Gitarre Hersteller_SourceAudio
Test
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01.06.2019

Praxis

Wir starten unseren Praxisrundgang in einem cleanen Stereo-Setup. Zunächst möchte ich mir ein Bild von den Federhall-Simulationen machen. Abgesehen vom Mix-Poti stehen alle anderen auf 12 Uhr. Das Mix-Poti ist auf 10 Uhr geparkt, was schon in einem recht präsenten Federhall-Sound resultiert.

Auch dieses Pedal aus dem Hause Source Audio kann mit einer absolut fantastischen Signalqualität punkten. Das Signal bleibt dabei rauschfrei und wirkt sehr transparent. Auch wenn der Modus mit Short betitelt ist, haben wir es hier logischerweise nicht wirklich mit einem kurzen Halleffekt zu tun, denn danach sucht man auch im echten Leben bei Federhalleffekten vergebens. Wer es gern noch länger scheppern lässt, ist beim Long Modus gut aufgehoben. Der Tank Modus, der einen Outboard-Federhall simuliert, gefällt mit ebenfalls sehr gut. Ehrlich gesagt wüsste ich nicht, für welche Variante ich mich entscheiden sollte. Dank der zusätzlichen Optionen wäre ich wohl schon mit dem Short Preset glücklich.

Ich drehe nun das Mix-Poti auf Linksanschlag und nehme damit den Federhall aus dem Signalweg. Hören wir als nächstes in die drei Tremolo Modi. Ab Werk ist jedem Federhall-Typ übrigens schon ein Tremolo zugeordnet. Sobald man im normalen Betrieb den Federhall-Modus wechselt, wird zunächst das Tremolo deaktiviert. Hat man also seinen favorisierten Mix aus Federhall und Tremolo gefunden, lohnt es sich, ein Preset anzulegen, das im Preset-Modus dann ebenfalls über eine der drei Schalterpositionen abgerufen wird.

Da der Hersteller bei diesem doch recht üppig bestückten Vertreter auf ein vergleichsweise kompaktes Format setzt, bei dem der Federhall im Mittelpunkt steht, finde ich diese vielleicht für einen Moment etwas gewöhnungsbedürftige Bedienung aber nicht weiter tragisch.

Auch die Tremolo-Modes, die ich schon vom Vertigo kannte, überzeugen absolut. Besonders hat es mir hier der Harmonic-Mode angetan.

Mit dem Dwell-Poti kann der gewählte Federhall zusätzlich gesättigt und verdichtet werden, was sich auf den Charakter des Gitarrensignals durchaus positiv auswirken kann. Im folgenden Beispiel habe ich das Dwell-Poti voll aufgedreht und erneut den Short-Modus aktiviert.

Die Kombination aus Tremolo und Federhall hat schon etliche Aufnahmen veredelt und steht auch für mich persönlich ganz weit oben, wenn es um Effekte für E-Gitarrensounds geht. Dabei reicht oft schon eine eher dezente Federhall-Note.

Im nächsten Beispiel steht das Mix-Poti gerade einmal auf 8 Uhr. Aktiviert ist der Long-Reverb und das Bias-Tremolo.

Im Einschleifweg meines Marshall-Topteils glänzt das True Spring-Pedal ebenfalls und gibt sich dabei auch im klassischen Monobetrieb mit einem eindrucksvollen Sound zu erkennen. Für das folgende schmutzige Beispiel ist der Tank Spring Reverb aktiv.

Auch die Anbindung an meinen iMac verläuft problemlos. Dass die Neuro-Desktop-Software seit meinem letzten Test des Source Audio Ventris Dual Reverbs allerdings immer noch im Beta-Modus verweilt, finde ich etwas verwunderlich.

Dennoch arbeitet sie völlig stabil und offenbart wirklich nette weitere Presets und außerdem einige zusätzliche Möglichkeiten zum Tweaken des Effektsignals. Das abschließende Beispiel habe ich mit dem Space-Spring-Preset aufgenommen.

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