Test
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12.11.2020

Performance

Das USB-Interface des Marc One funktioniert ohne Treiber an meinem iPhone via Camera Connection Kit sowie an meinem Mac Pro. Für Windows gibt es Treiber. Die Latenzwerte sind guter Durchschnitt.

Einer der Hauptargumente für die One-Serie ist der hochwertige Kopfhörerausgang, der wirklich knackig und laut ist. Die Wandler selbst lösen ebenfalls flott und sauber auf. Mit fällt auf, je hungriger und teurer meine Test-Kopfhörer werden, desto mehr Unterschied höre ich zwischen dem Phonitor und der One-Serie heraus. Beispiel: Auf meinem 150-Euro-Kopfhörer ATH-M50 höre ich keine Unterschiede zwischen beiden Modellen, beim HD-650 sind die Unterschiede in präziseren Bässen, natürlicheren Höhen und sortierten Mitten erkennbar. In Anbetracht des Preisunterschiedes aber wirklich zu vernachlässigen.

Über die Boxen etwas anderes als über die Kopfhörer hören ist leider nicht möglich. Das Interface ist damit nicht so gut für Leute im Studio geeignet, die unterschiedliche Signale hören wollen – beispielsweise Sänger und Produzent. Solo-Unternehmen dürfte der Blendregler für das Monitoring ausreichen. Fairerweise sollte man aber auch sagen, dass das Interface mehr Musikgenießer und „In the box“-Producer ansprechen soll. Gleiches Verhalten beim Control One – finde ich dennoch sonderbarer, weil er eben ein Monitorcontroller sein soll. Steht zumindest vorne drauf und weckt bei mir andere Erwartungen. Ich würde ihn deshalb einfach als puristischen Hi-Fi-Vorverstärker bezeichnen, denn dann wäre das fehlende 2-Wege-Monitoring auch kein Contra. Cooles Detail: Line-1 kann auch mono beschickt werden und trotzdem "stereo" gehört werden.

Der L/R-Gleichlauf ist übrigens sehr gut und die zuschaltbare -10dB-Bremse sorgt dafür, dass auch besonders eingangsempfindliche aktive Monitore in den oberen 50 Prozent des großen Potis sauber gepegelt werden können. In den unteren 50 Prozent werden die Abweichungen naturgemäß immer etwas größer.

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