Gitarre Hersteller_SourceAudio
Test
1
31.01.2020

Praxis

Beim ersten Kennenlernen offenbart das Pedal eine ebenso tolle Klangqualität, wie ich sie auch schon beim Nemesis- oder beim Ventris-Pedal erleben durfte. Dabei bleibt das Gitarrensignal auch bei wirklich langen Hallfahnen und Delay-Wiederholungen transparent und die zusätzlich abrufbaren Modulationen kommen mir vertraut vor. Meines Erachtens wurde das Pedal auch in dieser Hinsicht sehr geschmackvoll abgestimmt. Möchte man die Sounds im Alltag noch schnell etwas anpassen, funktioniert dies am Gerät recht gut. Für einen detaillierten Rundgang finde ich die Bedienung über den Neuro Desktop Editor aber dennoch praktikabler. So lassen sich hier beispielsweise permanent alle Funktionseinstellungen überblicken.
Für die Praxisbeispiele stehen verschiedene Gitarren parat. Gleichzeitig läuft auch die Kamera mit. Für einen besseren Überblick lohnt es sich also, auch das Video zu schauen.
Um euch einen tiefergehenden Eindruck von den klanglichen Möglichkeiten des Pedals zu bieten, habe ich mich entschieden, die Audiofiles in Stereo aufzuzeichnen. Dabei nutze ich das Collider im Zusammenspiel mit einem Line 6 HX Stomp.
Gleichzeitig könnt ihr so auch hören, wie sich das Pedal mit verschiedenen Amp-Sounds mischt. Und last, but not least, dürfte dieses Pedal auch für die Tastenfraktion sehr interessant sein, die damit ebenfalls einen umfassenderen Eindruck von seinen räumlichen Fähigkeiten bekommt.

Typische Brot-und-Butter-Sounds beherrscht das Collider Delay+Reverb Pedal absolut souverän. Ab Werk ist der Signalweg wie bei einem typischen Pedalboard-Setup programmiert, was bedeutet, dass das angewählte Delay in den Reverb geschickt wird. Wir hören dazu ein Beispiel mit dem fantastisch klingenden True Spring Reverb und einem Tap Delay, außerdem ein Beispiel mit einem klassischen Slapback-Sound in Kombination mit dem Room Reverb.

Vor allem bei offensiveren Raumkonstruktionen spielt das Pedal sein Potential wirklich aus. Es ist eine wahre Freude, sich hier kreativ auszuleben. Spätestens an dieser Stelle sollte man übrigens den parallelen Effektsignalweg ausprobieren. Dabei wird das Signal aufgesplittet und läuft anschließend getrennt in den jeweils angewählten Effekt. Anschließend werden beide Effekte wieder zusammengemischt. Besonders bei längeren Hallfahnen lassen sich mithilfe dieser Option die Delay-Trails transparenter gestalten und abstimmen.
In den folgenden vier Beispielen bekommt ihr einen Eindruck von den Möglichkeiten des Pedals, Ambient-artige und plastische Klangcollagen zu erzeugen.

Wie beim Ventris Reverb haben bei Bedarf alle Reverb-Modi wirklich lange Hallfahnen zu bieten. Auch in dieser Hinsicht lohnt es sich also, zu experimentieren.

Interessant ist es auch, mithilfe eines Delays eine Hallfahne lediglich mit ein paar zusätzlichen Reflexionen zu bestücken. Aber hört selbst.

In der Neuro Desktop App lässt sich über den Unlock-Button dann auch ein Delay-oder Reverb-Block mit einem Programm aus der anderen Abteilung belegen. Stellvertretend dafür habe ich den Shimmer Reverb mit dem wirklich großen E-Dome Reverb gepaart. Die Möglichkeit, den Shimmer Reverb mit seinen Obertönen zu dem vorhanden Pad-Reverb-Sound hinzuzumischen, finde ich im Ergebnis sehr reizvoll.

2 / 3
.

Verwandte Artikel

User Kommentare