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Test
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13.06.2014

SE Electronics Magneto Test

Kondensatormikrofon

Die Entdeckung der Einfachheit

Das sE Electronics Magneto ist bei bonedo zum Review aufgeschlagen – Als das preiswerteste Großmembranmikrofon des Herstellers und anders als das X1 oder das 2200a II verzichtet es auf jede Menge Ballast, ist also weder umschsaltbar, verfügt über keine Vordämpfung, kein Hochpassfilter oder sonstige Ausstattungsmerkmale. 

Manchmal reicht für die Verwirklichung der eigenen Vorhaben einfaches Werkzeug. Die Erfahrung zeigt, dass ein zur Verfügung stehender Geldbetrag, besonders, wenn er gering ist, besser für “No-Frills”-Systeme ausgegeben werden sollten. Im Falle eines Studio-Kondensatormikrofons, welches in erster Linie für die Aufzeichnung von Vocals verwendet werden wird, kommt dieses also ohne eingangs beschriebene Einstellmöglichkeiten daher. Es gibt einen zurecht berühmten Klassiker dieser Gattung: Das Neumann TLM 103 kann trotz seiner Reduziertheit eine Vielzahl an Aufgaben im Studio abdecken, ist allerdings auch wirklich deutlich kostspieliger. SE Electronics' Anspruch ist hoch, die Preise traditionell sehr moderat – es ist also spannend, was das Magneto zu leisten imstande ist.

Details

Keine Auffälligkeiten

Wenig auffällig ist das Magneto, denn sowohl der massive Metallkorpus als auch das Korbgitter sind schwarz. Es geht aber auch anders, denn wer es für besser erachtet, kann sein Mikrofon auch in Silber oder gar Knallpink bekommen. Und nun ja, viel zu berichten gibt es nicht von den Äußerlichkeiten des Magneto: Die Form ist einfach und bewährt, im Fußteil ist der XLR-Anschluss eingelassen, diesen hält auch der mitgelieferte Halter. Auf der Vorderseite prangt nicht zu übersehen das Logo mit dem kleinen “s” und dem großen “E” sowie der Modellname. Beide Hälften des Korbgitters sind in die gleiche Form gedrückt worden und werden mit einem Metallbügel gehalten. Hinter dem groben Außengitter kommt wie so häufig ein feineres Maschengitter zum Einsatz, was vor allem verhindert, dass es die Membranfläche mit Spucke und allzu starken Pegelanstiegen zu tun bekommt – was die Gefahr von Popplauten verringert.  

“Magneto” verwendet keinen Magneten…

…sondern einen Kondensator zum Wandeln der mechanischen Energie der Membran in Spannungsunterschiede. Nicht, dass elektrodynamische Wandler besser oder schlechter wären, doch ist das Großmembran-Kondensatormikrofon der mit Abstand am häufigsten verwendete Mikrofontyp, wenn es um die Aufnahme von Gesang geht. So zeigt das schwarze Mikrofon auch typische Daten: Der Frequenzgang ist ohne Angabe von genaueren Daten mit 20 Hz – 20 kHz beschrieben, die Ausgangsimpedanz mit 200 Ohm – was der absolute Normwert ist. Interessant sind bei Mikrofonen immer Angaben über das Rauschen, welches hier mit 16 dB(A) als nicht zu hoch bezeichnet werden kann. Da das Magneto keine Vordämpfung besitzt, ist wichtig zu wissen, dass 0,5% Verzerrungsprodukte bei 140 dB(SPL) auftreten – dazu bedarf es schon eines Soul-Vokalisten im Nahbereich des Mikros oder eines entsprechend lauten Instruments. Klar: Als Kondensatormikrofon benötigt das sE in jedem Fall eine Spannungsversorgung, welche in Form von 12-48 Volt Phantomspeisung anliegen muss. 

Das verbreitetste aller Polar Pattern: Cardiod

Die Richtcharakteristik ist Niere, somit ist das Magneto von vorne (also dort, wo das Logo zu sehen ist) am empfindlichsten, genau auf der Rückseite ist hingegen die Dämpfung am höchsten. So weit, so normal.

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