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14.07.2021

Samples der Woche: PX Sunbox, Vibraphonez 2, Piano Colors und mehr

Samples der Woche starten wieder mal mit einem neuen Produkt von UVI durch. Nachdem wir kürzlich erst über Asteroid berichteten, gibt es diesmal umfangreiche Samples des JoMoX-Klassikers SunSyn mit vielen Optionen für Soundgestaltung. RDGAudio veröffentlicht ein Update von Vibraphonez – der Name verrät schon, worum es geht. Klaviere und Flügel bieten ein schier unerschöpfliches Potential für Sample-Instrumente, mit Piano Colors will Native Instruments die klanglichen Grenzbereiche ausloten. Was darf hier nicht fehlen? Richtig, mindestens ein kostenloses Angebot! Das kommt diesmal von Cool WAV und heißt Bass Shots Volume 1!

In diesem Sammelartikel findet ihr weitere Empfehlungen!

UVI PX Sunbox

UVI PX Sunbox

UVI PX Sunbox

Der JoMoX SunSyn ist ein Synthesizer-Schlachtschiff mit acht Stimmen und einem analog-digitalen Ansatz. Die 1999 veröffentlichte Hardware kann sowohl polyphon als auch 8-fach monophon gespielt werden, jede Stimme besteht aus zwei analogen und zwei digitalen Oszillatoren. Dazu kommt ein morphbares, 4-poliges Analogfilter und eine Modulationsmatrix mit 4096 möglichen Routings pro Element! Wie gesagt: Schlachtschiff. Das Gerät ist äußerst rar und selbst UVI hatte Probleme, für PX Sunbox ein funktionierendes Exemplar zu finden. Umso mehr dürft ihr euch freuen, dass es geklappt hat!

Um es gleich vorwegzunehmen: Dies ist keine „Neuauflage“ des SunSyn – dafür ist das Original einfach zu komplex. Eine Emulation würde sich dafür auch mit Sicherheit vielmehr anbieten. Stattdessen haben die Sound-Designer von UVI über 450 neue Presets mit der Hardware erstellt und umfangreich aufgenommen. Diese könnt ihr mit vielen Parametern editieren und mit Hilfe der Dual-Layer-Architektur auch kombinieren. Dadurch ergeben sich neue Klänge, die ihr wiederum als eigenes Preset speichern könnt. Neben Standards wie Hüllkurven, Glide- und Modwheel-Einstellungen bekommt ihr auch Multimode-Filter, LFO- und Step-Modulatoren, zwei Arpeggiatoren und eine große Auswahl an Effekten. Im Prinzip also viele Funktionen, die PX Sunbox zu einem ganz eigenen Klangerzeuger machen.

452 Presets und 30660 Samples nehmen dann auch gut und gerne 4,88 GB auf der Festplatte ein. PX Sunbox benötigt die kostenlose UVI Workstation, außerdem ist ein kostenloses iLok-Konto für die Lizenzierung notwendig. Eine Anleitung findet ihr auf der Website des Herstellers. Der Preis beträgt 79 Euro.

PX Sunbox bei UVI

RDGAudio Vibraphonez 2

RDGAudio Vibraphonez 2

RDGAudio Vibraphonez 2

Der Hersteller RDGAudio konzentriert sich mit Vibraphonez 2 wieder voll und ganz auf Vibraphon-Sounds, die ihr mit diesem Plug-in realistisch spielen und auch manipulieren könnt. 14 verschiede Modelle des Instruments standen Pate für die Aufnahmen, die mit zwei Kondensatormikrofonen und einer ganzen Kette von Hardware-Effekten aufgenommen wurden. 50 Presets sind dabei entstanden, eigene Einstellungen könnt ihr ebenso als Preset speichern.

Die Samples reagieren auf die Anschlagstärke und werden als Round Robins abgespielt. Effekte wie Filter, EQ, Delay, Reverb und Kompressor unterstützen euch beim Sounddesign. Und mit dem integrierten Arpeggiator und Sequencer erstellt ihr bestimmt ein paar Patterns, die erfahrene Instrumentalisten zum Staunen bringen.

Vibraphonez 2 läuft als VST3 und AU Plug-in auf Windows (8, 10 – 64 Bit) und macOS (Mojave, Catalina, BigSur). Der Hersteller empfiehlt, erst den Free Player (gibt es auf der Website) zu installieren – wenn alles problemlos läuft, könnt ihr die zugehörige Factory Library kaufen. Der Preis liegt bei 39,99 US-Dollar.

Vibraphonez 2 bei RDGAudio

Native Instruments Piano Colors

Native Instruments Piano Colors

Native Instruments Piano Colors

Dieses neue Kontakt-Instrument bringt euch Klavier-Klänge, die sich sowohl für den Dancefloor als auch die Konzerthalle eigenen. Dafür kombiniert Native Instruments in Zusammenarbeit mit Galaxy Instruments vielfältige Piano-Artikulationen mit einer Modulations- und Partikel-Engine. Die erste sorgt für jede Menge Bewegung, die zweite erzeugt neue, zusätzliche Noten beim Spiel. Und ein Arpeggiator darf natürlich auch nicht fehlen! Der Sound wird über zwei Piano-Layer und einem Noise-Layer zusammengestellt. Für jeden Layer stehen zwei Effekt-Slots bereit, dazu gesellen sich Regler für Filter, EQ und Timbre. Die Motion-Engine bietet zusätzlich Modulationsquellen für jeden Layer, inklusive LFOs und Step-Sequencern.

Für die Aufnahme der Samples wurden verschiedene Materialien verwendet. Dazu gehören Mallets, Drum Sticks, E-Bows oder Sachen wie Gummi und Schrauben. Zusätzlich wurden Saiten oder Korpus des Flügels präpariert. Da hier auch das Wort Colors im Produktnamen steckt, bearbeitet ihr Klang mit diversen Parametern wie Color (!), Tonal Shift oder Dynamik, außerdem gibt es modulierbare Hüllkurven-Parameter. Logisch, dass ihr mit den Komplete Kontrol Keyboards schnell Zugriff auf sämtliche Parameter bekommt.

Piano Colors läuft mit Kontakt 6.5.3 oder neuer – auch der kostenlose Kontakt Player wird unterstützt. Satte 56 GB umfasst die unkomprimierte Library. Ein Handbuch findet ihr auf der Website des Herstellers. Bis zum 28. Juli 2021 bezahlt ihr 149 Euro statt 199 Euro.

Piano Colors bei Native Instruments

Kostenlos: Cool WAV Bass Shots Volume 1

Cool WAV Bass Shots Volume 1

Cool WAV Bass Shots Volume 1

Bei diesem Gratis-Pack dreht sich alles um die „gute alte“ 808 Kick-Drum. Hier wird die in zwei Kategorien behandelt. Analog basiert dabei auf 40 Samples einer Behringer RD-8, die mit weiterem Equipment bearbeitet und aufgenommen wurde. Digital hingegen präsentiert euch 40 Samples, die mit den Plug-ins Serum, Pigments 3, Reaktor und Subboombass 2 erstellt wurden. Ihr könnt also quasi „analog“ gegen „digital“ antreten lassen – oder beides miteinander kombinieren. Alle Samples liegen in 24 Bit und 44,1 kHz vor. Bezahlen müsst ihr nichts, könnt aber natürlich auch einen kleinen Beitrag spenden.

Bass Shots Volume 1 bei Cool WAV

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