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Test
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20.03.2015

Metallsnare-Vergleich - Sonor Metallsnares

Metallsnares

Feinste Snares aus Deutschland

Auch eine deutsche Traditionsfirma kann einige erfolgreiche Metallsnares vorweisen, die mehr oder weniger zu Legenden geworden sind. Wir haben ein paar alte Pötte für euch zum Test vorliegen, die bereits das eine oder andere Jahrzehnt auf dem Buckel haben und zu Recht auch das Wörtchen Vintage im Namen tragen dürfen.

In Deutschland setzte und setzt die Firma Sonor bei Ihren traditionellen Metallsnares vor allem auf die Werkstoffe Ferromangan-Stahl und Bronze. Eine Trommel aus der 70er Champion-Serie, zwei Modelle aus der Phonic- und eine Snare aus der Signature-Serie, die HLD590 stehen für den Test bereit.

Details

Für den Test habe ich folgende Modelle aus Ferromangan-Stahl zur Auswahl: Eine 14x5er D454 aus der Champion-Serie sowie eine D505 in 14x5,75 und eine D528 in 14x8, beide aus der Phonic Serie. Die letzte im Reigen ist die berühmte HLD590 in 14x8 aus Glockenbronze.

Sonor D454

Die D454 aus der Champion-Serie war seinerzeit ein äußerst populäres Modell und ist noch heute sehr häufig auf dem Gebrauchtmarkt zu finden, und das zu relativ günstigen Preisen. Der nahtlos gezogene 14x5 Zoll Ferromangan-Kessel ist mit 0,8 Millimetern Wandstärke nur etwa halb so dick wie der Alukessel der Ludwig-Snares, hat aber dieselbe umlaufende Sicke in der Mitte. Die Gratung fällt bei der D454 vergleichsweise rundlich aus. Als Sparmaßnahme gegenüber den teureren Phonic-Modellen wurden an diesem Modell nur acht Spannböckchen montiert, und auch die Abhebung mit dem seitlich klappbaren Hebel ist wesentlich einfacher konstruiert. Selbstverständlich darf auch der Innendämpfer, mittlerweile ein Relikt vergangener Zeiten, nicht fehlen.

Sonor D505

Die D505 gehörte in den 1970er Jahren zur Standardausrüstung der populären Phonic-Drumsets. Der 14x5,75 Zoll große verchromte Ferromangan-Kessel ist, ähnlich wie bei der D454, nahtlos gezogen, allerdings mit der klassischen 45-Grad-Gratung versehen. Das Snarebed fällt relativ flach aus und ist auch flach über die Gratung gezogen. In den Gewindehülsen der zehn Doppel-Spannböckchen stecken, wie bei allen Sonor-Snares in diesem Test, die damals üblichen Sonor-Schlitz-Spannschrauben, die einen speziellen Stimmschlüssel erforderlich machen. Die beidseitig regulierbare Abhebevorrichtung an dieser Trommel stammt noch aus der Pre-Phonic-Ära. Auch an dieser Snare ist ein Innendämpfer montiert.

Sonor D528

Die Sonor D528 zählt zwar zur Phonic-Serie, ist aber fast hundertprozentig baugleich mit der HLD588 Snare aus der Signature-Serie. Es handelt sich bei der D528 quasi um eine "Zweite Wahl-Signature", die aufgrund minimaler optischer Mängel nicht das von Sonor-Mastermind signierte Signature-Badge tragen durfte. Die Mängel sind zwar kaum nachvollziehbar, aber ein typisches Unterscheidungsmerkmal ist der an der D528 verbaute Innendämpfer. Es handelt sich um eine sehr massiv gebaute Trommel mit einer genial konstruierten Parallelabhebung und 24 Einzelböckchen. Wie bei den beiden zuvor genannten Modellen ist der Kessel aus Ferromangan-Stahl gefertigt.

Sonor HLD590

Die HLD590 ist die teuerste Snare, die Sonor in den 80er Jahren im Programm hatte. Sie stammt aus der Signature-Serie und hat einen majestätisch anmutenden 15 kg schweren und fünf Millimeter dicken gegossenen Kessel aus Glockenbronze. Eine Herausforderung für jeden Trommler und Snareständer! Die Trommel kommt mit 20 Einzelböckchen, schweren Gussreifen und Parallelabhebung. Sämtliche Hardware ist verkupfert.

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