Gitarre Hersteller_TC_Electronic
Test
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23.01.2020

Praxis

Für die Soundfiles parke ich die Pedale vor einen cleanen Fender Bassman.
Den Anfang macht das Flashback Delay, bei dem ich den TC Delayklassiker 2290 auf das Pedal lade. Die Anbindung an den Editor verläuft unproblematisch und die Benutzeroberfläche ist sehr intuitiv.
Der Delaysound ist klar und definiert. Die zur Verfügung stehenden Parameter fallen extrem üppig aus und erlauben weitereichende Eingriffe in den Delaysound. Klar, bei dem Pedalkonzept muss man sich natürlich für einen Delay-Grundtypus entscheiden und dieser bleibt dann zumindest über den Song der gleiche. Aber die Potis am Pedal bieten ausreichend Möglichkeiten, schnelle Änderungen vorzunehmen.

Delay Feedback Level
9:00 13:00 15:00

Die Parameter gehen so weit, dass man diverse Modulationseffekte wie Chorus, Vibrato oder Flanger in den Delaysound integrieren kann. Der folgende Toneprint entstand in Zusammenarbeit mit Pete Thorn, um ein U2-artiges Modulationsdelay zu erzeugen.

Delay Feedback Level
9:00 12:00 12:00

Hier erhalten wir die Emulation eines Trommeldelays, nämlich des Binson Echorecs, bei dem die Delayfahne von Wiederholung zu Wiederholung dunkler wird. Auf der MASH-Funktion liegt der sogenannte WOW-Parameter, der die Delayzeit und die simulierte Instabilität des Trommelmotors gleichzeitig bearbeitet.

Delay Feedback Level
10:00 13:00 13:00

Der nächste Toneprint simuliert ein Delay mit einem typischen Achtzigerjahre-Choruseffekt. Übrigens kann man sich auch Toneprints programmieren, die das Delay gänzlich ausklammern und nur den Choruseffekt belassen.

Delay Feedback Level
11:00 13:00 17:00

Im Folgebeispiel kontrolliert die MASH-Funktion das Delay-Feedback und erhöht die Subdivision der Delayzeit:

Delay Feedback Level
12:00 14:00 15:00

Kommen wir nun zum Hall of Fame II. Konzeptionell haben wir es hier mit den gleichen Elementen zu tun wie beim Flashback, nämlich der Möglichkeit, diverse Toneprints zu laden, dazu eine MASH-Funktion und drei Potis für rudimentäre Einstellungen.
Am Anfang hört ihr den Supernova Toneprint, der prinzipiell ein Shimmer Delay mit leichtem Vibratoeffekt ist.

Decay Tone Level
13:00 12:00 11:00

Auch beim Hall of Fame fällt die Modulationssektion sehr großzügig aus und ermöglicht abgedrehte und extreme Effekte. Hier hört ihr ein Reverb, das mit einem Düsenjet-artigen Flangereffekt angereichert ist.

Decay Tone Level
11:00 11:00 10:00

Auch Brot-und-Butter-Reverbsounds, die man subtil unter seine Hauptgitarrensounds legt, liefert der HOF II sehr überzeugend. Der Hallsound wirkt sehr harmonisch und trägt Rhythmusriffs auf eine sehr musikalische Art.

Decay Tone Level
10:00 11:00 11:00

Badezimmerartige Tile-Delays, die sich z.B. für Rockabilly oder Rock'n'Roll-Sounds eignen, finden sich ebenfalls im Pedal und kommen überzeugend rüber.

Decay Tone Level
11:00 13:00 13:00

Natürlich kann man auch beim Reverb mit der MASH Funktion irre Sounds kreieren. Hier bearbeitet der Touchsensor gleich drei Modulationsparameter: Depth geht rauf und Feedback sowie Speed gleichzeitig runter.

Decay Tone Level
15:00 10:00 15:00

Wenn man schon mal beide Pedale hat, warum sie dann nicht auch mal im Verbund testen?
Ich spiele in das Flashback Delay und gehe von dort in das HOF mit einem Shimmer-Reverb. Trotz meiner Effektorgie bleibt der Sound klar definiert und die Pedale harmonieren gut miteinander.

Flashback II Delay Feedback Level Hall of Fame II Decay Tone Level
10:00 9:00 Max 13:00 13:00 10:00

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