Gitarre Hersteller_TC_Electronic
Test
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12.07.2016

Praxis

Für den Praxischeck hänge ich das WireTap-Pedal direkt "out of the box" vor meinen Ibanez TSA15 Amp, der mit einem Celestion G12 Greenback-Speaker gekoppelt ist. Vor dem Speaker steht dabei ein SM57 zur Abnahme des Signals bereit. Das Signal geht im Folgenden direkt aus meiner Strat ins Pedal und dann weiter in den cleanen Amp.

Ihr hört vorerst das Riff während der Aufnahme aufs Pedal. Danach spiele ich die Aufnahme des WireTap ab.

Wie man hören kann, ist zwischen beiden Signalen klanglich kein Unterschied festzustellen, was für die hohe Aufnahmequalität des Pedals spricht. Sehr schön!

Nun möchte ich hören, wie das WireTap-Pedal mit Bodentretern vor dem Gerät umgeht und schalte mein Okko Diablo Drive, der schon ein sehr "heißes" Signal liefert, vor das WireTap. Das folgende, mit meiner Yamaha Pacifica 611 aufgenommene Heavy Riff hört ihr nach dem-selben Prozedere.

Das Signal wird nach der Aufnahme vom WireTap-Recorder minimal lauter wiedergegeben. Ansonsten funktioniert das Aufnahmepedal, wie man hören kann, auch wunderbar mit vorgeschalteten Effekten.

Die "WireTap"-App lässt sich im AppStore kostenlos herunterladen und stellt via Bluetooth eine Verbindung zum Pedal her. Hier lassen sich dann die aufgenommenen Files beschriften und kategorisieren. Auf den ersten Blick wirkt die App auf mich allerdings etwas unübersichtlich.

Das Pedal lässt sich auch per Smartphone-App steuern. Außerdem hat die App eine Voice-Recorder-Funktion an Bord und bietet so dem Anwender auch abseits vom Pedal die Möglichkeit, Ideen spontan über das eingebaute Mikrofon am Smartphone aufzunehmen. Die aufgenommenen Files lassen sich dann zurechtschneiden und können - zum Austausch - an das vorliegende Mailprogramm oder einen Messenger weitergeleitet werden. Über ein iPhone5 funktioniert die App im Zusammenspiel mit dem Pedal tadellos.

Bei acht Stunden Aufnahmezeit bietet es sich natürlich an, Begleitungen zu Songs aufzunehmen, um diese dann transportfreundlich z.B. zu einem Solo-Gig mitzunehmen. Leider hat der WireTap Recorder aber im Gegensatz zum Ditto Looper keine Lautstärkeregelung, um die Begleitungen später noch an das jeweilige Setting anzupassen. Ebenso bringt das Pedal auch keine Loopfunktion im eigentlichen Sinne mit sich.

Zwar wird die Aufnahme beim Abspiel-Prozess in Schleife wiedergegeben, aber Overdubs sind dennoch nicht möglich. Auch wird die Aufnahme bei der Beendigung vorerst gestoppt. Wer also gehofft hatte, mit dem WireTap eine Erweiterung des kleinen Ditto Loopers in Form von Speicherplätzen zu erhalten, wird hier nicht fündig werden.

Per USB lassen sich die neuesten Firmware-Updates des Herstellers auf das Gerät übertragen. Audiodaten können allerdings nicht von meinen iMac aus zurückgeschrieben werden, das aufgenommene Material lässt sich daher nur in eine Richtung auf den Rechner übertragen.

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