Gitarre Hersteller_UniversalAudio
Test
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23.04.2021

Universal Audio Starlight Echo Station Test

Delay Effektpedal

Echo Meister

Universal Audio UAFX Starlight Echo Station nennt sich das dritte Pedal der neuen UAFX-Serie und weist damit unmissverständlich darauf hin, dass es sich bei ihm um ein Delay handelt. Wie bei seinen Serienkollegen Golden Reverberator und der Astra Modulation Machine hat man sich auch hier einige Klassiker aus dem Genre der elektronischen Echo-Gerätschaften der letzten 60 Jahre vorgeknöpft und diese klanglich in digitaler Form nachgebaut.
Universal Audio ist bekannt für seine ausgezeichneten Plug-Ins, und auch die beiden Serienkollegen unseres Testkandidaten haben in unserem Test einen Top-Eindruck hinterlassen. Ob das auch bei der Starlight Echo Station der Fall ist, werdet ihr gleich erfahren.

Details

Die Delay-Klassiker, die für die UAFX Starlight Echo Station als Vorbild dienen, sind das Maestro Echoplex, der Electro Harmonix Deluxe Memory Man und der Cooper Time Cube, den es als Bonus obendrauf gibt, wenn man das Pedal bei Universal Audio registriert. Dazu kommt das Precision Delay aus eigener Herstellung, das auch beim Universal Audio OX Cab Simulator integriert ist. Die Algorithmen wurden nicht einfach von den UA Plug-Ins übernommen, sondern vom Entwicklungsteam um James Santiago und Tore Mogensen komplett neu erstellt.

Die UAFX Starlight Echo Station kommt, wie die beiden anderen Pedale, in einem silbernen Druckgussgehäuse mit den Maßen 90 x 146 x 66 mm (B x T x H) und einem Gewicht von 566 Gramm. Das Bedienfeld ist dunkelgrau unterlegt und auf ihm tummeln sich fünf Regler, ein Drehwähler sowie drei Kippschalter. Am unteren Ende findet man die beiden Fußschalter, mit dem linken kann der Effekt ein- und ausgeschaltet, mit dem rechten das Tempo eingetippt oder ein abgespeichertes Preset aufgerufen werden. Hierfür muss der Schalter 1,5 Sekunden gedrückt gehalten werden, beim Loslassen wird das Preset aktiviert. Die LEDs vor den Schaltern geben Auskunft über den jeweiligen Status, beim Tap-Tempo blinkt die LED vor dem rechten Schalter im entsprechenden Tempo. Die Anschlüsse sind an der Stirnseite geparkt, hier findet man vier 6,3 mm Klinkenbuchsen, zwei Eingänge und zwei Ausgänge. Dazwischen liegt der Anschluss für ein Standard 9V-Netzteil (Center Negativ). Das Pedal benötigt ca. 400 mA Strom, daher ist es klar, dass hier kein Batteriebetrieb möglich ist und man ein leistungsstarkes Netzteil braucht. Auf jeden Fall dann, wenn man die Starlight Echo Station eventuell mit anderen digitalen Pedalen im Board betreiben möchte. Im Inneren werkelt ein Dual UAFX Prozessor für bestmögliche Klangqualität, und der braucht entsprechend Futter. Über den USB-Anschluss kann eine Verbindung zum Computer hergestellt werden. Mit der UAFX Control App können dann diverse Systemeinstellungen zum Pedal vorgenommen werden, zum Beispiel Firmware-Updates aufspielen oder zwischen True Bypass und Buffered Bypass umschalten. Außerdem kann nach Registrierung der vierte Algorithmus (Cooper Time Cube) geladen werden. Laut Universal Audio soll die App auch für Android oder iOS erhältlich und in der Lage sein, sich per Bluetooth mit dem Pedal zu verbinden. Die App dient lediglich der Verwaltung und nicht dem Einstellen des Effekts. Aber das ist auch nicht notwendig, dafür gibt es ja die Regelmöglichkeiten, und die schauen wir uns jetzt genauer an.

Bedienung

Der Effekt-Typ wird mit dem linken Kippschalter angewählt und von einer roten LED angezeigt. Das sind die drei ab Werk installierten Typen Echoplex (Tape EP-III), Memory Man (Analog DMM) und Precision Delay (Precision). Wenn der vierte Effekt-Typ (Cooper Time Cube) installiert ist, muss man den Kippschalter so oft betätigen, bis die LED bei Tape EP-III grün leuchtet. Für jeden Effekt-Typ stehen jeweils drei unterschiedliche Modes (A, B, C) zur Verfügung, die mit dem rechten Kippschalter angewählt werden. Man hat also insgesamt 12 unterschiedliche Grundsounds zur Verfügung, die mit den Reglern eingestellt werden. Die vordere Reihe bedient die Verzögerungszeit (Delay), die Anzahl der Echowiederholungen (Feedback) und das Mischungsverhältnis zwischen Direkt- und Effektsignal (Mix). Mit dem Division-Regler in der zweiten Reihe wird der Notenwert zum eingegebenen Tempo eingestellt. Hier stehen mit Viertel, Achtel, punktierten Achteln, Achteltriolen sowie den Kombinationen Viertel/Achtel und Viertel/punktierte Achtel sechs Möglichkeiten zur Verfügung.

Diese Funktionen sind bei allen vier Effekt-Typen gleich. Die Funktion der beiden anderen Regler in der zweiten Reihe ist je nach angewähltem Effekt-Typ unterschiedlich. Hier sind die regelbaren Parameter:

Color - Einstellung des Delay-Charakters

- Tape EP-III: Record Level
- Analog DMM: Input Gain
- Precision: Tone
 Cooper Time Cube: Treble

Mod - Modulation

- Tape EP-III: Wow & Flutter
- Analog DMM: Depth
- Precision: Rate, Depth, Feedback, Mix
- Cooper Time Cube: Bass

Will man eine Einstellung speichern, drückt man einfach den mittleren Kippschalter nach hinten und das komplette Setup ist gesichert und kann mit dem Tap/Preset-Schalter (1,5 Sekunden gedrückt halten) wieder aufgerufen werden.

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