Test
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26.09.2018

Praxis

t.bone BD 500 Beta: Reinwerfen und spielen!

Ein großer Vorteil von Grenzflächenmikros wie dem t.bone BD 500 Beta ist der Umstand, dass man nicht lange herumjustieren muss, um sie an ein Stativ gehängt in die richtige Position in der Bassdrum zu bringen. So ist es auch hier: Anschließen, in die Bassdrum legen und „Record“ drücken heißt die Devise. Als Testinstrument kommt meine neue Oriollo-Aluminiumkessel-Bassdrum in der Größe 20 x14 Zoll zum Einsatz, auf deren Unterseite sich ein Stück Noppenschaumstoff befindet. Auf diesem findet zunächst das t.bone und anschließend mein Beyerdynamic TG D71c ein gut gepolstertes Plätzchen. Ansonsten besitzt zwar das Schlagfell Aquarian Force 1 einen eingebauten Dämpfring, davon abgesehen ist die Trommel jedoch nicht gedämpft. 

Der EQ Switch ist ein effektiver Klangformer

Schon mit dem EQ-Schalter in Neutralposition entfaltet sich ein sowohl durchsetzungsstarker als auch bassbetonter Kicksound. Aber auch die Mitten gefallen mir sehr gut. Die Kondensatorbauweise sorgt für ein komplettes, natürliches Klangbild, das insgesamt etwas plastischer wirkt als das meines zum Vergleich herangezogenen Electro-Voice N/D 868. Sehr klar fällt auch der Unterschied zum deutlich vorgeformten, höhenreicheren Beyerdynamic aus. Das t.bone liefert in der Neutralstellung mehr Informationen und ist damit eine gute Wahl für jene, die gerne noch ein bisschen Kontrolle über das gesamte Spektrum behalten möchten. Dass der Testkandidat aber auch ganz anders kann, zeigt der Dreh am EQ-Schalter. Da es sich hier um eine passive Frequenzkorrektur handelt, müssen zwar einige dB am Preamp hinzugeregelt werden, der Klangeindruck verschiebt sich jetzt aber deutlich in Richtung Präsenz plus Tiefbass. Wer also eine Grenzfläche genau aufgrund dieses Klangcharakters kauft, findet ihn auch beim BD 500 Beta. Da ich selber gerne ein Subkick-Mikrofon verwende, habe ich euch die drei Mikros auch jeweils in Kombination mit einem Solomon LoFReQ aufgenommen. 

Als Raummikrofon funktioniert das t.bone ebenfalls gut

Obwohl es für diese Aufgabe nicht explizit vorgesehen ist, habe ich es mir nicht nehmen lassen, das BD 500 Beta auch als Raummikrofon auszuprobieren. Das Ziel ist hier keine übermäßige Neutralität, stattdessen addiert die bodennahe Platzierung der Grenzfläche eine schöne Dimension zu den vorhandenen Mikrofonen, außerdem ermöglicht die Position vor dem Schlagzeug eine gute Beurteilung der klanglichen Fähigkeiten. Zudem erzeugen Grenzflächenmikros im Raum oft sehr interessante Snaredrum-Transienten, die dem Gesamtklang eine schöne Breite hinzufügen können. So ist es auch hier. Wie auch schon in der Bassdrum, entpuppt sich der EQ-Schalter zusätzlich als nützliches Werkzeug. Ich habe euch beide Settings sowohl solo als auch in Kombination mit meinen anderen Mikrofonen aufgenommen, auch das Beyerdynamic ist als Vergleichsmikrofon mit dabei. 

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