Keyboards
Test
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06.09.2018

V3 Sound Yammex Test

Soundexpander für Yamaha Entertainer Keyboards

Frische Klänge aus der Dose

Klang-, Hardware- und Software-Entwickler Klaus Dzida aus Österreich hat über seine Firma „V3 Sound“ den Soundexpander „Yammex“ für Yamaha Keyboards vorgestellt. Die kleine dreieckige Kiste wird über MIDI angesteuert, beinhaltet 770 verschiedene Klänge aller Kategorien und bietet eine 256-stimmige Polyphonie. Der Yammex Soundexpander ist einsetzbar für folgende Yamaha-Keyboards: 

Vom Hersteller V3 Sound gibt es daneben auch das V3 Grand Piano, bei dem im gleichen Gehäuse 127 Pianoklänge untergebracht sind, darunter auch zwei aufwendig gesampelte Flügelsounds.

Erhältlich ist das Konzept des "Yammex" übrigens auch als "Kommex" für Korg Pa4X-Serienkeyboards sowie als "Rommex"für die Roland-Akkordeons FR7x und FR8x.

Klang ist Geschmackssache. Die Yamaha Entertainer Keyboards sind von Werk aus mit einer sehr großen Anzahl qualitativ hochwertiger Sounds ausgestattet. Trotzdem mag es den einen oder anderen Anwender geben, der nicht mit jedem Sound zufrieden ist, oder der sich einfach eine noch größere Auswahl an Klangmaterial wünscht. Es gibt bereits die Expansion-Packs von Yamaha oder von Drittanbietern, die durch das Füllen des Flash-Speichers des Instruments mit neuen Samples den Klangvorrat erweitern. Und jetzt neu von V3 Sound: Eine Hardware-Lösung, die die neuen Samples in einem externen kleinen Gerät unterbringt.

Das Ganze erhält man für einen Kaufpreis von 590 €. Das kleine schwarze Gerät ist mit 4 GB Flash Memory ausgestattet und mit ca. 13.000 verschiedenen Samples gefüllt. Das Konzept beinhaltet, dass die Sounds des Yammex-Expanders im Display des Yamaha-Keyboards ausgewählt und verwaltet werden können, ganz so, als seien es interne Keyboardsounds. Die Sounds des Yammex können dann beliebig in die Registrierungen eingebaut werden. Macht so ein zusätzlicher Klangspeicher für ein Yamaha-Keyboard Sinn? Dieser Test versucht, diese Frage zu beantworten.

Details

Gehäuse

Der V3 Sound Yammex Expander ist mit seinen 210 g sehr leicht und fällt durch eine interessante Formgebung auf: Das schwarze Kunststoffgehäuse hat die Form eines Dreiecks, bei dem zwei Seiten und die Oberfläche leicht gewölbt sind. Die hintere Seite, auf der sich die Anschlüsse befinden, und die Unterseite des Gerätes sind plan. Es gibt zwei Bedienelemente, die schnell erklärt sind: Die beiden Potis an der rechten Seite des Kästchens dienen zur Einstellung des MAIN VOLUMEN und des MAIN REVERB. Man kann also hier die Gesamtlautstärke und die Stärke des Hall-Effekts für alle Sounds einstellen.

Vergessen hat man allerdings, die beiden Drehregler irgendwie zu beschriften! So kann der Griff zum Regler in der Praxis schon mal daneben gehen. Zwischen den beiden Potis liegen zwei LEDs. Die eine LED zeigt POWER ON an, die andere blinkt, wenn MIDI-Signale empfangen werden. Mit zum Lieferumfang gehört ein „Top Grid Tape“, also ein selbstklebendes Stück Klettband, und ein passendes selbstklebendes Stück Stoff, mit dem man das Modul auf dem Keyboard befestigen und auch wieder lösen kann. Das ist zwar keine professionelle aber eine praktikable Lösung.

Anschlüsse

Die Rückseite des Yammex ist mit folgenden Anschlüssen versehen: Neben dem wichtigen MIDI-IN-Anschluss ist auch eine MIDI-THRU Buchse vorhanden, bei der das MIDI-IN-Signal wieder ausgegeben wird und weiterverarbeitet werden kann. So kann man einen weiteren Soundexpander problemlos anschließen. Die Klänge des Yammex werden durch zwei große Klinkenbuchsen (LEFT/MONO und RIGHT) ausgegeben. Zusätzlich steht ein Kopfhörerausgang (Stereo-Miniklinke) zur Verfügung. Ein Sustainpedal-Anschluss erlaubt die Anbindung eines Haltepedals für Midi-Kanal 1. Alternativ zum MIDI-Port kann die Ansteuerung des Yammex auch über einen USB-HOST-Anschluss geschehen. Schließlich befindet sich auf der Rückseite des Gehäuses noch der Anschluss für das externe 9V-Netzteil und der Einschaltknopf. Die Beschriftung aller Anschlüsse ist oben in den schwarzen Gehäusedeckel eingestanzt. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann man die Belegung leider nur schwer erkennen.

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