auf ein 9-Volt-Netzteil, das optional erhältlich ist. Für den Betrieb werden allerdings 600 mA Leistung benötigt, daher scheiden die meisten Standard-Adapter von vornherein aus. Zwar liegen dem Gerät sechs AA-Batterien bei, die ebenfalls als Energiespender einsetzbar sind, allerdings halten diese laut Hersteller maximal sieben Stunden, weshalb man mit einem Netzteil auf jeden Fall auf der sicheren Seite ist. Der Clou an der Tone Garage Serie ist aber nicht die Röhre allein - das haben sich auch schon andere Hersteller einfallen lassen. Nein, die Pedale arbeiten intern mit einer Spannung von sage und schreibe 200 Volt! Damit soll echtes Amp-Feeling aufkommen. Das gilt es im nächsten Abschnitt zu klären, aber vorher sollte noch der Standby-Schalter erwähnt werden, der sich ebenfalls an der Stirnseite befindet. Ähnlich dem eines Amps schaltet er die Röhre in den Ruhezustand, was das Erlöschen der erwähnten roten Beleuchtung signalisiert. Allerdings heißt das nicht, dass das Pedal dann keinen Mucks mehr von sich gibt. Der True Bypass lässt auch in diesem Fall das Originalsignal ungehindert passieren, lediglich beim Einschalten des Pedals fehlt der Effekt. 

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