Software
Test
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01.11.2021

Spitfire Audio Hammers Test

Software-Instrument

Hör mal wer da hämmert

Spitfire ist bekannt dafür, Kollaborationen mit Musikern einzugehen. In der Vergangenheit waren bereits Hans Zimmer, Olafur Arnalds oder Eric Whitacre mit an Bord. Für „Hammers“ hat sich die Sample-Manufaktur aus London nun Charlie Clouser ins Boot geholt, Filmmusikkomponist der Saw-Reihe und ehemaliger Keyboarder und Co-Produzent von Nine Inch Nails.

„Hammers“ ist ein Instrument für Percussion im aktuellen Filmmusikgewand – also groß, krachend und eher hybrid als streng symphonisch. Um diesen Sound, mit harten Attacks und detailliertem Low-End, herzustellen, wurde in Charlies eigenem Studio, einem brutalistischen Aufnahmeraum, der sich durch knapp 10 Meter hohe Decken und Baumaterialien wie Beton, Stahl und Glas auszeichnet, aufgenommen. Was dabei herausgekommen ist und was sich mit dem Ergebnis anfangen lässt, stellen wir im Kurztest vor.

Details

Download und Installation

Download und Installation laufen über die Spitfire App. Der Prozess – Produkt auswählen, auf installieren klicken, Dateipfad wählen, abwarten – ist zwar denkbar einfach, kann bei 100 GB aber einen Moment dauern. Registrieren muss man sich anschließend nicht, denn Hammers ist keine Kontakt-Library, sondern ein eigenständiges Instrument

Das GUI und seine Fenster

Das GUI ist aus verschiedenen Gründen sympathisch: Es ist groß, enthält nicht zu viele Informationen auf einmal und ist klar gegliedert. Im Groben besteht es aus einer oberen und einer unteren Hälfte. Die obere Hälfte ist unveränderlich und enthält neben einem schmalen Menü mit Basiseinstellungen und -informationen (Memory, MIDI Channel, Tune, Pan etc.) zwei Fader für Expression und Dynamics sowie einen großen Knob, der sich mit bis zu fünf verschiedenen Effekten belegen lässt.

Die untere Bildschirmhälfte ist variabel. Es gibt drei Sektionen, zwischen denen sich wechseln lässt: Artikulationen, Mixer und FX. 

Artikulationen

Die Artikulationen der einzelnen Drums wechseln von Fall zu Fall. Dabei gibt es sowohl unterschiedliche Sticks (Sticks, Roller, Brushes) als auch die Option, zwischen ein, zwei, oder vier Spielern zu wählen. Für alle Instrumente gibt es fünf Loopabteilungen in den Tempi 70, 90, 110, 130 und 150 Bpm und es gibt sie alle auch noch einmal in Warp-Form, durch verschiedene Effekte gejagt. Ebenfalls im Artikulationsfenster befinden sich die Einstellungsmöglichkeiten für RR-Verhalten, Trigger, Transposition etc.

Mixer

Der Mixer stellt bis zu elf verschiedene Signale zur Verfügung. Grundsätzlich gliedern sie sich in drei Mixe und drei Mikrofonsignale. Die restlichen Signale sind teils variabel und beinhalten spezielle Mikrofonierungen einzelner Instrumente (z. B. der resonierenden Rückwand der Bassdrum) sowie prozessierte FX-Mixe, bei denen ein oder mehr Mikrofonsignale mehr oder minder brachial bearbeitet wurden – z. B. der OV Pitch Mix, bei dem die Overheads heruntergepitcht wurden. Alle Signale lassen sich stufenlos mischen, sodass beim Sounddesign keine Wünsche offenbleiben sollten.

FX

FX stellt noch einmal die fünf zur Verfügung stehenden Effekte dar: Reverb, Low Pass Filter, Reverse, Compress und Normalise.

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