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Test
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26.08.2021

TC Electronic Magus Pro Test

Distortion-Pedal für E-Gitarre

Budget-Ratte

Mit dem TC Electronic Magus Pro veröffentlicht der dänische Hersteller seine eigene Auslegung eines klassischen Verzerrers, von dem man mit Fug und Recht behaupten kann, dass er zu den ersten wirklichen Distortionpedalen zählt. Die schwarze Farbe und die drei Potis, von denen eines mit der Bezeichnung "Filter" versehen ist, machen klar, wer hier als Vorlage dient: die ProCo Rat.
Die Bezeichnung Magus dürfte für Fans von TC-Pedalen nichts Neues sein, erschien doch vor ein paar Jahren ein relativ aggressiver Distortion, der auf den Namen Grand Magus hörte und mit einem ähnlichen Logo versehen war. Die neue Pedalreihe der Dänen beschreitet hier jedoch andere Wege, denn der Magus Pro wie auch der kürzlich erschienene Zeus Overdrive erscheinen in einem Gehäuseformat, das sich von den früheren TC-Pedalen deutlich unterscheidet. Auch preislich ist die Pro Version, wenngleich immer noch sehr günstig, über dem alten Magus angesiedelt. Ob das Pedal auch klanglich den hohen TC-Standards der frühen Pedale gerecht wird und ob es ihm gelingt, den klassischen Rat-Sound zu transportieren, möchte ich hier herausfinden.

Details

Details/Bedienung

Der Magus Pro kommt in einem sehr kompakten schwarzen Metallgehäuse mit den Maßen 99 x 57 x 56 mm und besticht durch ein schlichtes und funktionales Design.Die Bedieneinheiten sind an der Oberseite anzutreffen und bestehen aus drei Potis, nämlich Gain für den Zerrgrad, Volume für die Lautstärke und dem Filterpoti. Letzteres beschneidet die Höhen und dreht wie die frühen ProCo Rat Modelle gegen den Uhrzeigersinn, sprich, die Maximalstellung liefert den dunkelsten Sound. Rechts neben den Potis befindet sich ein Modus-Schalter, der zwischen drei Betriebsmodi wählt. "Classic" liefert das typische High-Gain-Distortion der berühmten Nager-Vorlage, "Fat" boostet die tiefen Frequenzen und "Turbo" aktiviert ein zusätzliches Diodenclipping, was zu mehr Output und Headroom führt. Fehlt noch der Fußschalter, der das Pedal aktiviert, was durch eine rote LED inmitten der Potis angezeigt wird.

Die Anschlüsse sind allesamt an der Stirnseite untergebracht. Hier präsentieren sich ein In- und Output im 6,3 mm Klinkenformat sowie der Eingang für das optional erhältliche Netzteil, das 9 V und 40 mA für das Pedal bereitstellen muss.
Das Gehäuse ist seitlich mit dem Bodenelement verschraubt und kann abgelöst werden, wozu jedoch auch die Metallmuttern der Klinkenbuchsen entfernt werden müssen. Batteriebetrieb wird zwar nicht unterstützt, allerdings offenbart das Pedal-Innenleben einen DIP-Schalter, der zwischen True- und Buffered-Bypass umschaltet, wobei per Default der True-Bypass-Mode aktiviert ist.

Insgesamt macht das Pedal einen robusten Eindruck und die Verarbeitung ist tadellos. Zum Lieferumfang gehören ein Sticker und ein Manual.

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