Test
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16.07.2020

Praxis

Die vom Hersteller für das Rode Wireless GO angepeilte Zielgruppe sind Amateurfilmer. Es gibt allerdings auch einige Profis, die das Wireless GO als handliche und günstige Funkstrecke nutzen.

Darüber hinaus ist das Wireless GO Set flexibel einsetzbar. Durch die kleine Größe kann der Senders einfach in Requisiten oder in der Kleidung versteckt werden. Das geringe Gewicht macht es möglich, den Sender auch unkompliziert an einer Tonangel einzusetzen.

Für das Rode Wireless GO sind damit einige Anwendungen vom Kaffeekränzchen bei Oma bis hin zum Einsatz für Youtube oder die On-Location-Aufzeichnung bei Filmaufnahmen denkbar.

Die Laufzeit mit vollgeladenen Akkus wird von Rode mit 7 Stunden angegeben. Das sollte für die meisten Einsätze ausreichen.

Für Ausseneinsätze sollte man einen der beiliegenden Windschutze verwenden, welche leider etwas fummelig zu befestigen sind. Im Netz gibt es Berichte von abfallenden Windschützen. Der Windschutz lässt sich einfacher und sicherer befestigen, wenn man darauf achtet, dass sich beim Ansetzten wirklich kein Härchen zwischen den kleinen Häkchen und dem Sender befindet. Ein kleines, kreisförmiges Hin- und Herwackeln hilft den Häkchen, sicher in die dafür vorgesehenen Aufnahmen zu rutschen. Aber auch hier hat Rode den Kunden gut zugehört und eine neue Version des Windschutzes mit roten Befestigungshäkchen herausgebracht. Diese sind einfacher zu befestigen und sitzen besser. Bei Problemen sind Rode und der deutsche Vertrieb hilfsbereit und kundenorientiert.

Klang

Der Klang des Wireless GO ist angenehm höhenreich, ohne spitz oder unnatürlich zu wirken. Sprache wird mit einer charmanten Präsenz abgebildet. Je nach Stimme können die Aufnahmen etwas mehr Wärme bei ungefähr 120-150 Hz vertragen, was das Signal aber ohne Probleme hergibt.

Transienten werden zuverlässig abgebildet, wobei das Wireless Go nicht an die feine dynamische Auflösung höherwertiger Mikrofone heranreicht. Das Eigenrauschen ist zwar deutlicher wahrnehmbar als zum Beispiel beim Rode VideoMic NTG, hält sich aber noch in vertretbaren Grenzen. Für meine Ohren ist die Klangqualität des Wireless Go für den semiprofessionellen Einsatz absolut ausreichend. Für alle Anwendungen mit höherem Anspruch kann ein externes Mikrofon an den Sender angeschlossen werden.

Der Signalpegel ist letztendlich bei allen Aufnahmen einer der wichtigsten Aspekte. Vor diesem Hintergrund muss ich sagen, dass mir drei Stufen für den Ausgangspegel zu wenig sind. Zwischen den Stufen 0dB, -12dB und -24dB liegen zu große Sprünge. Natürlich kann man den Pegel am Recorder anpassen. Dann kommt es aber auf die Qualität der Schaltung im Recorder an, wieviel Rauschen oder wieviel Verzerrung die Aufnahme mitbekommt.Wie die Audiobeispiele zeigen ist der Einfluss des mitgelieferten Windschutzes auf den Klang meiner Stimme zu vernachlässigen.

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