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02.04.2015

the box Miniray Slave Bundle Test & the box Miniray Bundle Test

Aktives Kompakt-PA Set

Klein, leicht – aber hallo!

Aktuelle PA-Systeme werden zunehmend kleiner und leistungsfähiger. So entwickeln Line-Array-Systeme inzwischen einen Schalldruck und eine Klangfülle, die man vor 15 Jahren in Anbetracht der geringen Ausmaße nicht ansatzweise für möglich gehalten hätte. Ähnlich verhält es sich mit aktiven Mini-PAs, die nicht nur deutlich günstiger und dadurch für jedermann erschwinglich geworden sind, sondern auch immer kleiner und leichgewichtiger konstruiert werden.

Auch die Eigenmarke "the box" von Thomann folgt diesem Trend. Das the box Miniray Slave Bundle ist ein Paradebeispiel: Zwei aktive Subwoofer und zwei Satelliten, alle Kabel und zwei Lautsprecherstative gehören in das Set, das mit zweimal 400 Watt (RMS) im Bass und zweimal 200 Watt (RMS) in den Satelliten auftrumpfen kann. Bei Thomanns Alternativ-Paket, dem the box Miniray Bundle, gehört nur ein Subwoofer zum Lieferumfang, was sich mit 460 Euro weniger im Verkaufspreis niederschlägt!

Details

Zum Lieferprogramm des the box Miniray Slave Bundles gehören zwei professionelle, drei Meter lange Lautsprecherkabel mit Speakon-Anschlüssen mit dem Produktnamen pro snake TPL 3 LL für die Konnektierung der Satelliten mit dem Subwoofer. Ebenso gehört ein zehn Meter langes pro snake TPM 10 XLR-Kabel zum Paket, das den Slave-Sub mit einem Audiosignal versorgt. Darüber hinaus werden zwei Stativstangen aus Aluminium von König & Meyer mitgeliefert. Unten verfügen diese über ein stabiles 20-mm-Gewinde, das in die Metallplatte auf dem Sub geschraubt wird. Das andere Ende des 88 cm langen Rohres ist offen und hat dort einen Durchmesser von 35 mm, selbstredend passend für den Stativflansch der mitgelieferten Satelliten.

Den Bass ausgepackt

Über einen oben eingelassenen, stabilen Kunststoffgriff lässt sich die 19 kg schwere Bassbox aus der geöffneten Verpackung holen. Dabei ist die Aussparung um den Griff so groß, dass man den Sub auch bequem mit Handschuhen aus der Verpackung holen kann. Der Griff sitzt zwar exakt über dem Schwerpunkt des Würfels, dennoch hätten zwei Seitengriffe gut getan!

Auf der Vorderseite des Basssystems gibt es kein Lautsprechergitter. Der 12-Zoll-Neodym-Tieftöner sitzt hinter einer durchgehenden Holzplatte, die rundherum mit einem zwei Zentimeter breiten, schwarzen Kunststoffband eingesäumt ist. Unter dieser gut nachgebenden Kunststoffverkleidung sitzen die Schrauben der Frontplatte. Ganz unten liegt die Bassreflexöffnung, die 320 x 60 mm groß ist. Die äußeren Holzkanten auf der Oberseite sind nach hinten etwas abgeschrägt, was das Stacken der Woofer erleichtert und dann die Standsicherheit erhöht.  

Elektronik

Auf einer Metallplatte auf der Rückseite befindet sich das Anschlussfeld. Zum Schutz der Bedienelemente während des Transports ist die Platte zwei Zentimeter nach innen versetzt ins Chassis eingelassen.

Im oberen Drittel befindet sich die Eingangssektion für die beiden Seitensignale. Oben sitzen zwei Cinchbuchsen, und darunter liegen die XLR/Klinken-Kombibuchsen samt Verriegelung. Unter den symmetrischen Eingängen sind XLR-Ausgänge untergebracht, die das eingespeiste Signal direkt durchschleifen. Rechts neben den Schnittstellen schließt der Lautstärkeregler für das gesamte Lautsprechersystem an. Eine Etage tiefer hat der Regler für den Pegel des Subs Platz gefunden. Dessen Signal wird hinter dem Gesamtlautstärkeregler abgegriffen. Rechts daneben kann man die Grenzfrequenz im Bereich von 80 bis 180 Hz stufenlos justieren. Per Schiebeschalter lässt sich die Phase des Basses um 180 Grad drehen.

Vier LEDs in Reihe zeigen den Betriebszustand des Verstärkers an. Die linke äußere LED leuchtet nach Einschalten der Endstufen grün und eine weitere grüne LED quittiert ein anliegendes Audiosignal. Eine rote LED visualisiert Übersteuerungen des Eingangs, und die rote LED ganz rechts meldet sich bei elektrischen oder thermischen Problemen, also wenn eine der internen Schutzschaltungen aktiviert wurde.

Rechts oben gibt es einen XLR-Ausgang für den Anschluss eines weiteren Subwoofers. Darunter befinden sich die beiden Speakon NL-4-Buchsen für die Satelliten. Sie sind so angebracht, dass die Verriegelungsmechanik eines Kabels immer nach oben zeigt. Unten auf der Metallplatte liegt links die blaue verriegelbare PowerCon-Buchse für eine auch mechanisch sichere Stromversorgung. Über einen großen, rot beleuchteten Wippschalter wird das System schließlich eingeschaltet.

Auf der Unterseite der Box sind vier stabile Füße aus Kunststoff befestigt, die den Sub von dem Untergrund akustisch entkoppeln. Als Letztes sei an dieser Stelle die auf der Oberseite eingelassene schwarze Metallplatte samt 20-mm-Gewinde erwähnt, in das eines der mitgelieferten K&M 21334 Distanzrohre für die Aufnahme des Satelliten geschraubt wird.

Der Basssklave

Der zweite Subwoofer mit dem hübschen Namen the box Miniray Slave Sub ist prinzipiell identisch aufgebaut. Der wesentliche Unterschied offenbart sich auf der Rückseite, da man hier nur einen Verstärker vorfindet, der ausschließlich für den internen Basstreiber verantwortlich ist.

Satelliten

Die Chassis der sehr schlanken Satelliten sind aus Kunststoff gefertigt und beherbergen vier 3,5-Zoll-Neodym-Breitbandlautsprecher. Eine schwarze Lochmetallplatte auf der Vorderseite schützt die vier Schallwandler vor äußeren Einwirkungen. Relativ weit oben auf der Rückseite ist ein Kunststoffgriff eingelassen, in dem drei Finger bequem Platz finden. Im unteren Teil des Backpanels ist im Winkel von 45° ein Speakon NL-4-Anschluss in einer versenkten Kunststoffplatte eingebracht. Dies vereinfacht einerseits das Handling, und beugt andererseits Schäden am Kabel durch Abknicken vor. Auf der Unterseite der Säule ist ein 36-mm-Stativflansch eingelassen, der die mitgelieferten K&M Distanzrohre oder auch andere handelsübliche Lautsprecherstative aufnimmt.  

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